Währung

Wird Johnson das Gesetz brechen?

GBP: Ich war zu naiv. Bei allen Unterschieden in politischen Fragen – von der Farbe der Parkbank bis zum Brexit – gibt es unter “etablierten” Politikern einen Kern von Gemeinsamkeit: die Aufrechterhaltung von Rechtstaat und Demokratie. Dachte ich. Doch sooo sicher ist’s halt nicht. Das britische Parlament hat der Regierung per Gesetz vorgeschrieben, den No-Deal-Brexit am 31. Oktober durch Verschiebungs-Antrag in Brüssel zu verhindern. Nun ist nicht mehr klar, ob sich die Regierung an das Gesetz hält. Und damit ist der No-Deal am 31. Oktober wieder möglich.

Welche Lehren kann ich daraus ziehen? Dass Leute wie Steve Bannon und Dominic Cummings keine Probleme damit haben, die alten, parteiübergreifenden Konventionen zu brechen? Dass das sogar ihr Bestreben ist? Kann sein. Doch wenn’s nichts mehr gibt, worauf man sich verlassen kann, wird’s schwierig mit der FX-Analyse. Das Gute an all dem ist nur: Der FX-Markt scheint das Schlamassel noch langsamer zu begreifen als ich. Sonst würde EUR-GBP wohl kaum weiter unter 0,9000 handeln. Schließlich war der Fall in diesen Bereich der Tatsache geschuldet, dass das Parlament erfolgreich das oben erwähnte Gesetz auf die Gleise gesetzt hat. Wenn’s jetzt vielleicht nichts wert ist (weil die Regierung sich nicht drum schert), ist auch jene Marktreaktion zurückzunehmen.

Klar, man kann jetzt argumentieren, dass – bei all dem Getöse der Tories – ein offener Gesetzesbruch durch die Regierung Ihrer Majestät weiterhin ein unwahrscheinliches Szenario bleibt und dass es viel wahrscheinlicher ist, dass sich Premierminister Boris Johnson am Ende doch an Recht und Gesetz hält. Doch muss sich jeder, der GBP-Risiko auf dem Buch hat, halt fragen, wie sinnvoll Wahrscheinlichkeitsaussagen im Zusammenhang mit Brexit sind. No-Deal kommt oder es kommt nicht. Ex post werden heutige Kalkulationen dieser Art wenig nützen

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CV0V4A Short EUR/GBP Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

HUF:  Vor dem Hintergrund der merklichen Abschwächung der deutschen Industrieproduktion fielen die ungarischen Produktionsdaten für Juli überraschend positiv aus. Nachdem sich aber zum jetzigen Zeitpunkt realwirtschaftliche Zahlen nicht wirklich auf die geldpolitische Position der ungarischen Zentralbank (MNB) auswirken, konnte der Forint nicht zulegen.

Die ungarische Industrieproduktion für Juli fiel besser als erwartet aus und kletterte saison- und arbeitstagsbereinigt um 1,7% zum Vormonat. Für sich alleine genommen ist dies ein kräftiges Plus und würde, angesichts der schwachen Trends im Euroraum und in Deutschland (letzteres verzeichnete für Juli rückläufige Industrieproduktionszahlen), unter normalen Umständen eine merklich positive Überraschung darstellen. Bei genauerer Betrachtung beeindrucken die Daten allerdings nicht besonders: der Anstieg von 1,7% zum Vormonat folgte auf einen Rückgang von 1,8% zum Vormonat im Juni und der absolute Wert des Produktionsergebnisses für Juli entsprach lediglich seinem Stand vom März. Das verarbeitende Gewerbe stagnierte in diesem Zeitraum, was angesichts der regionalen Abschwächung der Automobilbranche nicht überrascht. In diesem Umfeld ist es Polen und Ungarn zumindest gelungen im gewissen Umfang an einem Aufwärtstrend festzuhalten. Unabhängig davon würden selbst wirklich starke Industrieproduktionszahlen nichts an der zunehmenden moderaten Haltung der MPC ändern und dementsprechend bleibt der Forint davon unberührt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ6DF8 Call EUR/HUF Hebel: 5,3
CU9ZRQ Put EUR/HUF Hebel: 5
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