Rohstoffe

Verschnaufpause oder Korrektur bei Gold und Silber?

Energie: Stimmung am Ölmarkt trotz guter Nachrichten eingetrübt

Licht und Schatten wechseln sich am Ölmarkt fast im Tagesrhythmus ab. Eigentlich sind die jüngsten Nachrichten unterstützend, doch die Stimmung hat sich angesichts der Spannungen zwischen China und den USA eingetrübt, weshalb die Ölpreise wieder unter Abgabedruck stehen. China hat im Juli mit 51,3 Mio. Tonnen bzw. über 12 Mio. Barrel täglich 25% mehr Rohöl importiert als im Vorjahr. Die weiterhin extrem hohen Volumina sind u.a. der Tatsache geschuldet, dass darunter auch einige Lieferungen sind, die zum Zeitpunkt des Preiskriegs zwischen Saudi-Arabien und Russland zu günstigen Preisen geordert wurden, im Juni jedoch nicht mehr entladen werden konnten. Die gestern gemeldeten saudischen Verkaufspreise für September (OSP) sind entgegen anderweitiger Erwartungen kaum gefallen, was auf eine weiter angespannte Liefersituation hindeutet. Der Irak hat derweil angekündigt, seine Produktion im August um zusätzliche 400 Tsd. Barrel täglich zu reduzieren, um damit die vorherige Überproduktion auszugleichen. Doch all diese stützenden Nachrichten verpuffen heute. Am Ölmarkt war in den letzten Monaten die Stimmung offenbar wichtiger als die fundamentale Lage.

Energie: Höhenflug der Gaspreise nicht von Dauer

Nicht nur der Ölpreis, sondern auch die Gaspreise dies- und jenseits des Atlantiks sind zuletzt gestiegen. Der US- (Henry Hub) und der europäische Gaspreis (NCG) haben sich binnen 10 Tagen um jeweils 50% auf über 2,2 USD je MMBtu bzw. 7,1 EUR je MWh verteuert. Das heiße Wetter, die Erwartungen einer Nachfrageerholung auf der einen und die geringere Produktion bzw. Importe auf der anderen Seite sorgten für Unterstützung. Dass die Preise im Gleichklang steigen, ist durch ihre Verbindung über die Flüssiggaslieferungen (LNG) zu erklären. Die asiatischen LNG-Preise legten zuletzt ebenfalls um 40% auf den höchsten Stand seit März zu. Die hohen Lagerbestände stehen einem weiteren Preisanstieg allerdings im Wege. In der EU sind die Speicher bereits zu rund 87% gefüllt. In den USA liegen sie mit 3,27 Bio. Kubikfuß 22,5% über dem Niveau des Vorjahres bzw. 15% über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB3T6WLongGas Oil FutureFaktor: 6
SB3T6QShortGas Oil FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetallle: Verschnaufpause oder Korrektur?

Der Höhenflug von Gold und Silber setzte sich heute Morgen zunächst fort. Gold verzeichnete gleich zum Auftakt des asiatischen Handels ein neues Rekordhoch von 2.075 USD je Feinunze. Silber erreichte nahezu zeitgleich fast die Marke von 30 USD, die zum letzten Mal im Februar 2013 überschritten wurde. Von diesen Niveaus haben sich die Preise mittlerweile teilweise deutlich entfernt. Gold handelt inzwischen bei 2.060 USD, Silber bei gut 28 USD. Ob dies mehr ist als eine kurze Verschnaufpause vor einem erneuten Anstieg, bleibt abzuwarten. Die Zeit für eine Korrektur wäre zumindest reif. Gold hat seit Wochenbeginn schon wieder ca. 100 USD zugelegt, seit Mitte Juli fast 300 USD. Bei Silber beläuft sich das Wochenplus auf rund 20%. Dies folgt dem stärksten Monatsanstieg seit mehr als 40 Jahren. Der RSI bei Gold liegt mit knapp 90 deutlich im überkauften Bereich, der von Silber mahnt mit gut 80 ebenfalls zur Vorsicht. Deutliche Verluste verzeichnen heute Platin und Palladium. Platin war zuvor erstmals seit Februar kurzzeitig über die Marke von 1.000 USD je Feinunze gestiegen. Gold, Silber und Platin vermeldeten gestern ETF-Zuflüsse. Bei Gold wurde mit 30 Tagen ununterbrochener Zuflüsse ein neuer Rekord aufgestellt. Durch den gestrigen kräftigen Zufluss bei Silber wurden die Abflüsse in den Tagen zuvor nahezu vollständig wieder aufgeholt. Bei einem Gold/Silber-Verhältnis von rund 70 ist Silber allerdings nicht mehr deutlich unterbewertet, so dass dies als Grund für die ETF-Käufe mittlerweile nicht mehr herhalten kann. Die Unterbewertung gilt allerdings weiterhin für Platin, das inzwischen fast 1.100 USD je Feinunze günstiger ist als Gold. Möglicherweise auch deshalb verzeichnet Platin nennenswerte ETF-Zuflüsse. Diese summieren sich in den letzten vier Wochen auf mehr als 240 Tsd. Unzen, womit seit Jahresbeginn inzwischen Netto-Zuflüsse zu Buche stehen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: 6
SB3T60LongSilver Future Faktor: 6
SB3T6JShortSilver Future Faktor: 6
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: China importiert rekordhohe Mengen Eisenerz und Kupfer

Die Metallpreise geben zum Wochenausklang leicht nach, was wir auf den festeren US-Dollar zurückführen. Ebenso haben sich die Parteien in den USA noch nicht auf weitere Stimulierungsmaßnahmen für die Wirtschaft einigen können, was ebenfalls auf die Stimmung drückt. Kupfer fällt heute Morgen auf gut 6.400 USD je Tonne zurück. Interessanterweise gibt die chinesische Handelsstatistik den Preisen keinen Auftrieb. Diese ist überraschend gut ausgefallen: Der Handelsbilanzüberschuss ist im Juli entgegen den Erwartungen deutlich gestiegen. Dies war wiederum auf stark gestiegene Exporte zurückzuführen, die auf eine Erholung der globalen Nachfrage hindeuten, während die Importe leicht zurückgingen. Die höheren Exporte machen sich auch bei Stahl und Aluminium bemerkbar: Sie sind gegenüber Vormonat gestiegen, lagen aber noch deutlich unter ihren Vorjahresniveaus. Die insgesamt betrachtet verhaltenen Importe spiegeln sich dagegen nicht in den Rohstoffen wider. Im Gegenteil, China hat im Juli rekordhohe Mengen Eisenerz und Kupfer eingeführt. Gemäß Daten der Zollbehörde sind die Eisenerzimporte im Vergleich zum Vorjahr um 24% auf fast 113 Mio. Tonnen gestiegen. Die Einfuhren von unbehandeltem Kupfer machten sogar einen Satz um über 80% auf 762 Tsd. Tonnen nach oben. In beiden Fällen haben die chinesischen Händler offenbar weiterhin opportunistisch gehandelt und die niedrigen Preise im Frühjahr – Eisenerz kostete zwischen 80 und 90 USD je Tonne, Kupfer notierte im April und Mai bei 5.000 bis 5.500 USD je Tonne – zu umfangreichen Käufen genutzt. Zwischen den Käufen und den Importen liegen in der Regel zwei bis drei Monate. Die äußerst hohen Importe im Juni und Juli dürften zum Teil zum Aufbau von Reserven verwendet worden sein.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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