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US Arbeitsmarkt: Viel Arbeit, aber keine Leute

Noch ein Puzzleteilchen

Der Markt hat gestern ein Puzzleteilchen offensichtlich nicht beachtet. Die von dem US Bureau of Labor Statistics veröffentlichten JOLTS Job Openings, also die Zahl der unbesetzten Stellen, ist in der 20-jährigen Datenreihe mit 9,2 Mio. offenen Stellen auf ein Rekordhoch gestiegen. Viel Arbeit, aber keine Leute: Offensichtlich steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften im Zuge der Erholung nach der Covid-Krise stark an, trifft aber nicht auf ein ausreichendes Angebot. Es sind offenbar noch nicht ausreichend Erwerbstätige auf den Arbeitsmarkt zurückgekehrt, wofür die vergleichsweise niedrige Partizipationsrate spricht. Wenn eine erhöhte Nachfrage auf ein ungenügendes Angebot trifft, steigt der Preis. Folglich könnte der Lohndruck in absehbarer Zeit zunehmen und damit ein weiteres Teilchen im Taper-Puzzle der Fed darstellen.

Der Blick des Markts richtet sich aber lieber auf ein anderes Puzzleteilchen: die Inflationsdaten für Mai, die morgen veröffentlicht werden. Sollten diese wie schon im April nach oben überraschen, könnte der Dollar wieder zulegen. Aber zu sehr aus dem Fenster lehnen wird sich vor der Fed-Sitzung nächste Woche vermutlich kaum jemand, da unklar ist, wie genau sich Fed Chef Jerome Powell zur ungünstigen Datenkonstellation (deutlich steigende Inflationsraten, zuletzt enttäuschender Arbeitsmarktbericht) äußern wird. Das spricht dafür, dass EUR-USD bis dahin erst einmal weiterhin in einer relativ engen Spanne handeln wird. Dennoch könnte sich in den kommenden Tagen zusehends herauskristallisieren, dass EUR-USD bei knapp 1,23 seine Spitze gesehen hat.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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SE8FM4CallEUR/USDHebel: 21,3
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Die Bank of Canada kann sich noch Zeit lassen

Die Bank of Canada (BoC) kann sich noch Zeit lassen, bevor sie den nächsten Schritt in Richtung weniger expansive Geldpolitik macht, weshalb ihre Sitzung heute wenig Potenzial birgt, den CAD zu bewegen.

Bereits im April hatte sie das Volumen ihrer wöchentlichen Anleihekäufe von 4 Mrd. auf 3 Mrd. CAD reduziert. Gleichzeitig hob sie in ihrem Geldpolitischen Bericht ihre Wachstumsprognosen für 2021 und 2022 an. Sie hatte vorausschauend agiert, sodass sie nach der Veröffentlichung des BIP für das erste Quartal letzte Woche keinen Anpassungsbedarf hat und somit derzeit kein Grund besteht, etwas an der aktuellen Gangart zu ändern. Die Wirtschaft entwickelt sich im Großen und Ganzen, wie es die Prognosen der BoC implizieren. Dies Jahr dürfte das BIP über 6% zulegen, nächstes Jahr auch noch im Bereich von 3,75%.

Die Inflation wird laut BoC erst noch in den kommenden Monaten über das Inflationsband von 1-3% steigen, in erster Linie aufgrund von Basiseffekten und einem gestiegenen Ölpreis, dürfte aber in der zweiten Jahreshälfte wieder auf 2% nachgeben und in der Folge sogar noch weiter fallen, da laut BoC nach wie vor erhebliche Überkapazitäten in der Wirtschaft existieren, die noch abgebaut werden müssen. Deshalb wird es die BoC auch nicht beunruhigen, dass die Inflation im April auf 3,4% gestiegen ist.

Der Arbeitsmarkt hat sich noch nicht von dem Covid-Schock erholt und bleibt für viele Kanadier schwierig. Daran wird sich auf sehr kurze Sicht auch noch nicht so viel ändern. Die BoC wird wohl auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt heute stillhalten. Alles in allem gibt es für die BoC eigentlich keinen Grund, schon heute zu entscheiden, die Anleihekäufe weiter runterzufahren.

Auf der nächsten Sitzung Mitte Juli, wenn auch der nächste Geldpolitische Bericht mit den neuen Projektionen veröffentlicht wird, ergäbe sich sicherlich eine bessere Gelegenheit hierfür. Zumal sie den Anstieg des kanadischen Dollar auf nahezu 1,20 USD-CAD mit Stirnrunzeln betrachten dürfte und aller Voraussicht nach vermeiden möchte, diesen weiter zu befeuern.

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SD9LL6CallUSD/CADHebel: 8,2
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CNY: Produzentenpreisinflation in die Höhe geschossen

Das heute Morgen veröffentlichte Inflationsprofil Chinas vermittelt ein Bild, wonach die Wirtschaft vor starken Belastungsfaktoren steht. So kletterte die Produzentenpreisinflation auf 9,0% ggü. Vorjahr. Das ist so hoch wie seit 2008 nicht mehr und Ausdruck der hohen Faktorpreise, die wiederum steigenden Rohstoffpreisen geschuldet sind.

Unterdessen bleibt die Verbraucherteuerung bei 1,3% ggü. Vorjahr verhalten und deutlich unter dem Marktkonsens. Das belegt in gewisser Weise eine leicht schwächelnde Konsumdynamik. Folglich besteht die Gefahr, dass die Gewinne der Industrie rasch schrumpfen, was den allgemeinen Konjunkturausblick belasten wird.

Kopfschmerzen bereitet den chinesischen Behörden, dass China in großem Umfang Rohstoffimporte benötigt, auf die Peking keinen Einfluss hat. Demgemäß bleiben nur wenige Politikoptionen übrig. Und das bringt Abwärtsrisiken für die Konjunktur mit sich. Am Devisenmarkt bleibt USD-CNY um den Bereich von 6,40 herum stabil.

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