Währung

Währungen: Positive US-Daten stützen den Dollar

US-Daten und der Dollar

Zuletzt hatten überraschend positive US-Daten dem Dollar eher geschadet als ihn gestützt, da sie für “Risk-On” an den Märkten sorgten und die US-Währung entsprechend weniger als sicherer Hafen gefragt war (zwei Erklärungen für die Sicherer-Hafen-Eigenschaft wurden gestern an dieser Stelle von meinem Chef Ulrich Leuchtmann gegeben). Doch vollkommen ignorieren kann der Markt die Daten für den Dollar dann eben doch nicht, insbesondere wenn sie so derart positiv überraschen wie die Zahlen zu den offenen Immobilienverkäufen gestern. Diese machten im Mai mit einem Plus von 44% zum Vormonat einen noch nie gesehenen Sprung nach oben und übertrafen den Analysten-Konsens bei weitem. Klar, man mag darauf verweisen, dass sie immernoch unter Vorkrisenniveau liegen. Dennoch wurde der Markt in seiner Erwartung, dass sich die Wirtschaft nach dem Lockdown doch schneller erholt als viele Ökonomen vorhersagen, bekräftigt. Das wiederum dürfte auch die Ängste vor einer zweiten Welle deutlich dämpfen. Denn selbst wenn es zu einem landesweiten Zurückrollen der jüngsten Corona-Lockerungen in den USA kommen würde, würden die Investoren wohl darauf bauen, dass sich die Wirtschaft letztlich ähnlich dynamisch erholt, wie nach dem ersten Lockdown.

Nur, wie wir oft genug warnen, ist es noch viel zu früh, zu sagen, wie die Erholung tatsächlich verlaufen wird. Auch wenn die Wirtschaftsentwicklung nach den ersten Lockdown-Lockerungen bislang durchaus erfreulich wirkt, so ist doch die Wahrscheinlichkeit groß, dass dies lediglich ein Reflex auf die zuvor, teils erzwungenen, Einbrüche in der Aktivität ist, der schnell wieder auslaufen wird. Noch viel wichtiger aber ist, dass noch kein klarer Unterschied zu der Erholung in Europa auszumachen ist, die bislang ebenfalls recht positiv zu verlaufen scheint, wie beispielsweise die Stimmungsindikatoren suggerieren. Summa summarum: Ich wäre vorsichtig, auf den USD als Krisengewinner zu setzen.

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SNB dürfte aktiv bleiben

Die Sichteinlagen der Schweizer Banken bei der SNB – ein Indikator für die Interventionsaktivität der Notenbank – legen weiter zu, jedoch in einem weitaus niedrigerem Tempo als zur Hochphase der Coronakrise. Da sich die Lage an den Märkten entspannt hat, wodurch auch die Flucht in sichere Häfen nachgelassen hat und EUR-CHF sich von seinen Tiefs um 1,05 entfernen konnte, macht es natürlich Sinn, dass die SNB nicht mehr allzu aggressiv gegen einen starken Franken vorgeht. Doch ganz wird sie ihre Interventionen in absehbarer Zeit wohl nicht einstellen. Zwar notiert EUR-CHF ja eigentlich schon wieder nahe seiner Vorkrisenniveaus von Ende Januar. Aber zum einen war auch das schon ein für den Geschmack der SNB sicherlich zu starkes Franken-Niveau. Und zum anderen hat sich der Wirtschaftsausblick seither massiv eingetrübt, sodass ihr nun eine eher schwächere Währung gelegen kommen würde. So stellte sie ihre Interventionen nach der Aufgabe des EUR-CHF-Mindestkurses auch erst mehr als zwei Jahre später ein als der Wechselkurs bei über 1,14 notierte und sich die Schweizer Wirtschaft im Aufschwung befand. Von beidem sind wir aktuell weit entfernt. Insofern würde es mich nicht wundern, wenn sich der moderate Aufwärtstrend bei den Sichteinlagen fortsetzt und die SNB insbesondere in Zeiten von Risk-On die Gelegenheit nutzt, EUR-CHF nach oben zu schieben.

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CNY: Einkaufsmanagerindizes gestiegen

Die offiziellen Einkaufsmanagerindizes (PMI) Chinas haben im Juni trotz Angst vor einem erneuten Virusausbruch in Peking zugelegt. Das mag durchaus eine positive Überraschung sein. Fakt ist jedoch, dass die von uns verfolgten Hochfrequenzdaten im letzten Monat in gewisser Weise positiv blieben. Das legt nahe, dass die Erholung auf Kurs bleibt. Demgemäß dürfte das Wachstum Chinas gegenüber dem Vorjahr im 2. Quartal wieder positiv ausfallen. Das dürfte die Hoffnung schüren, dass die virusbedingten Auswirkungen möglicherweise überschätzt wurden. Obwohl sich alle Unsicherheitsfaktoren klar abzeichnen, dürfte die kurzfristige Marktdynamik durch einen solchen Enthusiasmus Auftrieb erhalten. Auch der Wechselkurs des CNY dürfte gegenwärtig einen gewissen Aufwertungstrend einschlagen.

In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass der US-Handelsminister Wilbur Ross erklärt hat, seine Abteilung werde Hongkong keine Vorzugsbehandlung mehr zukommen lassen. Und das schließe auch Befreiungen von Exportlizenzen ein. Konkret machte Ross deutlich, dass derzeit weitere Maßnahmen geprüft würden, um die Sonderbehandlung Hongkongs abzuschaffen. Dies kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Washington den Druck auf China infolge seiner Entscheidung, Hongkong neue Sicherheitsgesetze aufzuoktroyieren, erhöht. Gleichwohl wurden heute von Chinas oberstem Gesetzgebungsorgan neue nationale Sicherheitsgesetze für Hongkong verabschiedet.

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