Rohstoffe

US-Inflationsdaten im Fokus der Märkte

Energie: US-Benzinlagerdaten sorgen für Abgabedruck am Ölmarkt

Die DOE-Lagerdaten sind wie von uns befürchtet schwächer ausgefallen als erwartet und haben die Stimmung am Ölmarkt etwas eingetrübt. Zwar sind die US-Rohölbestände mit 5,2 Mio. Barrel unerwartet stark gefallen. Allerdings sind die Lagerbestände von Benzin und Destillaten mit 7 Mio. bzw. 4,4 Mio. Barrel viel stärker gestiegen als erwartet. Vor allem der Anstieg der Benzinbestände – der stärkste Wochenanstieg seit dem pandemiebedingten Zuwachs im April 2020 – sorgt für Verwirrung am Markt, denn der wesentliche Grund für den jüngsten Ölpreisanstieg war die Erwartung einer massiven Zunahme der (Benzin-)Nachfrage. Kein Wunder, dass der WTI-Ölpreis nach dem DOE-Bericht, aber auch im Zuge des etwas festeren US-Dollar, um über 1 USD nachgegeben hat und heute Morgen bei 69,5 USD je Barrel notiert. Zwar ist der Anstieg der Benzinbestände teilweise auf eine deutlich höhere Kapazitätsauslastung der Raffinerien in den USA zurückzuführen, die mit 91,3% so hoch war wie seit Januar 2020 nicht mehr. Doch gleichzeitig ist die augenscheinliche (implizite) Benzinnachfrage mit 9,4 Mio. Barrel täglichin der letzten Woche deutlich zurückgegangen, was zu Beginn der Sommerfahrsaison atypisch ist und auch im Widerspruch zu vorherigen Meldungen einer robusten Benzinnachfrage steht. Es bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei lediglich um einen Ausreißer handelt und dieser ungünstige Trend in den kommenden Wochen wieder dreht.

Unterdessen ist das Pipeline-Projekt Keystone XL nun wohl endgültig gescheitert, denn sein Initiator hat nach einer “umfassenden Prüfung seiner Optionen” das Projekt eingestellt. Es stand ohnehin vor dem Aus, da ihm der neue US-Präsident als eine seiner ersten Amtshandlungen die Genehmigung entzogen hat. In den letzten Monaten hat aber auch die Wahrnehmung des Umweltschutzes in der Politik, der Öffentlichkeit und bei Unternehmen stark zugenommen. Das Aus für das Pipeline-Projekt, das den Transport von kanadischem Rohöl in die USA erleichtern sollte, dürfte wie viele andere Umweltschutz-Initiativen der letzten Monate die Ausweitung der Ölproduktion in den kommenden Jahren verlangsamen und Öl tendenziell verteuern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SD3353ShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD2TAPShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold im Vorfeld der EZB-Sitzung und der US-Inflationsdaten schwächer

