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Wieviel Entschlossenheit zur Inflationsbekämpfung steckt in der gegenwärtigen Fed?

Äußerungen von FOMC-Mitgliedern

In den letzten Tagen haben wir eine ziemlich lange Prozession von regionalen Fed-Präsidenten erleben dürfen, die die Entschlossenheit der Fed zur Inflationsbekämpfung betont haben. James Bullard, Thomas Barkin, Neel Kashkari, Mary Daly: Alle hörten sich für ihre Verhältnisse ziemlich falkenhaft an.

Damit haben sie den Effekt der letzten FOMC-Pressekonferenz von Fed-Chair James Powell wieder kompensiert. Zur Erinnerung: Powell hatte die Frage unbeantwortet gelassen, ob die Fed auch dann ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzen würde, wenn die US-Wirtschaft in eine Rezession abgleiten würde.

Weil er sich so offensichtlich nicht festlegen wollte, musste man Zweifel daran bekommen, dass das, was Powell eigentlich gebetsmühlenartig wiederholt – dass die Inflationsbekämpfung derzeit Priorität vor realwirtschaftlichen Zielen hat – auch in Rezessionszeiten gilt. Und weil das US-Rezessionsrisiko nicht unerheblich ist, waren die Erwartungen für den zukünftigen Pfad des US-Leitzinses unter Druck geraten. Und damit der Dollar.

Die Kommentare der Fed-“Regionalfürsten” haben das wieder korrigiert. Die Fed-Erwartungen sind (im Vergleich zur Situation kurz nach Powell’s Pressekonferenz) wieder gestiegen (Abbildung).

Freilich ist dieses Hin und Her nur marginal. Die wesentliche Sicht des Marktes ist unverändert: dass es ab Anfang kommenden Jahres mit dem Fed-Leitzins wieder nach unten geht. Daher ist die USD-unterstützende Wirkung dieser wieder leicht gestiegenen Fed-Zinserwartungen im Ausmaß halt auch nur marginal. Was nützt es, wenn der Zielkorridor für den Fed-Funds-Satz am Jahresende bei 3,75%-4% liegt, wenn absehbar ist, dass die Freude über den hohen USD-Carry nur von kurzer Dauer ist?

Trotz aller “Forward Guidance” und intensiverer Kommunikation der Fed tut sich somit ein Glaubwürdigkeitsproblem auf. Sie kann nicht glaubwürdig versichern, dass sie auch in einer Rezession so entschlossen auf Inflationsbekämpfung fokussiert bleibt. “Zeit-Inkonsistenz” nennt die Ökonomik das Problem, dass Vorab-Festlegungen halt wieder umgestoßen werden können und damit wirkungslos bleiben.

Würde sich an der Erwartung von Zinssenkungen in 2023 etwas ändern, könnte der Dollar signifikant zulegen. Die kleinen Schwankungen, die wir in den letzten Tagen erleben, erzeugen kaum mehr als Rauschen in den USD-Kursen.

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BoE: Auf den Ausblick kommt es an

Dass die Bank of England (BoE) heute den Leitzins noch einmal anheben wird, und zwar um 50 Basispunkte auf dann 1,75%, entspricht den Markterwartungen und dürfte deshalb dem Pfund kaum einen Schub versetzen. Schließlich drängt sich bei einer Inflation von 9,4% im Juni ein großer Schritt geradezu auf, sodass diesmal die Mehrheit im MPC dafür plädieren dürfte.

Weitaus wichtiger sind die neuen Prognosen der BoE, die sie heute veröffentlicht. Bereits im Juni rechnete sie mit einem schwächeren BIP als im Mai, was sich jetzt in ihren Prognosen widerspiegeln dürfte. Die Frage ist, ob sich diese Erwartungen noch weiter reduziert haben. Vom rasanten Anstieg der Inflation im Mai und Juni dürfte aber auch die BoE überrascht worden sein, sodass sie vermutlich ihre CPI-Prognosen nach oben anpassen muss, was ein Argument für den heutigen großen Zinsschritt sein dürfte.

Was für ein Bild zeichnet die BoE für die zweite Jahreshälfte und darüber hinaus? Die Frage ist, ob sie trotz der erwarteten Konjunkturschwäche signalisiert, dass sie weiterhin an ihrem Zinszyklus festhält. Aktuell rechnet der Markt noch mit einem Hochpunkt im Leitzins von fast 3% zum Jahresbeginn 2023. Unsere Experten sind etwas vorsichtiger. Erweckt die BoE den Eindruck beim Markt, dass seine Erwartungen zu hoch sind, könnte es mit GBP-USD wieder in Richtung 1,20 gehen. Gegenüber dem Euro dürften die Verluste begrenzt und nur von kurzer Dauer sein, da unklar ist, inwieweit die EZB angesichts einer drohenden Energiekrise ab September ihre Geldpolitik weiter straffen wird.

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