Währung

US-Daten stützen Dollar, noch

USD: Der US-Dollar hat sich erstaunlich schnell von dem jüngsten Kurswechsel der Fed erholt. Grund ist ohne Zweifel das Risikoumfeld, in dem die US-Währung aktuell als sicherer Hafen gefragt ist. Abzulesen ist das unter anderem daran, dass auch der Schweizer Franken sowie der japanische Yen – ebenso typische sichere Währungshäfen – seit Anfang des Monats quasi im Tandem mit dem Dollar zugelegt haben (siehe Abb. 1).

Zum Teil dürften aber auch die nach wie vor soliden US-Wirtschaftsdaten die auf die USA bezogenen Konjunkturängste bisher im Zaum halten und so den Dollar stützen. Das könnte sich allerdings bald ändern. So ließen insbesondere die Zahlen für den Arbeitsmarkt zwar keinen deutlichen Abschwung erkennen. Abgesehen davon war die Datenlage zuletzt aber ehrlich gesagt auch eher dünn gesät, da wichtige Datenveröffentlichungen aufgrund des Government Shutdowns auf Eis gelegt werden mussten. Hier wird noch einiges in den nächsten Tagen und Wochen nachgeholt. Apropos Shutdown: Kurz vor Ablauf des Übergangshaushalts, der die jüngste Schließung der Regierungsbehörden beendet hatte, scheinen die Verhandlungen erneut festgefahren zu sein. Finden die Demokraten und Republikaner vor Ende dieser Woche keinen Kompromiss, droht ein erneuter Shutdown. Nun hatte der Dollar unter dem Letzten kaum gelitten. Auch das dürfte daran liegen, dass die realwirtschaftlichen Effekte bisher gering ausfielen. Doch die Risiken steigen zweifellos mit einer Neuauflage des Konflikts. Insbesondere wenn dieser erneut derart lang, wenn nicht sogar länger, anhalten sollte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD910B Long EUR/USD Faktor: 5
CD910C Short EUR/USD Faktor: -5

GBP: Denn insbesondere was den Brexit anbelangt, zeichnet sich keine schnelle Lösung ab. Bis Mittwoch wird Premierministerin Theresa May noch versuchen, Zugeständnisse der EU in Bezug auf den irischen Backstopp einzuholen – aktuell ohne Aussicht auf Erfolg. Gleich am nächsten Tag wird May dann einen neuen Versuch starten, doch noch die Zu-stimmung des britischen Unterhauses für ihr Austrittsabkommen zu gewinnen – auch hier ohne Aussicht auf Erfolg. Der Brexit-Termin rückt damit immer näher ohne, dass man einer Lösung näher zu kommen scheint. Klar, die Hoffnung bleibt, dass es in letzter Sekunde zu irgendeiner Einigung kommt. Doch ich befürchte, vielen GBP-Investor wird zuvor schon die Geduld reißen. Sofern sich nicht doch noch vorher ein Durchbruch bei den Verhandlungen abzeichnet, würde ich mich daher auf weitere GBP-Schwäche einstellen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CV0V44 Long EUR/GBP Faktor: 5
CV0V49 Short EUR/GBP Faktor: -5

NOK, SEK: Der australische Dollar zählt zu den größten Verlierern der jüngsten Risk-Off-Welle unter den G10-Währungen. Die Gründe liegen auf der Hand, wie die wirtschaftliche Nähe zu China, das aufgrund des Handelskonflikts mit den USA mit Sorge beobachtet wird – wir berichteten vergangene Woche. Doch auf den ersten Blick könnte etwas verwundern, dass der Aussie dicht gefolgt wird von den skandinavischen Währungen (siehe Abb. 2). Denn hier passt das China-Argument offensichtlich nicht ganz so gut. Hier liegt dagegen eine andere Erklärung nahe, und zwar, dass sich die Konjunktursorgen aktuell nicht nur vor allem auf China, sondern auch auf die Eurozone beziehen. Tatsächlich sind die Sorgen in diesem Fall auch am konkretesten und mit Zahlen belegbar. Hinzu kommt das Risiko eines harten Brexits, welches ebenso vor allem die Volkswirtschaften auf dem europäischen Kontinent treffen würde. Insofern ist die Schwäche der NOK und SEK sehr gut nachvollziehbar und dürfte auch noch eine Weile anhalten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9MCR Long EUR/NOK Faktor: 5
CE9MCS Short EUR/NOK Faktor: -5
CV0V4C Long EUR/SEK Faktor: 5
CV0V4F Short EUR/SEK Faktor: -5

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