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US-Inflationserwartungen treiben Dollarschwäche

US-Inflationserwartungen treiben Dollarschwäche

Was EUR-USD gestern auf dem Weg über die 1,20 zusätzlich geholfen hat, war ein schwacher US-Dollar. Einen konkreten Auslöser gab es hierfür jedoch nicht. Vielmehr schwächt sich der Greenback schon seit Wochen graduell ab. Die Ursache ist meiner Ansicht aber klar: Die steigenden US-Inflationserwartungen, die sich ebenfalls schon seit einigen Wochen in nur noch eine Richtung bewegen: Nach oben. Treiber hier scheint wiederum die Aussicht auf weiteren fiskalischen Stimulus, die sich mit dem Sieg Joe Bidens bei den US-Präsidentschaftswahlen, die Wahl von Janet Yellen zur Finanzministerin und jüngst den Nachrichten, dass im US-Kongress zwei neue Vorschläge für ein Fiskalpaket auf dem Tisch liegen, gefestigt hat.

Es hätte auch anders kommen können. Der Markt hätte dem US-Dollar die Aussicht auf eine expansive Fiskalpolitik auch positiv auslegen können angesichts der wieder steigenden Infektionsraten mit Covid-19 in den USA und der Tatsache, dass der Großteil der Hilfsprogramme in den letzten Monaten ausgelaufen ist und viele Haushalte und Unternehmen drohen, bald auf dem Trockenen zu sitzen. Doch dieses Mal scheint der Markt über die kurzfristigen Konjunkturgefahren hinwegzusehen. Der Grund dürfte in der Entdeckung eines Impfstoffes liegen. Klar, es besteht noch Unsicherheit darüber, wann dieser einsatzfähig sein wird. Allerdings wird es sich wohl um Monate handeln, nicht um Jahre. Und daher ist es nicht vollkommen abwegig, schon auf die Zeit nach der Pandemie zu blicken und die Konsequenzen des beispiellosen fiskalischen und geldpolitischen Stimulus abzuwägen.

Die US-Notenbank wird die Entwicklung der Inflationserwartungen jedenfalls erfreuen. Hat sie sich doch über die letzten Jahre über die für ihren Geschmack zu niedrige Teuerung geärgert und deshalb sogar schon vergangenes Jahr einen Teil ihrer Zinserhöhungen wieder rückgängig gemacht. Mittlerweile hat sie klargestellt, dass sie diesen Fehler nicht wiederholen will und ihre Zinsen erst erhöhen wird, wenn die Teuerung ihr Ziel von 2% erreicht hat und nicht schon vorher. Das heißt, steigende US-Inflationserwartungen dürften eine ganze Weile nicht mit proportional steigenden US-Zinserwartungen einhergehen. Der daraus resultierende fallende US-Realzins ist wiederum klar negativ für den US-Dollar.

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Das Ende des schwedischen Sonderwegs

Schweden wurde von einer zweiten Viruswelle kalt erwischt. Das Infektionsgeschehen hat, wie in vielen anderen europäischen Ländern, die Hochs des Frühjahrs weit überschritten, weshalb sich die Regierung in Stockholm dazu gezwungen sah, nun ebenfalls härtere Beschränkungen einzuführen. Während der ersten Welle war sie noch darum herumgekommen. Der Lockdown ist zwar immernoch vergleichsweise weich. So hat die Regierung vor allem Empfehlungen ausgesprochen, beispielsweise soziale Kontakte möglichst zu reduzieren. Allerdings hat auch sie inzwischen eine Obergrenze für Veranstaltungen eingeführt und in einigen Regionen Freizeitstätten geschlossen. Dies in Kombination mit den Lockdowns im Rest Europas dürfte der schwedischen Wirtschaft einen deutlichen Dämpfer verpassen. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, der heute veröffentlicht wird, könnte Aufschluss darüber geben, wie stark die Wirtschaft ausgebremst wird. Schließlich ist anzunehmen, dass vor allem dieser Sektor von den Beschränkungen getroffen wird. Zumindest EUR-SEK hat sich entsprechend der Entwicklungen wieder von seinen jüngsten Tiefs bei knapp über 10,10 entfernt. Unserer Ansicht nach ist das gerechtfertigt angesichts der kurzfristig hohen konjunkturellen Risiken.

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