Währung

US-Dollar: Inflationsdaten nur sekundär

USD: Inflationsdaten nur sekundär

Nach drei Monaten rückläufiger Preise dürften die heutigen Zahlen für Juni zeigen, dass die Verbraucherpreise in den USA wieder zulegen. Für die USD-Wechselkurse wird das jedoch heute wohl kein Impulsgeber. Auch die (freilich erzwungen positive) Interpretation, dass steigende Preise eine Rückkehr der Nachfrage reflektieren, wird nämlich kaum etwas daran ändern, dass die Fed mit weiteren Lockerungsmaßnahmen liebäugelt. Dabei spielt der Inflationsausblick für sie derzeit kaum eine Rolle. Der Fokus der Fed liegt allein auf der realwirtschaftlichen Entwicklung und damit einhergehend dem Arbeitsmarktausblick. Aus genau diesem Grund sollten USD-Interessenten heute daher eher einer anderen Daten-Veröffentlichung ihre Aufmerksamkeit schenken: Dem Optimismus kleiner Unternehmen der National Federation of Independent Businesses (NFIB).

Zugegeben, diesem Index haben die Wenigsten, uns eingeschlossen, bisher im Blick gehabt. Doch letztendlich ist doch aktuell die für den US Dollar alles entscheidende Frage, wie die zweite Welle der Corona-Infektionen auf die Realwirtschaft durchschlagen wird. Bis harte Daten vorliegen, geben uns darüber am ehesten die Einschätzungen von Unternehmen und Verbrauchern Informationen. Je deutlicher wird, dass die wirtschaftliche Erholung aufgrund der zweiten Infektionswelle ins Stocken kommt, umso wahrscheinlicher ist, dass die Fed noch stärker aufs geldpolitische Gaspedal tritt. Das könnte den US Dollar belasten, zumal die EZB, auch angesichts einer weniger dramatischen Entwicklung der Infektionszahlen in Europa, bei ihrer Sitzung am Donnerstag wohl vorerst keine weiteren Beschlüsse fassen wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XLRLongEUR/USDFaktor: 5
CU54YQShortEUR/USDFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

SEK: Muss die Riksbank die Leitzinsen doch noch senken?

Erst Anfang Juli hatte die schwedische Riksbank ihr Anleihekaufprogramm noch einmal massiv ausgeweitet. Der Schritt der Zentralbanker kam angesichts der ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung etwas überraschend. Waren doch die meisten Marktbeobachter davon ausgegangen, dass die Riksbank – wenn überhaupt – erst zu einem späteren Zeitpunkt nachlegen würde. Gleichzeitig wurden auch die neuen Inflationsprognosen veröffentlicht und ein genauerer Blick auf diese lässt vermuten, dass die Riksbank die geldpolitische “Bazooka” als Präventivmaßnahme ausgepackt hat. Präventiv, um zu gewährleisten, alles getan zu haben, um einen Inflationsanstieg in Richtung ihres Inflationszieles (2%) zu ermöglichen. Denn eigentlich will man u. E. das Leitzinsniveau nicht mehr in den Negativzinsbereich absenken müssen. Doch wenn sich die Verbraucherpreise nach der Corona-Krise nicht wieder erholen, dann könnte auch eine Leitzinssenkung wieder eine Option werden. Schon die heute zur Veröffentlichung anstehenden Verbraucherpreise für Juni dürften daher mit Argusaugen betrachtet werden. Nach dem Einbruch im Mai wird für die Verbraucherpreise ohne Hypothekenzinsen (CPIF) wieder ein leichter Anstieg erwartet (+0,4% ggü. Vm), doch eine Entwarnung ist von der Preisfront längst noch nicht zu erwarten. Dies wird die Schwedenkrone vermutlich (noch) nicht belasten, sie profitiert weiter vom vorsichtigen Optimismus einer bevorstehenden Wirtschaftserholung.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XMMLongEUR/SEKFaktor: 5
CU54ZNShortEUR/SEKFaktor: -5
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CNY: „Seegefechte“

Nachdem US-Außenminister Pompeo die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer als „völlig gesetzeswidrig“ bezeichnete, haben die USA und China für ihr Scharmützel ein neues Schlachtfeld gefunden. Dementsprechend zurückhaltend begann die heutige Handelssitzung. Unterdessen verhängte China ebenfalls Sanktionen gegen mehrere US-Offizielle – ganz offensichtlich als Vergeltung für die jüngst verabschiedeten US-Gesetze, die den Weg für Sanktionen gegen chinesische Funktionäre freimachen. Damit dürfte das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ noch eine ganze Weile weitergehen und die Beziehungen zwischen den USA und China auf absehbare Zeit trüben.

Nebenbei bemerkt fielen die chinesischen Handelszahlen für Juni überraschend gut aus. Das untermauert, dass die Wirtschaft weiterhin auf eine umfassende Erholung zusteuert.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ6TABCallEUR/CNHHebel: 7,7
CJ4VFYPutEUR/CNHHebel: 8,1
CJ6WTFCallUSD/CNHHebel: 7,6
CJ1E4GPutUSD/CNHHebel: 7,8
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BoJ: Die Zentralbank am Ende der Geldpolitik

Morgen früh verkündet die Bank of Japan das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung. Obwohl sie ihre Wachstumsprognose wohl nach unten anpassen wird, die Stimmungsindikatoren und steigende Covid-19-Infektionszahlen nichts Gutes erahnen lassen und die Inflation wieder in den deflationären Bereich zu fallen droht, wird sie keine weiteren Maßnahmen verkünden. Was auch? Sie hat ihr geldpolitisches Pulver verschossen, was sie spätestens dadurch eingestanden hat, dass sie auch zum Hochpunkt der Corona-Panik nur auf wenig schlagkräftige liquiditätsfördernde Maßnahmen gesetzt hat. Entsprechend dürfte auch das morgige geldpolitische Statement ein Non-Event sein und der Yen bis auf weiteres Spielball der Risikostimmung am Markt bleiben. Warum ich trotzdem darüber schreibe? Es gibt schon wieder erste Spekulationen, dass die Bank of Japan sich früher oder später wieder einmal auf geldpolitisches Neuland vorwagen könnte (z.B. durch die direkte Finanzierung von Regierungsprojekten). Das ist nicht unser Basis-Szenario. Aber wenn einer Zentralbank ein geldpolitisches Experiment zuzutrauen ist, dann der Bank of Japan. Insbesondere, wenn an den Finanzmärkten Spekulationen über weitere Schritte zunehmen. Es lohnt sich daher meiner Meinung nach immer, den Äußerungen der japanischen Zentralbanker genau zu folgen und als JPY-Investor die Möglichkeit einer Überraschung nicht außer Acht zu lassen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XMD LongEUR/JPYFaktor: 5
CU54ZEShortEUR/JPYFaktor: -5
CU2XLA LongUSD/JPYFaktor: 5
CU54YEShortUSD/JPYFaktor: -5
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