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Wie lange können die Notenbanken die Märkte überzeugen?

Wie lange können die Notenbanken die Märkte überzeugen?

Die Aussichten für die Erholung der globalen Konjunktur haben sich in den letzten Wochen durch den Beginn der Impfkampagnen merklich gebessert. Dennoch werden Notenbanker nicht müde, auf die hohe Unsicherheit hinzuweisen. Damit sollen Spekulationen an den Finanzmärkten darüber, dass Anleihekäufe möglicherweise schon früher zurückgefahren werden könnten, der Wind aus den Segeln genommen werden. So signalisierten gestern sowohl US-Notenbankpräsident Jerome Powell als auch Bank of Canada Präsident Tiff Macklem, dass noch lange an der expansiven Geldpolitik festgehalten werden soll. Auch wenn sich der Ausblick für die Wirtschaft verbessert hat, die Unsicherheit ist immer noch hoch. Es ist noch ein langer Weg, bis die Ziele der Notenbanken erreicht werden, und die Inflation wird noch lange niedrig bleiben. Dies war der Grundtenor beider Reden. Keine überraschenden Aussagen also und insofern wenig Reaktion im USD und im CAD.

Allerdings darf wohl bezweifelt werden, dass sich die Finanzmärkte davon abbringen lassen werden, weiter über ein mögliches Tapern der Anleihekäufe zu spekulieren. Insbesondere wenn die Unsicherheit über den Konjunkturausblick zunehmend nachlässt, was mit den fortschreitenden Impfungen wohl schrittweise der Fall sein dürfte. Im Moment müssen wir noch durch die Krise hindurchschauen und das mag den Optimismus dämpfen und die Finanzmärkte empfänglich für Warnungen seitens der Notenbanker machen. Irgendwann, wenn die Corona-Beschränkungen größtenteils aufgehoben werden können, ist die Corona-Krise aber mehr oder weniger überwunden. Und dieses Irgendwann rückt zunehmend näher. Für die Notenbanker könnte es dann immer schwieriger werden, die Märkte davon zu überzeugen, dass der aktuelle Expansionsgrad in der Geldpolitik noch sehr lange beibehalten wird. Natürlich bleibt ein gewißes Maß an Unsicherheit. Wird der Konsum die konjunkturelle Erholung tatsächlich kräftig anschieben oder bleiben Haushalte vorsichtig, trotz überwundener Pandemie? Oder wie stark belasten die Langfristfolgen die Wirtschaft? Davon abgesehen ist es aber sehr wahrscheinlich, dass wir uns in absehbarer Zeit in einem deutlich besseren Ist-Zustand befinden werden und dann dürfte die Diskussion über den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik weiter an Fahrt gewinnen und der Aufwertungsdruck auf die betroffenen Währungen steigen.

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SB2ESMPutEUR/USDHebel: 8,8
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Warum wertet der Franken erst jetzt ab?

Die Bewegung des Schweizer Franken zum Euro in den vergangenen Tagen ist schon bemerkenswert. Nicht, dass ein schwächerer Franken nicht gerechtfertigt wäre. Denn der Franken als sicherer Hafen dürfte zunehmend weniger nachgefragt werden, denn die Corona-Pandemie scheint überwindbar und die weltweite Konjunktur dürfte sich im Jahresverlauf kräftig erholen. Allerdings ist die Stimmung an den Finanzmärkten bereits seit einigen Wochen aufgrund der besseren Aussichten für die Konjunktur positiv. Warum schwächt sich der Franken also erst jetzt gegenüber dem Euro ab? Ein Grund für die Seitwärtsbewegung in EUR-CHF in den letzten Wochen könnte der holprige Start bei den Impfungen in Europa sein. In Großbritannien zum Beispiel schreiten die Impfungen zügig voran, sodass der britische Premier in Aussicht stellt, dass bis Juni die Corona-Beschränkungen aufgehoben werden können. Das Pfund wertet daher seit Wochen deutlich auf, auch gegenüber dem Schweizer Franken.

In der Eurozone wird es mit einer vollständigen Öffnung wohl noch etwas länger dauern, aber auch hier wird geimpft und ein Ende der Pandemie ist absehbar. Möglicherweise ist der Markt in den letzten Tagen zunehmend zu dieser Erkenntnis gelangt. Unterstützend dürften dabei die jüngsten Datenveröffentlichungen gewesen sein. Der deutsche ZEW Index und der Ifo sowie der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone haben deutlich positiv überrascht. Also auch in der Eurozone scheint es langsam bergauf zu gehen. Und damit sinkt eben die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Schweizer Franken.

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CJ4QG2CallEUR/CHFHebel: 10,0
CJ4QJXPutEUR/CHFHebel: 10,1
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CNY: Die Devisenpolitik der PBoC

Ein Vertreter der chinesischen Zentralbank (PBoC), der die Research-Abteilung führt, erläuterte die allgemeine Devisenpolitik und die grenzüberschreitende Politik Chinas und wies auf die Bedeutung des Offshore-CNH-Marktes hin. Er sagte, dass es China aufgrund Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität vorzieht, wenn ausländische Anleger CNY statt Fremdwährung in die Onshore-Finanzmärkte einbringen. Ausländische Anleger müssen also ihr Währungsengagement im CNH-Markt umtauschen und absichern. Er erwähnte, dass das tägliche Handelsvolumen im CNH bereits größer als das Onshore-Handelsvolumen ist. Dies bedeutet letztlich, dass die globalen Märkte einen bedeutenden Einfluss auf den Renminbi-Wechselkurs haben. In der Vergangenheit neigte die chinesische Zentralbank dazu, den Devisenmarkt stark zu kontrollieren. Diese neuen Ausführungen des Zentralbankvertreters scheinen aber anzudeuten, dass nun ein Gleichgewicht zwischen den Kapitalströmen und den Wechselkursen erreicht werden soll. Aus theoretischer Sicht ist ein Wechselkurssystem, das an eine andere Währung gekoppelt ist, nicht empfehlenswert, wenn ein Land freiere Kapitalströme anstrebt. Auch wenn die Überlegungen der PBoC durchaus noch vorläufig sein könnten, so deuten sie aber einstweilen an, dass einige Änderungen bevorstehen könnten.

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CJ6YH9CallEUR/CNHHebel: 11,6
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