Rohstoffe

Verschnaufpause bei Gold und Silber

Energie: US-Dollar-Schwäche unterstützt den Ölpreis

Neben der guten Disziplin der OPEC+ dürften die Stützungsmaßnahmen der Regierungen und der Zentralbanken zur Ölpreiserholung seit Mai beigetragen haben. Doch während Erstere eher längerfristig die physische Nachfrage unterstützen, wirken sich die Maßnahmen der Zentralbanken unmittelbar auf die Vermögenspreise aus. Die beispiellose Ausweitung der Geldmenge insbesondere in den USA dürfte die Ölpreisrally seit April unterstützt haben. Hier spielt neben der Flucht in “Sachwerte”, zu denen auch Gold und Rohstoffe gehören, der schwache US-Dollar eine Rolle. Denn i.d.R. besteht ein umgekehrter Zusammenhang, sprich negative Korrelation, zwischen dem Außenwert des US-Dollar und den Ölpreisen. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist nun auf ein 2-Jahrestief gefallen, was den Ölpreis also auch unterstützt. Doch all die geldpolitischen Maßnahmen dürften mittelfristig an Wirkung verlieren, wenn die physische Nachfrage nicht wie erhofft anzieht. Und diesbezüglich haben wir aktuell Zweifel.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6NCallOil Brent FutureHebel: 7,5
CL98SEPutOil Brent FutureHebel: 7,7
SB9B6GCallOil WTI Light FutureHebel: 7,6
CL470SPutOil WTI Light FutureHebel: 7,4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: CO2-Preis weiter auf Rückzug

Laut der Klimaforschungsgruppe Ember haben im ersten Halbjahr 2020 erneuerbare Energien in der EU-27 erstmals mehr Strom erzeugt als fossile Brennstoffe (Anteile von 40% bzw. 34%). Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg dabei um 11%, während die aus fossilen Brennstoffen um 18% zurückging. Dazu hat auch der Corona-bedingte Stromnachfragerückgang um 7% beigetragen. Kohle nahm mit einem Einbruch um 32% die Hauptlast auf sich. Polen hat erstmals mehr Kohlestrom als Deutschland erzeugt und auch so viel wie die übrigen 25 EU-Länder zusammen. In Folge der geringen Kohleverstromung sind die CO2-Emissionen im Stromsektor um etwa 23% eingebrochen. Die Korrektur des CO2-Preises setzt sich nun fort, wobei er nach dem erfolglosen Versuch, die Schallmauer von 31 EUR je Tonne zu durchbrechen, mittlerweile auf 25 EUR gefallen ist. Trotz der kurzfristig negativen Dynamik bleiben wir wegen des politischen Willens mittel- bis langfristig von steigenden Preisen überzeugt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3F6NLongICE ECX EUA FutureFaktor: 2
CJ3F6RShortICE ECX EUA FutureFaktor: -2
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Edelmetalle: Preiskorrektur bei Gold und Silber

