Rohstoffe

Weiter “risk-on” am Rohstoffmarkt

Energie: Brentölpreis zieht in Richtung 50 USD

Der Brentölpreis steigt mit 49 USD je Barrel auf den höchsten Stand seit Anfang März. Noch Anfang November notierte er unter 36 USD. Der Markt scheint durch die aktuelle Phase der Pandemie-bedingten Nachfrageschwäche hindurchzuschauen, wobei Konjunkturhoffnungen, ein angesichts der steigenden Aktienmärkte deutlich höherer Risikoappetit und ein schwacher US-Dollar den Preisanstieg maßgeblich unterstützen. Allerdings dürfte auch die disziplinierte Haltung der OPEC und ihrer Verbündeten (OPEC+) zum Preisanstieg beigetragen haben. Eine Beibehaltung der aktuellen Produktionskürzungen bzw. eine Aufschiebung der Produktionserhöhung um rund 2 Mio. Barrel täglich um weitere drei Monate scheint mittlerweile Konsens. Die gestrigen DOE-Lagerdaten für die USA wirkten ebenfalls unterstützend, nachdem die gesamten Rohölvorräte in der letzten Woche überraschend um 754 Tsd. und die in Cushing um 1,7 Mio. Barrel gefallen sind. Dass die Benzinbestände zugleich stark um 2,2 Mio. Barrel gestiegen sind, scheint den Markt angesichts der ausgelassenen Stimmung nicht zu besorgen. Es bleibt abzuwarten, ob die jüngsten Angriffe auf die Ölinfrastruktur in Saudi-Arabien zu einer erhöhten politischen Unsicherheit in der Region führen. Gestern wurde bekannt, dass ein Tanker am Liegeplatz in einem Hafen im Roten Meer in Saudi-Arabien angegriffen wurde. Das Rote Meer zählt aufgrund seiner Lage zu den verkehrsreichsten Schifffahrtsstraßen der Welt: Allein im Oktober passierten 306 Tankschiffe den Suezkanal, die alle auch im Roten Meer gefahren sind. Bereits am Wochenende hatten die jemenitischen Huthi-Rebellen eine Ölanlage in Dschidda in Saudi-Arabien mit Marschflugkörpern angegriffen. Wir rechnen nicht mit einer Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, zumal sich aktuell sogar die Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien zu verbessern scheinen. Am Wochenende hat sich angeblich der israelische Ministerpräsident Netanjahu mit dem saudischen Kronprinz bin Salman in Anwesenheit von US-Außenminister Pompeo in Saudi-Arabien getroffen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin läuft Gold den Rang ab

Gold hat sich nach dem Absturz zu Wochenbeginn knapp oberhalb von 1.800 USD je Feinunze stabilisiert. Zu einer nennenswerten Gegenbewegung ist es bislang aber nicht gekommen. Erschwert wird diese durch anhaltende ETF-Verkäufe. Auch gestern sind wieder sechs Tonnen aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs abgeflossen. Damit gab es an neun der letzten zehn Handelstage Abflüsse, die sich auf mehr als 80 Tonnen summieren. Wie wir bereits gestern geschrieben hatten, stehen die Gold-ETFs vor dem stärksten Monatsabfluss seit fast vier Jahren. Auf der anderen Seite steigt mit den anhaltend hohen Infektionszahlen und verlängerten Lockdowns in vielen Ländern die Notwendigkeit für weitere Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik. Ein Impfstoff kann hier kurzfristig keine Abhilfe schaffen. Aus diesem Grund dürften schon in Kürze neue Stimulierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, wovon Gold profitieren sollte. In diesem Umfeld dürfte Gold zunächst in einer Spanne von 1.800-1.850 USD seitwärts notieren. Deutlich besser als Gold entwickelte sich zuletzt Platin, das heute auf ein 2-Monatshoch von 970 USD je Feinunze steigt und seit Wochenbeginn ein Plus von 2% aufweist. Der Preisabschlag gegenüber Gold hat sich im Zuge dessen auf 840 USD verringert. So niedrig war er zuletzt im März. Im Gegensatz zu Gold gab es bei Platin auch nennenswerte ETF-Zuflüsse. Allein in den letzten drei Handelstagen beliefen sich diese auf knapp 60 Tsd. Unzen. Auslöser des Stimmungsumschwungs dürfte die Einschätzung des World Platinum Investment Council aus der vergangenen Woche gewesen sein, wonach der Platinmarkt deutlich angespannter ist als zuvor gedacht. Dies spricht für einen weiteren Preisanstieg bei Platin.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Metallpreise weiter im Aufwind, Anstieg stark spekulativ getrieben

Unterstützt durch freundliche asiatische Aktienmärkte und die anhaltend gute Stimmung an den Finanzmärkten legen die Industriemetallpreise weiter zu. Kupfer steigt heute Morgen erstmals seit Januar 2014 auf über 7.400 USD je Tonne. Damit ist es allein im November bislang um 10% gestiegen. Von seinem Tief im März sind es jetzt 60%. Zink nähert sich wieder 2.800 USD je Tonne, was ein 1½-Jahreshoch wäre. Die Performance des Zinkpreises ist fast genauso beeindruckend wie die des Kupferpreises: Seit Monatsbeginn ist Zink ebenfalls um 10% gestiegen, vom März-Tief um 53%. Für alle Metalle gilt, dass sie starken Rückenwind durch ein hohes spekulatives Kaufinteresse erhalten. So wurden laut LME-Statistik in der letzten Woche die Netto-Long-Positionen bei fast allen Metallen ausgeweitet. Im Falle von Zink und Zinn sind sie rekordhoch, im Falle von Aluminium nur knapp unter ihrem Allzeithoch. Der Trend dürfte sich in dieser Woche fortgesetzt haben. Auch an der SHFE scheinen die Spekulanten sehr aktiv zu sein – darauf deutet unseres Erachtens zumindest das in vielen Fällen stark gestiegene „open interest“ hin. Das heißt aber auch, dass sich die Metallpreise von den Fundamentaldaten abgekoppelt haben. So sind die meisten Metallmärkte aktuell stark überversorgt, wie wir in den letzten Tagen hier mehrfach geschrieben haben. Im Trubel der letzten Wochen ging unter, dass China (rekord-)hohe Mengen Metalle produziert hat. Gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros ist die chinesische Kupferproduktion im Oktober gegenüber Vorjahr um 5,4% auf 914 Tsd. Tonnen gestiegen, den höchsten Monatswert in diesem Jahr und den zweithöchsten überhaupt. Auch die Zinkproduktion (+9,3%) ist nicht weit von ihrem Rekordhoch entfernt. Ein solches hat die Bleiproduktion (+9,9%) letzten Monat aufgestellt. Schon im September war die Produktion dieser Metalle stark gestiegen. Die durchaus robuste chinesische Metallnachfrage kann also unseres Erachtens von den Produzenten gut bedient werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.