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MDAX-Werte mit Baisse-Trends

Verkäufe bei RTL, Telefonica Deutschland und Wacker Chemie – Auch die deutschen Aktienindizes sind nach den Kursgewinnen in den ersten Monaten des Jahres 2019 zuletzt in Konsolidierungen hineingelaufen. Solche Kon-solidierungen, die auch in den kommenden Wochen anhalten sollten, sorgen im Regelfall für eine Aufspaltung bei den Kurstendenenz. Deshalb gibt es nicht nur bei den europäischen Standardwerten aus dem Stoxx 50 und Euro Stoxx 50 sondern auch im MDAX Titel, die mit einer relativen Schwäche bzw. mit intakten mittelfristi-gen Baisse-Trends zu kämpfen haben. Diese Werte bieten sich zurzeit – und beson-ders in einer Stabilisierung / moderaten Kurserholung – für einen technischen Tausch bzw. einen Verkauf an. Im MDAX sind die Telekomwerte 1&1 Drillisch, Freenet und Telefonica Deutschland zu nennen. Hinzu kommen die Medienwerte Axel Springer und RTL. Aber auch bei Hochtief, Norma, Osram und Wacker Chemie mahnt die angeschlagene technische Gesamtlage zur Vorsicht.

RTL Group: Im Baisse-Trend

Die RTL Group erreichte nach der MDAX-Aufnahme im September 2013 bei €99,9 ein Zwischenhoch. Seitdem befindet sich der Titel in einer Abwärtsbewegung. Ab dem Jahr 2015 (Kursen um €85,0) ergab sich dann bei dem RTL, dessen Großaktionär Bertelsmann ca. 75,1% der Aktien hält, ein Abwärtstrend, der sich danach zu einem Baisse-Trend aus-geweitet hat. In den Jahren 2017/2018 ergab sich unter hohen Schwankungen eine Stabilisierung im Bereich der Support-Zone von €56,5 bis €63,5. Ende 2018 wurde der Baisse-Trend aber mit einem übergeordneten Verkaufssignal (Rutsch durch diesen Support) wieder aufgenommen und die Abwärtsbewegung in RTL hat sich sogar beschleunigt. Der seit einem halben Jahr vorliegende beschleunigte Baisse-Trend liegt zurzeit €53,0. Zuletzt ist RTL, die mit der Konkurrenz aus dem Internet und von Streaming-Diensten zu kämpfen hat, aus der Konsolidierung um €50,0 mit einem weiteren Trading-Verkaufssignal unter Druck gekommen. Hierbei hat der Titel – begleitet von steigenden Handelsvolumina – neue Jahres-Lows geliefert. Als Konsequenz fehlen die technischen Hinwiese, dass die Aktie bereits in den kommenden Monaten in eine Bodenformation hineinläuft. Trotz der hohen (Brutto-)Jahresdividendenrendite mahnt das Gesamtbild zur Vorsicht, so dass der Titel weiterhin einen Tausch bzw. Verkauf darstellt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKNTypBasiswertMerkmale
CU0B6TLongRTL GroupFaktor 2
CJ8JSDShortRTL GroupFaktor -2

Telefonica Deutschland: Neues Life-Time-Low

Telefonica Deutschland Holding bietet in Deutschland eine umfangreiche Palette von Telekommunikationsdiensten an, wobei die Aktie des Unternehmens sowohl im MDAX als auch im TecDAX vertreten ist. Zwar gehören Titel aus dem Telekomsektor im Regelfall zu den technisch defensiven Werten an den europäischen und deutschen Aktienbörsen, jedoch schützt dies nicht vor der Etablierung einer stabilen, langfristigen Abwärtsbewegung. Telefonica Deutschland hatte im Oktober 2015 bei Kursen um €6,0 sein bisheriges Allzeithoch. Seitdem hat der Titel eine Abwärtsbewegung etabliert, die sich in den letzten Jahren zu einer stabilen, technischen Baisse ausgeweitet hat. Die zentrale, jetzt fast vierjährige Baisse-Trendlinie liegt zurzeit bei ca. €4,0. Ab Mitte 2016 war die Aktie oberhalb der Support-Zone um €3,3 seitwärts gelaufen. Jedoch sorgt der seit Mitte 2017 und Startkursen bei €4,9 vorliegende, zusätzliche, mittelfristige Baisse-Trend für eine weitere technische Eintrübung. Mit dem Verkaufssignal (Januar 2019; Rutsch durch die zweijährige Support-Zone um €3,3) kommt es zu einer Baisse-Verschärfung und einer beschleunigten Abwärtsbewegung, wobei die Aktie mit Kursen um €2,5 zuletzt neue Jahres- und Baissetiefs erreicht hat. Als Konsequenz mahnt die technische Gesamtlage weiterhin zur Vorsicht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKNTypBasiswertMerkmale
CU0B1BLongTelefónica Deutschland Holding AG Faktor 4
CJ8JUEShortTelefónica Deutschland Holding AG Faktor -4

Wacker Chemie: Im Baisse-Trend

Wacker Chemie ist ein weltweit tätiges Spezialchemieunternehmen, wobei ein Geschäftsschwerpunkt in der Produktion von hochreinem Polysilizium für die Photovoltaik und Elektronik liegt. Die Aktie von Wacker Chemie befindet sich seit 2006 in einer übergeordneten, breiten Seitwärtspendelbewegung mit der gestaffelten SuUnterstützungszone von €40,0 bis €60,0 und der gestaffelten Widerstandszone von €175,0 bis €200,0. In den letzten 15 Jahren kam es – innerhalb dieser Seitwärtspendelbewegung – regelmäßig zu einem Wechsel von „normalen“ technischen Hausse- und Baisse-Trends, die die Aktie jeweils an die Ränder dieser übergeordneten Bewegung geführt haben. Der letzte Hausse-Trend (von 11/2012 bis 01/2018) hatte bei der Aktie einen Kursanstieg von €40,5 auf €176,8 bewirkt. Seit dem Jahresanfang 2018 ist der Kurs der Aktie aber wieder umgeschlagen und die laufende Abwärtsbewegung hat sich aufgrund von mehreren Verkaufssignalen wieder zu einem Baisse-Trend (Baisse-Trendlinie bei ca. €83,0) ausgeweitet. Zuletzt hat Wacker Chemie, die nach Marktkapitalisierung im Streubesitzt zurzeit die kleinste Aktie im MDAX sind und damit immer in der Diskussion stehen aus dem Index genommen zu werden, aus technischer Sicht Schwierigkeiten die Unterstützung im Bereich um €73,0 zu verteidigen. Aufgrund der ausgeprägten relativen Schwäche der Aktie (gegenüber dem MDAX) und der intakten Baisse-Bewegung sollte die defensive, technische Haltung gegenüber Wacker Chemie weiterhin nicht gelockert warden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKNTypBasiswertMerkmale
CU0B7PLongWacker Chemie AG Faktor 2
CJ8JSSShortWacker Chemie AG Faktor -2

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