Währung

Wie Trump den Dollar ruiniert

USD: „Die USA erlauben ab Anfang Mai fünf Ländern (China, Indien, Japan, Südkorea, Türkei) nicht mehr, iranisches Öl zu importieren. Die Sonderregelung, die für diese Länder eine Ausnahme vorsah, wird nicht verlängert.“ So oder ähnlich lesen Sie die Meldung heute in den Zeitungen. Bin ich...

USD: „Die USA erlauben ab Anfang Mai fünf Ländern (China, Indien, Japan, Südkorea, Türkei) nicht mehr, iranisches Öl zu importieren. Die Sonderregelung, die für diese Länder eine Ausnahme vorsah, wird nicht verlängert.“ So oder ähnlich lesen Sie die Meldung heute in den Zeitungen. Bin ich eigentlich der Letzte, dem diese Darstellung aufstößt? Nimmt man klaglos hin, dass jeder „Politiker“, der es ins Weiße Haus geschafft hat, dem Rest der Welt vorschreiben kann, von wem er was zu importieren hat und von wem nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein langfristig stabiler Zustand ist. Ich habe keine Antwort auf die Frage, wann er endet und nicht darauf, wie er endet. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass danach der Dollar nicht mehr die Welt-Leitwährung sein kann – was seinen Außenwert gegenüber dem Ist-Zustand erheblich reduzieren dürfte. Gewinner dieser Entwicklung – das will ich nicht unterschlagen, schließlich ist dies immer noch eine TagesInfo – sind selbstredend die Währungen von ölexportierenden Volkswirtschaften, Verlierer sind die Währungen von Ölimporteuren. Die türkische Lira ist die Ausnahme. Die hat – bei USD-TRY-Niveaus über 5,82 – schon so viel auf den Deckel bekommen, dass es auf höhere Ölpreise auch nicht mehr ankommt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD910B Long EUR/USD Faktor: 5
CD910C Short EUR/USD Faktor: -5

GBP: Jetzt gab’s also wieder eine Tote bei Auseinandersetzungen in Nordirland. Was früher traurige Gewohnheit war, kommt wieder; so steht zu befürchten. Und natürlich wird niemand behaupten können, dass das Verhalten des britischen Parlaments damit nichts zu tun hat. Um es klipp und klar zu sagen: Mit der (mehrmaligen!) Ablehnung des „Backstops“ – der einzig praktikablen Lösung, die eine Grenze auf der irischen Insel verhindert – haben die Volksvertreter des Vereinigten Königreichs de facto das Karfreitags-Abkommen aufgekündigt und damit den Nordirland-Konflikt wieder angeheizt. Es ist verständlich, dass niemand im britischen Polit-Betrieb diesen Punkt thematisieren wollte. Schließlich will keiner derjenige sein, der Öl ins Feuer des irischen Konfessionskonfliktes gießt. Doch kann man nicht ewig Tatsachen unter die Decke kehren. Spätestens seit den Todesschüssen sind sie gegenwärtig. Kein britisches Unterhaus wird mehr so tun können, als sei die Frage der irischen Grenze und das Am-Leben-Halten des Karfreitagsabkommens nur ein Anliegen der EU und ein Entgegenkommen der Briten. Falls die Ereignisse von Londonderry die Diskussion um die britische Haltung zum Karfreitags-Abkommen anfachen, wächst die Chance, dass die Parlamentarier mit ihrer stillen und heimlichen Sabotage des Abkommens nicht davon kommen. Dann hat der Backstop – und damit ein gütliches Abkommen zwischen den Briten und der EU inklusive GBP-Stärke – eine größere Chance, egal, wie die innerparteilichen Grabenkämpfe in Londons Polit-Theater sich entwickeln.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0V45 Long EUR/GBP Faktor: 10
CV0V4A Short EUR/GBP Faktor: -10

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