Rohstoffe

Vielerlei Risiken für den Ölpreis

Energie: Vielerlei Risiken für den Ölpreis

Die OPEC-Staaten und deren Alliierte (sog. OPEC+) haben gestern auf ihrem ministeriellen Treffen (JMMC) vorerst keine Änderung der Förderpolitik beschlossen und halten noch an ihrem Ausstiegsplan fest, die Ölproduktion Anfang 2021 um weitere 1,9 Mio. Barrel täglich zu erhöhen. Doch zugleich hat der saudische Ölminister eine proaktive Haltung angemahnt, sollte sich die Nachfrage bis dahin nicht wie erhofft dynamisch erholen. Wir sehen dafür keinen Konsens innerhalb der Gruppe. Angesichts vieler großer finanzieller und wirtschaftlicher Herausforderungen dürften sich die Risse innerhalb der Allianz demnächst sogar eher vergrößern. Hauptproblem bleibt die nach wie vor schwache Nachfrage und die Ungewissheit in Bezug auf ihre weitere Entwicklung, was gegen eine Produktionsausweitung spricht. Zugleich steigt die Produktion in einigen Ländern, die sich nicht am Kürzungsabkommen beteiligen. Eine noch größere “Gefahr” für das “OPEC+”-Abkommen als die zuletzt starke Erhöhung der libyschen Produktion stellt u.E. die wahrscheinliche Rückkehr der iranischen Ölexporte im Falle eines Wahlsieges des demokratischen Herausforderers Biden dar. In diesem Fall könnten recht schnell rund 2 Mio. Barrel täglich zusätzlich auf den Weltmarkt kommen. Aber auch in den USA scheint sich die Produktion wiederzubeleben. So ist dort die Zahl aktiver Ölbohrungen in der letzten Woche um 12 gestiegen, der stärkste Wochenanstieg seit Januar. Mit 205 aktiven Bohrungen stieg deren Zahl binnen zwei Monaten um 23. Die Konsolidierung in der Schieferölindustrie hält unterdessen an und dürfte längerfristig zur Stabilisierung der Branche beitragen. Auch angesichts der eher optimistischen Haltung der Anleger am Ölmarkt sehen wir in den kommenden Tagen für den Ölpreis durchaus Potenzial nach unten. So sind die Netto-Long-Positionen der Finanzanleger bei Brent an der ICE in der Woche zum 13. Oktober um über 40% auf über 116 Tsd. Kontrakte gestiegen. Dies ist zwar noch keine spekulative Überhitzung, doch mahnt der höhere Optimismus der Anleger eher zu Vorsicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Anhaltend schwache Goldnachfrage in Asien

Gold und die anderen Edelmetalle zeigten sich gestern zunächst fest und legten unterstützt durch einen schwachen US-Dollar zu. Gold stieg zeitweise auf knapp 1.920 USD je Feinunze, Silber erreichte fast die 25 USD-Marke. Am Nachmittag ging den Edelmetallen allerdings die Puste aus, so dass bis zum Handelsende fast alle Gewinne abgegeben wurden. Heute Morgen rutscht Gold wieder unter 1.900 USD, Silber notiert bei 24,5 USD. Der Preisrückgang seit gestern Nachmittag wird auf Fortschritte in den Verhandlungen über ein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft zurückgeführt. Auf demokratischer Seite war von einer Annäherung die Rede. Heute Abend soll feststehen, ob das Hilfspaket noch vor der Präsidentenwahl in zwei Wochen verabschiedet werden kann. Der Markt wird die Gespräche in Washington daher wohl eng verfolgen. Gold könnte im Falle einer Einigung profitieren, da dann wohl auch der US-Dollar weniger gefragt sein und eher abwerten dürfte.

Die Goldnachfrage in Asien war im September wie von uns erwartet sehr verhalten. Die Schweiz hat gemäß Daten der Zollbehörde lediglich 5 Tonnen Gold nach Indien exportiert und nur 1,5 Tonnen nach China. Damit wurden die zarten Hoffnungspflänzchen des Vormonats, dass sich die Goldnachfrage in diesen beiden Ländern zumindest etwas erholen würde, zunichtegemacht. Dem Goldpreis fehlt also von dieser Seite her weiter die Unterstützung. Für steigende Preise bedarf es offensichtlich einer anhaltend robusten Investmentnachfrage. Diese war zumindest im September noch vorhanden, wie man an fast 54 Tonnen Zuflüssen in die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs erkennen kann. Entsprechend hat die Schweiz letzten Monat knapp 51 Tonnen Gold nach Großbritannien exportiert, deutlich mehr als im Vormonat. Die Ausfuhren in die USA, wo der weltgrößte Gold-ETF beheimatet ist, gingen allerdings weiter zurück.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Globaler Kupfermarkt erst im nächsten Jahr im Überschuss

Die International Copper Study Group (ICSG) hat gestern in ihrem Ausblick für den globalen Kupfermarkt umfangreiche Revisionen im Vergleich zu ihrer Herbsttagung vor einem Jahr vorgenommen. Sie erwartet nun für dieses Jahr ein moderates Angebotsdefizit in Höhe von 52 Tsd. Tonnen (zuvor Überschuss von 281 Tsd. Tonnen). Das Defizit soll in erster Linie durch die starke augenscheinliche chinesische Kupfernachfrage zustande kommen, die sich bislang in sehr hohen Importen widergespiegelt hat. China gleicht damit die Nachfrageschwäche in allen anderen Regionen aus, so dass die Nachfrage auf globaler Ebene weitgehend unverändert bleibt. Die Minenproduktion soll wegen coronabedingter Einschränkungen in diesem Jahr um 1,5% fallen, die Raffinadeproduktion aber immerhin noch um 1,6% steigen. Von ihren bisherigen Produktionsprognosen hat die ICSG rund 700 Tsd. bzw. 850 Tsd. Tonnen abgeschnitten. Für das nächste Jahr erwartet die ICSG, dass der globale Kupfermarkt in einen Überschuss von 70 Tsd. Tonnen dreht. Hierzu tragen die Erholung der Minenproduktion (+4,6%) und der weitere Anstieg der Raffinadeproduktion (+1,6%) bei. Die Nachfrage soll zwar leicht um 1,1% zulegen. Das reicht aber nicht aus, um das vermehrte Angebot aufzunehmen. Während sich die Nachfrage außerhalb Chinas erholt, unterstellt die ICSG für China einen Rückgang. Sie geht nicht davon aus, dass China die hohen Importe beibehalten wird. Weder das Defizit in diesem Jahr noch der Überschuss im nächsten sind unseres Erachtens groß genug, um einen wesentlichen Einfluss auf den Kupferpreis zu haben. Wir denken daher, dass er zunächst weiter durch makroökonomische Einflüsse bestimmt und stimmungsgetrieben sein wird.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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