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US-Inflation steigt auf 9,1%

Die US-Inflation hat im Juni die Erwartungen übertroffen und mit 9,1% den höchsten Stand seit November 1981 erreicht. Dies stützt unsere Einschätzung, dass die US-Notenbank in zwei Wochen die Zinsen erneut um 75 Basispunkte anheben wird.

Die Daten

Die US-Verbraucherpreise sind im Juni um 1,3% gegenüber Mai gestiegen. Dies lag über den Erwartungen (Konsens 1,1%, Commerzbank 1,2%). Ohne Energie und Nahrungsmittel betrug der Anstieg 0,7%. Die Vorjahresrate des alle Güter umfassenden Verbraucherpreisindex stieg von 8,6% auf 9,1% (Chart), die des Index ohne Energie und Nahrungsmittel sank leicht von 6,0% auf 5,9%.

Unsere Interpretation

Die Preise haben auch im Juni auf breiter Basis gegenüber Mai zugelegt. Zwar ragt Energie (+7,5%) wieder heraus, doch auch Nahrungsmittel (+1,0%) und sonstige Waren (+0,7%) und Dienstleistungen (+0,7%) wurden deutlich teurer.

Ein Blick auf die Details erübrigt sich damit fast – letztlich steigen die Preise überall kräftig, sowohl bei Dienstleistungen als auch bei Waren. Die erhoffte Beruhigung bei den Preisen für während der Pandemie besonders nachgefragte Produkte ist ausgeblieben. Insgesamt hat der Inflationsdruck sogar bis zuletzt zugenommen. Zwar sind die Ölpreise im Juli gefallen, was den nächsten Monatswert drücken könnte, doch bleiben die Risiken weiterhin aufwärts gerichtet, der Inflationsgipfel ist vermutlich immer noch nicht erreicht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die Fed muss kräftig bremsen

Der Preisdruck lässt nicht nach, die Fed bleibt daher stark unter Druck. Ein weiterer großer Zinsschritt von 75 Basispunkten auf der Sitzung am 26./27. Juli ist damit praktisch eine beschlossene Sache, zumal der letzte Arbeitsmarktbericht auch einen unerwartet kräftigen Stellenzuwachs gezeigt hat. Mit halben Maßnahmen lässt sich die US-Wirtschaft offenbar nicht ausreichend abkühlen, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Damit scheint sich die Fed offenbar abgefunden zu haben, wie aus zahlreichen Einlassungen ihres Führungspersonals hervorgeht. Bis Jahresende dürfte die Fed ihren Leitzins auf 4,00% erhöhen.

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