Gold scheiterte gestern erneut an der Marke von 1.900 USD und fällt daraufhin am Morgen auf gut 1.880 USD je Feinunze. Selbst der Rückgang der US-10-Jahresrendite unter 1,5% kann den Preisrückgang nicht verhindern. Wir sehen in der aktuellen Schwächephase keinen Grund zur Besorgnis. Vielmehr dürfte es sich momentan um eine Konsolidierungsphase handeln, nachdem der Goldpreis zuvor in gut zwei Monaten um mehr als 200 USD gestiegen war. In der Endphase des Anstiegs Ende Mai und Anfang Juni war Gold gemessen am Relative-Stärke-Index deutlich überkauft, was inzwischen nicht mehr der Fall ist. Die ETF-Anleger sehen in Preisrückgängen offenbar Kaufgelegenheiten. So berichtet Bloomberg für gestern einen Zufluss in die Gold-ETFs von 6 Tonnen, womit der Abfluss von Anfang der Woche größtenteils wieder rückgängig gemacht wurde. Der Zufluss erfolgte dabei nahezu ausschließlich in den SPDR Gold Trust. Heute richtet sich das Interesse zunächst auf die EZB-Ratssitzung und die anschließende Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Lagarde. Großartige Überraschungen erwarten wir nicht. Es dürften auch für das dritte Quartal umfangreiche Anleihekäufe in Aussicht gestellt werden. Von einer Debatte über eine Rückführung der Kaufvolumina ist die EZB noch weit entfernt. Spannender dürften die US-Inflationsdaten für Mai werden, die zeitgleich mit dem Beginn der EZB-Pressekonferenz veröffentlicht werden. Der Markt erwartet einen Anstieg der Verbraucherpreise um 4,7% im Vergleich zum Vorjahr, was gegenüber April eine nochmalige Beschleunigung des Preisauftriebs bedeuten würde. Sollte dieser noch stärker ausfallen, könnte dies Gold kurzzeitig belasten, weil dadurch neue Spekulationen auf einen früheren Ausstieg der Fed aus der ultra-lockeren Geldpolitik ausgelöst werden dürften. Ein Anstieg im Rahmen der Erwartungen wäre für Gold positiv, da diese Spekulationen ausblieben, so dass sich die höhere Inflation in einem weiteren Rückgang der Realzinsen niederschlagen würde. Ob dann die Marke von 1.900 USD überwunden wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T54LongGold FutureFaktor: 4
SB42W8ShortGold FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Kupferpreis hat eine wichtige Triebfeder verloren

An den Metallmärkten ist die Volatilität aktuell relativ gering. Das heißt auch, dass sich die Metallpreise nach wie vor auf sehr hohen Niveaus befinden. Gestern gaben sie phasenweise etwas nach, nachdem China angekündigt hatte, weitere Maßnahmen zur Abkühlung der Rohstoffpreise zu ergreifen. Die Behörden reagierten damit auf die hohe Produzentenpreisinflation im Mai (+9% ggü. Vj.). Da die Verbraucherpreisinflation nur bei 1,3% lag, wird befürchtet, dass die Gewinne vieler Unternehmen schmelzen könnten, was wohl auch die gesamte Wirtschaft belasten würde. Nach einer kurzen Erholung stehen die Metallpreise heute Morgen im Zuge des etwas festeren US-Dollar erneut moderat unter Druck. Auch wenn Kupfer noch bei rund 9.900 USD je Tonne notiert, scheint die Preisrally zunächst gestoppt. Dazu trägt auch bei, dass Kupfer den Auftrieb durch die spekulativen Finanzinvestoren verloren hat. Denn gemäß Daten der US-Aufsichtsbehörde für den Terminhandel (CFTC) hat diese Anlegergruppe ihre Netto-Long-Positionen bei Kupfer vier Wochen in Folge reduziert. In der Woche zum 1. Juni lagen sie nur noch bei 26,8 Tsd. Kontrakten und damit 59% unter dem Wert von Anfang Mai. Der Rückgang der Netto-Long-Positionen ist dabei auf einen Abbau von Long-Positionen (Wetten auf steigende Preise) zurückzuführen, während die Short-Positionen (Wetten auf fallende Preise) leicht ausgeweitet wurden. Auch an der LME wurden in den letzten Wochen Netto-Long-Positionen reduziert. Das heißt unseres Erachtens, dass die spekulativen Finanzinvestoren skeptischer geworden sind und dem Kupferpreis nach seinem Rekordhoch Anfang Mai zunächst keine neuen Höchststände mehr zutrauen. Von diesem ist der Kupferpreis mittlerweile um fast 8% gefallen. Sollten sich die spekulativen Finanzinvestoren weiter zurückziehen und nicht schnell wieder in den Markt zurückkommen, wäre der Kupferpreis unseres Erachtens einer wichtigen Triebfeder beraubt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SD3351ShortCopper FutureFaktor: -6
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Sponsoren der Fußball-EM: Welche Aktien profitieren vom Megaevent?

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