Währung

Wieviel Handelskrieg braucht der Dollar?

USD – Zweifel an den USD-Argumenten

Auch der gute Arbeitsmarktbericht vom Freitag konnte den Dollar nicht nachhaltig unterstützen. Ja, gegenüber dem Yen handelt er heute Morgen etwas stärker als am Freitagmorgen. Aber das dürfte eher der Tatsache geschuldet sein, dass die japanische Währung letzte Woche eine derartige Rallye hingelegt hat, dass ein wenig Verschnaufen – etwas unter den Yen-Höchstständen – angesagt ist. Im Allgemeinen waren die Daten vom Bureau of Labor Statistics nicht geeignet, die Dollar-Schwäche, die Fed-Chair Jay Powell letzte Woche ausgelöst hatte, zu beenden.

Dazu trägt bei, dass zumindest eine vorläufige Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt nah zu sein scheint (siehe unten). “Handelskrieg” und – davon abgeleitet – “globale Konjunktursorgen” waren Faktoren, die bislang die USD-Bullen als Motive anführten. Nun ist der Dollar – mit der zweithöchsten Verzinsung im G10-Universum – sicherlich nicht per se “sicherer Hafen”. Aber klar, eine globale Konjunkturschwäche, die durch Protektionismus ausgelöst würde, würde den Dollar stärken. US-Zölle würden schließlich die (heimische) Nachfrage nach US-Gütern erhöhen, die Nachfrage nach Gütern vom Rest der Welt reduzieren. Das reale Austauschverhältnis von US-Waren und Waren aus dem Rest der Welt würde sich zugunsten der US-Waren verbessern.

Es ist ja nicht völlig unsinnig, dass der Markt diese Entwicklung mit USD-Stärke vorweggenommen hat. Nur haben sich die Annahmen nun einmal nicht erfüllt:

  • Der Handelskrieg der US-Regierung zeigt bislang nicht wirklich Wirkung. Die USA importieren – abgesehen von außergewöhnlich hohen saisonalen Schwankungen Ende 2018 / Anfang 2019 – so viel wie eh und je. Ja, etwas weniger aus China. Aber das konnte offensichtlich sofort durch Importe aus anderen Ländern substituiert werden. “Made in America” ist durch all das keinen Deut attraktiver geworden.
  • Und selbst wenn US-Waren teurer würden, gäbe es dafür immer noch zwei Möglichkeiten: neben USD-Aufwertung eine höhere US-Inflation. Powell hat letzte Woche klar gemacht, dass er die tolerieren würde. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass nicht nur das Weiße Haus sondern auch die Fed Inflation lieber hätten als USD-Stärke.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CNY – Ist der Konsens da?

Die Schlagzeilen zum Handelskonflikt geben an den Märkten weiter den Ton an. Derzeit scheint der Markt stark auf ein „Phase-1“-Abkommen zu hoffen, das diesen Monat unterzeichnet werden könnte. Letzten Freitag gaben China und die USA Erklärungen zu den Fortschritten der Handelsgespräche ab. Während China von einer grundsätzlichen Einigung sprach, klangen die USA mit ihrem bloßen Hinweis auf „Fortschritte“ leicht zurückhaltend. Die chinesischen Staatsmedien machten später deutlich, dass an den Kernforderungen Chinas, d. h. am Wegfall aller Strafzölle, angemessenen Käufen von US-Agrargütern und ausgewogenen Handelsvereinbarungen, nicht zu rütteln sei. Von den USA zu erwarten, alle Zölle fallen zu lassen, könnte sich jedoch weiterhin als problematisch erweisen. Denn hierfür wären weitere Verhandlungen erforderlich.

US-Handelsminister Wilbur Ross äußerte sich am Wochenende optimistisch zu einem Handelsdeal und erklärte, dass das Verkaufsverbot in Bezug auf Huawei in absehbarer Zeit aufgehoben werden könnte.

Die allgemeine Stimmung im Umfeld der Handelsgespräche verleiht dem Renminbi (CNY) ohne Frage Auftrieb. So tendierte USD-CNY in den letzten Wochen nach unten. Auch lag der USD-CNY-Referenzkurs wesentlich näher am Modell. Das signalisiert, dass die chinesischen Währungshüter mit der gegenwärtigen Währungsdynamik mehr als gut leben können.

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ZAR – Ratingentscheidung hilft dem Rand

Wir waren zu vorsichtig. Wir hatten für den Fall, dass Moody’s den Rating-Ausblick für Südafrika herunternimmt, moderate ZAR-Verluste erwartet. Das ist nicht passiert. Südafrikas Währung konnte zur Markteröffnung heute Morgen sogar zulegen. Die Erleichterung, dass Moody’s nicht gleich das Länderrating auf “Ramsch” gesetzt hat, überwiegt momentan offensichtlich.

Dennoch, auf Sicht der nächsten Wochen dürfte es der Rand schwer haben. Denn es ist klar, dass das Risiko einer Rating-Herabstufung weiterhin hoch bleibt. Dass die Rating-Agentur noch zuwarten will, ist ehrenhaft. Wird aber am Endergebnis wenig ändern. Wer will schon darauf wetten, dass nun unmittelbar die große fiskalische Wende kommt? Nur diejenigen, die auf unmittelbare Re-Allokation der indexnahen Anleger gesetzt hatten, mussten heute Morgen kapitulieren.

Wenn etwas dem Rand hilft, dann eher zunehmende Risikofreude indexferner Anleger als heimische Faktoren.

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CJ6PS7 Call EUR/ZAR Hebel: 6,2
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