Gold setzte seinen Höhenflug zunächst fort und stieg in der Nacht auf ein Rekordhoch von gut 1.980 USD je Feinunze. Der Gold-Future in New York erreichte erstmals die Marke von 2.000 USD. Von diesen Niveaus haben sich die Preise inzwischen allerdings deutlich entfernt. Gold ist am Morgen kräftig unter Druck geraten und auf gut 1.900 USD zurückgefallen. Noch ausgeprägter war die Preisbewegung bei Silber. Einem Sprung auf ein 7-Jahreshoch von 26,2 USD folgte ein scharfer Rücksetzer auf 23 USD. Es gab auch erste Warnsignale, die auf eine bevorstehende Korrektur hindeuteten. So war Gold mit einem RSI von 84 deutlich überkauft. Darüber hinaus dürften der kräftige Preisanstieg und das rekordhohe Preisniveau in nahezu allen Währungen die physische Nachfrage insbesondere in Asien, aber nicht nur dort, noch für lange Zeit schwer belasten. Aktuelle Daten aus China zeigen ein verheerendes Bild. So berichtet der Verband der chinesischen Goldproduzenten einen Rückgang der Goldnachfrage im ersten Halbjahr um 38% gegenüber dem Vorjahr. Laut Daten der Statistikbehörde von Hongkong lagen die Netto-Goldimporte Chinas aus Hongkong im ersten Halbjahr 91% unter dem Vorjahresniveau. Die Aussichten für das zweite Halbjahr sind angesichts der stark gestiegenen Preise nicht besser geworden. Es hängt somit stark davon ab, dass die Anleger im Westen weiterhin bereit sind, auch bei den derzeitigen Preisen große Mengen Gold zu kaufen. Noch scheint dies der Fall zu sein, wie die anhaltenden Zuflüsse in die Gold-ETFs zeigen. Offenbar schauen sich die Anleger aber verstärkt nach günstigeren Alternativen um. Die Silber-ETFs verzeichnen deshalb schon seit längerem massive Zuflüsse. Zuletzt meldeten auch die Platin-ETFs ein steigendes Interesse. Allein in den letzten vier Handelstagen gab es dort Zuflüsse von knapp 120 Tsd. Unzen, womit die Platin-ETFs alle vorherigen Abflüsse in diesem Jahr wettgemacht haben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
CJ7RMELongPlatinum FutureFaktor: 3
CJ7RL9ShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Die Kupferpreisrally verliert an Schwung

Der Kupferpreisrally scheint etwas die Luft ausgegangen zu sein. Seit 2½ Wochen bewegt sich Kupfer seitwärts um 6.500 USD je Tonne. Diese Marke ist offenbar schwierig zu überwinden. Die Marktteilnehmer schwanken derzeit wohl zwischen Angebotssorgen und Befürchtungen, dass eine neue Welle mit Covid-19-Neuinfektionen die Erholung der Nachfrage abwürgt. Auf der Angebotsseite gibt es Zeichen der Entspannung: In Chile hat sich die Gewerkschaft mit dem Betreiber der “Zaldivar”- und “Centinela”-Kupfermine auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, so dass der angedrohte Streik vermieden wurde. Nach wie vor ist es in Chile auch nicht zu nennenswerten Produktionsausfällen wegen des Coronavirus gekommen. Laut Aussagen verschiedener Minenbetreiber werden die Minen zwar mit weniger Personal betrieben, die Produktion soll aber weitgehend normal laufen. Dies dürfte auch das nationale Statistikinstitut bestätigen, wenn es in den nächsten Tagen die Produktionsdaten für Juni veröffentlicht. Die Angebotssorgen der Marktteilnehmer, die oft als Grund für den Preisanstieg der letzten Monate herangezogen werden, waren bislang also großteils unbegründet.

Zinn löst Kupfer an der Spitze ab

Zinn hat erstmals seit einem Jahr wieder die Marke von 18.000 USD je Tonne überwunden. Seit Jahresbeginn ist Zinn mittlerweile um 5% gestiegen. Es hat damit Kupfer von der Spitze der Industriemetalle verdrängt. Der Zinnmarkt ist unter den Metallmärkten eine Ausnahme: Dort hat das Coronavirus offenbar stärkere Auswirkungen auf das Angebot als auf die Nachfrage, so dass der Markt gemäß Daten des World Bureau of Metal Statistics in den ersten fünf Monaten des Jahres im Angebotsdefizit war. Zum Teil kommt das Defizit durch freiwillige Produktions- und Exportkürzungen in Indonesien wegen der zuvor niedrigen Preise zustande. Mit den jetzt wieder höheren Preisen dürfte aber auch wieder mehr Material an den Markt gelangen. Wir gehen daher nicht davon aus, dass sich der Aufwärtstrend des Zinnpreises noch lange fortsetzt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper Future Faktor: 5
CJ3D7RShortCopper Future Faktor: -5
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