Währung

USA: Droht die nächste Welle?

Infektionsgeschehen in den USA

Dass das erste TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden eine Schlammschlacht werden würde, das war wohl zu erwarten. Heute früh kann sich der US-Dollar zwar etwas erholen. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die US politischen Risiken hoch bleiben, nicht zuletzt, da Trump gestern erneut warnte, dass er das Ergebnis einer Briefwahl infrage stellen würde. Vielmehr wird der US-Währung wohl eine kleine Verschnaufpause nach dem scharfen Abwertungstrend der letzten beiden Tage gegönnt. Natürlich, die Angst vor einer zweiten Viruswelle ist noch lange nicht gebannt. Doch ich kann mir vorstellen, dass so langsam Zweifel aufkommen, dass die USA, die zwar einen neuerlichen starken Anstieg der Infektionen schon erlebt haben, verschont bleiben, wenn im Rest der Welt das Infektionsgeschehen wieder zunimmt. Noch liegt die Infektionsrate in den USA auf einem niedrigeren Niveau als vor wenigen Monaten, doch der Trend steigt bereits wieder an. Setzt sich der Anstieg fort, dürfte auch hier die Angst vor einer nächsten Viruswelle wieder steigen und der Dollar entsprechend unter Druck geraten. Fakt ist: Auch ein halbes Jahr nach Ausbruch der Pandemie lässt sich nicht sicher sagen, ob die USA oder Europa die Krise besser bewältigen. Und daher ist insbesondere größere USD-Euphorie, wie in früheren Krisen, in der die USA sich typischerweise als resilienter erwiesen, nicht angebracht.

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Inflation und Euro

Der Euro reagierte gestern kaum auf die schwachen Verbraucherpreisdaten aus Deutschland und Spanien, die Vorboten für die Gesamt-Euroraum-Zahlen heute. Tatsächlich sind die Implikationen einer niedriger als erwarteten Inflation für die Euro-Wechselkurse derzeit gar nicht mal so trivial. In normalen Zeiten wäre die niedriger als erwartete Teuerungsrate ein negatives Signal für den Wechselkurs, weil davon auszugehen wäre, dass die Notenbank mittels einer expansiveren Geldpolitik – insbesondere aber mittels Zinssenkungen – gegen den Inflationstrend vorgeht. Nun ist aber alles andere als klar, ob und wie weit die EZB ihre Zinsen noch senken kann. Der Markt spekuliert zwar seit einigen Wochen wieder darauf, dass es womöglich doch noch tiefer in den negativen Bereich gehen könnte. Aber es dürften noch reichlich Zweifel bezüglich eines solchen Schrittes bestehen. Wie mein Chef Ulrich Leuchtmann erst vor wenigen Tagen erklärte: Wenn noch signifikanter Zinssenkungsspielraum bestehen würde, warum hat die EZB diesen nicht zur Hochphase der Coronakrise genutzt? Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie effektiv eine Zinssenkung wäre, wenn sie beispielsweise durch eine Ausweitung der Ausnahmeregelung für Bankeinlagen flankiert würde.

Würde man nun auf der anderen Seite davon ausgehen, dass die EZB der niedrigen Inflation nichts mehr entgegenzusetzen hat, würden damit auch die deflationären Gefahren steigen, was wiederum eine stärkere Währung zur Folge hätte. Ist der gestrige EUR-USD-Anstieg dementsprechend gerechtfertigt? Vielleicht, sicher ist das aber freilich nicht. Zumindest einige EZB-Ratsmitglieder haben bereits gewarnt, dass die Notenbank angesichts des Preistrends in Bereitschaft bleiben würde und sie durchaus noch Möglichkeiten hat, ihre Geldpolitik zu lockern. Noch dürfte es zu früh sein, dies als leeres Gerede abzutun – zumal EZB-Präsidentin Christine Lagarde und ihre Kollegen in den nächsten Tagen sicherlich die Gelegenheit nutzen werden, ihrer Warnung Nachdruck zu verleihen (heute beispielsweise im Rahmen der EZB-Watcher-Konferenz). Solange die Unsicherheit über die weitere Vorgehensweise der EZB fortbesteht, bleibt es somit auch für den Euro holprig.

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CNY: Im Urlaubsmodus

Das erste TV-Duell der beiden US-Präsidentschaftsbewerber mit vielen unangenehmen Unterbrechungen dürfte die politische Ungewissheit noch weiter erhöht haben. Auch wenn beide Kandidaten das Thema China nicht allzu sehr streiften, waren sie sich beim „Phase-1“-Handelsdeal eindeutig uneins. Während Trump das Abkommen wie bisher verteidigt, machte Biden deutlich, dass die Handelsdefizite gegenüber China hoch blieben. Wörtlich erklärte er: „Er (Trump) spricht von der Kunst des Deals. China jedoch hat die Kunst des Diebstahls perfektioniert …“. Unabhängig davon, wie der nächste US-Präsident heißt, wird das Handelsthema der Zankapfel der beiden Mächte bleiben – der Handelskonflikt ist also noch lange nicht ausgestanden.

Ein Blick auf die Daten: Sowohl der offizielle als auch der private Einkaufsmanagerindex (PMI) Chinas waren einen Tick besser als vom Markt erwartet. Das legt den Schluss nahe, dass die Post-Covid-Erholung auf Kurs bleibt. Doch trotz jüngster Datenpunkte bewegt sich der Renminbi nicht allzu sehr. Ab morgen ist der Markt Chinas urlaubsbedingt mehr als eine Woche lang geschlossen. Das dürfte die Marktaktivitäten bereits reduziert haben.

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