Währung

US-Präsidentschaftswahlen in der Krise

EU-Hilfen: Die nächste Runde

Heute Nachmittag findet der mittlerweile dritte Versuch der Eurogruppe statt, sich auf finanzielle Krisenhilfen zu einigen. Laut dem deutschen Finanzminister Olaf Scholz sei man einer Lösung nahe. Mittlerweile dürfte der Markt schon erleichtert darauf reagieren, dass sich die Finanzminister Europas überhaupt auf irgendetwas einigen können. Die Hoffnungen auf ein stärkeres Zusammenrücken der Euro-Länder, die im Jahre 2017 zeitweise aufgekommen waren und dem Euro deutlichen Aufwind verliehen hatten, dürften ohnehin schon begraben worden sein. Zu klar kamen die Meinungsverschiedenheiten jüngst zutage. Dennoch könnte ein weiteres Herausziehen der Verhandlungen zunehmend auf dem Euro lasten, nicht zuletzt, da aus Marktsicht schnelle Hilfen zur Bekämpfung der aktuellen Krise erforderlich sind. Schließlich haben die ersten harten Daten gezeigt, dass der Wirtschaftseinbruch schlimmer ausfallen wird, als anfänglich gedacht – sowohl dies- als auch jenseits des Atlantiks. Solange nicht absehbar ist, wie schnell der wirtschaftliche Normalbetrieb wieder erreicht werden kann, bleibt zudem die Unsicherheit über die Stärke und Geschwindigkeit einer Erholung hoch. Kurzfristig könnten schwache Wirtschaftsdaten daher schnell wieder auf die Stimmung des Marktes drücken.

US-Präsidentschaftswahlen in der Krise

Es war absehbar, nachdem Joe Biden in wichtigen Vorwahlen bereits überraschend stark abgeschnitten hatte, dass er letztlich das Rennen um die Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten machen würde. Seit gestern ist es im Prinzip offiziell. Sein letzter ernsthafter Rivale, Bernie Sanders, hat seine Kandidatur aufgegeben. Dem Markt konnte diese Nachricht keine Reaktion entlocken, verständlicherweise. Noch befindet sich dieser im Krisenmodus. Dennoch ist es vielleicht eine Randnotiz wert, dass Biden in den https://www.realclearpolitics.com/epolls/2020/president/us/general_election_trump_vs_biden-6247.html um die US-Präsidentschaft aktuell gegenüber dem Amtsinhaber Donald Trump führt. Der Vorsprung dürfte aber zu gering sein (rund 5 Prozentpunkte), um bereits als verlässlicher Indikator für das Ergebnis im November zu gelten, zumal es unklar ist, inwieweit die aktuelle Krise die Wahlen beeinflussen könnte. Einerseits könnte die Tatsache, dass aktuell Millionen von Amerikaner ihre Jobs verlieren, Trump die Gunst der Wählerschaft kosten. Andererseits könnte die Krisenpolitik, die umfangreiche fiskalische Hilfen umfasst und die ihn tagtäglich in den Mittelpunkt stellt, ihm als positiv ausgelegt werden. Viel dürfte auch davon abhängen, wie weit das Leben bis dahin zur Normalität zurückgekehrt ist und eine wirtschaftliche Erholung eingesetzt hat. Kurzfristig bleibt daher wohl weiterhin die Entwicklung der Infektionsraten eher das Hauptaugenmerk des Marktes.

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Starker oder schwacher Yen, was ist schlimmer?

USD-JPY hat sich nahe seiner Vorkrisenniveaus stabilisiert, zur Erleichterung der Bank of Japan. Das würde man zumindest meinen. Schließlich hatte der Yen zwischenzeitlich innerhalb kürzester Zeit rund 10% gegenüber der US-Währung zugelegt und die Wirtschaft Japans inmitten der Corona-Krise damit zusätzlich belastet. So ärgerlich dieses Schicksal einer Safe-Haven-Währung sein mag, die japanische Führung dürfte aktuell froh darüber sein. Denn ihre Sorgen drehen sich nicht um einen zu starken Yen, sondern vielmehr um einen zu schwachen Yen, der ein Zeichen für Bedenken des Marktes bezüglich der Finanzen Japans sein könnte – das ließen Vertreter des Finanzministeriums kürzlich durchsickern. Und die Ängste sind nachvollziehbar. Immerhin hat Japan die höchste Staatschuldenquote der Welt (rund 240% des BIP), welche durch das jüngst verabschiedete Fiskalpaket der Regierung in Höhe von sagenhaften 20% des BIP weiter nach oben getrieben werden dürfte. Noch scheinen die Sorgen der Offiziellen jedoch unberechtigt. Die Ratingagentur S&P hat vergangene Woche das Länderrating Japans noch bestätigt und den Ausblick gar bei positiv belassen. Zudem sieht der Markt es in der aktuellen Krise als selbstverständlich, dass die Regierungen fiskalisch in die Vollen greifen. Interessant wird es erst, wenn die Krise vorbei ist, die Schulden aber bleiben.

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CU2XLBLongUSD/JPYFaktor: 10
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Heute gibt’s hässliche Zahlen aus Kanada

Der Markt hat seine Erwartungen für den heute zur Veröffentlichung anstehenden kanadischen Arbeitsmarktbericht im März schon gehörig nach unten geschraubt. Er rechnet mit dem Verlust von einer halben Million Jobs und einem Anstieg der Arbeitslosenquote um fast 2 Prozentpunkte von 5,6% auf 7,5%. Der Arbeitsmarktbericht der USA letzten Freitag hat einen ersten Vorgeschmack gegeben, wie scharf der wirtschaftliche Einbruch in Nordamerika war. Ähnlich wie in den USA erfasst der März-Bericht in Kanada jedoch auch nur die Daten bis Mitte März. Aber gerade ab diesem Zeitpunkt schossen die Anträge auf Arbeitslosenhilfe so richtig nach oben: seit dem 16. März hat die kanadische Regierung 3,18 Mio. Anfragen für Einkommensunterstützung erhalten, davon 2,5 Mio. für Arbeitslosenunterstützung und 642.000 im Zuge des Notfallprogramms der Regierung (Canada Emergency Response Benefit, CERB). Zwar hat die Regierung von Justin Trudeau ein Programm von 71 Mrd. CAD zur Unterstützung der Firmen aufgelegt, damit diese ihre Arbeitnehmer nicht entlassen. Aber laut einer Umfrage der Canadian Federation of Independent Business rechnen mehr als 60% der Unternehmen in den kommenden Monaten mit einem geringeren Stand an Vollzeitkräften.

Kurzum: Zum einen könnten sich die Erwartungen des Markts für den heutigen Arbeitsmarktbericht als zu vorsichtig erweisen, was den CAD belasten würde. In Kombination mit einem weiterhin schwachen Ölpreis keine guten Voraussetzungen für den Loonie, sodass USD-CAD wohl über 1,3950 bleiben wird. Aber der richtige Kracher beim kanadischen Arbeitsmarktbericht kommt wohl auch erst im Mai, denn dieser enthält dann die katastrophalen Zahlen von Mitte März bis Mitte April.

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CU2XLLLongUSD/CADFaktor: 5
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AUD: Negativer Ratingausblick

S&P hat den Ratingausblick für Australien auf negativ herabgestuft. Damit ist Australien, das seit 2011 einen stabilen Ratingausblick hatte, das (bislang) einzige der mit Triple A bewerteten Länder, das einen negativen Ausblick hat. Das Land droht erstmals seit knapp 30 Jahren in eine tiefe Rezession zu rutschen, weshalb Regierung und Notenbank massive geld- und fiskalpolitische Stimuli-Pakete beschlossen und das Budgetdefizit nun auf über 8% des Bruttoinlandsprodukts anschwellen könnte. S&P sieht daher wirtschaftlichen und fiskalischen Risiken und erklärte, das im Verlauf der nächsten zwei Jahre eine Herabstufung folgen könnte, sollte die Pandemie länger dauern oder gravierendere Folgen haben als derzeit angenommen.

In einer Sondersitzung hatte das Parlament am Mittwoch das dritte Hilfspaket der Regierung verabschiedet. Das mit einem Umfang von 130 Milliarden australischen Dollar beispiellose Paket soll über Lohnzuschüsse helfen 6 Millionen Arbeitsplätze zu erhalten.

Der AUD profitierte bislang vom entschlossenen Eingreifen seitens der Finanz- und Geldpolitik im Kampf gegen Covid-19. Die umfassenden Maßnahmen sprechen für eine rasche und nachhaltige Erholung, wenn sich ein Abebben der Corona-Krise abzeichnet. Doch wenn Unsicherheit und Risikoaversion wieder ansteigen, erhöht dies auch das Potenzial für erneute AUD-Abwertung.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
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CJ4VCLCallEUR/AUDHebel: 5,1
CL5LBPPutEUR/AUDHebel: 5,1
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