Rohstoffe

Überfällige Korrektur bei Gold und Silber

Energie: Positive Anlegerstimmung trägt die Ölpreise

Der Brentölpreis steigt heute Morgen erneut über 45 USD, der WTI-Ölpreis über 42 USD je Barrel. Ausschlaggebend ist die positive Stimmung an den Finanzmärkten, wobei der S&P 500-Aktienindex wegen weiterer von US-Präsident Trump geplanter Stützungsprogramme gestern fast auf ein Rekordhoch gestiegen ist. Interessant ist, dass die Großanleger am Ölmarkt selbst in den letzten Wochen eher zurückhaltend waren. Bei Brent haben sie ihre Netto-Long-Positionen sogar weiter leicht reduziert; mit 191 Tsd. Kontrakten scheint die führende Ölbenchmark keinesfalls spekulativ überhitzt. Bei WTI dagegen liegen die Netto-Long-Positionen der Großanleger mit über 362 Tsd. Kontrakten auf einem historisch gesehen hohen Niveau, das den Preis anfällig für Gewinnmitnahmen macht. Doch kurzfristig bleibt das Umfeld für die Ölpreise günstig. Die hohe Förderdisziplin der OPEC kann die zuletzt stockende Erholung der Nachfrage “kompensieren”. Das starke Bekenntnis des Iraks zu weiteren Produktionskürzungen scheint außerdem das Vertrauen in die OPEC zu stärken. Auch steigt die Produktion außerhalb der OPEC+ noch nicht an. So sollen die Exporte Norwegens im September um 261 Tsd. Barrel täglich gegenüber Vormonat fallen. Vor allem die Exporte aus dem Ölfeld Johan Sverdrup, dessen Eröffnung im Vorjahr die gesamte Produktion auf ein 9-Jahreshoch steigen ließ, sind für den Rückgang verantwortlich. Dieser ist auf Wartungsarbeiten und Produktionskürzungen des Landes zurückzuführen, die Norwegen unabhängig der OPEC+ unternommen hat. Im Juni hat Norwegen seine Produktion bereits freiwillig um 250 Tsd. Barrel pro Tag gekürzt und wollte in der zweiten Jahreshälfte eine Reduktion von 134 Tsd. Barrel beibehalten. Außerdem sollen einige neue Projekte verschoben werden. Neue Hinweise auf die kurzfristige Angebots-Nachfrage-Situation dürfte die Lager- und Produktionsstatistik in den USA liefern. Setzt sich der Rückgang der Rohölvorräte der letzten zwei Wochen wie vom Konsens erwartet fort, dürfte dies für weitere positive Preisimpulse sorgen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold und Silber im Korrekturmodus

Hat die überfällige Korrektur bei Gold eingesetzt? Der Preis steht am Morgen zumindest kräftig unter Druck und rutscht unter die Marke von 2.000 USD je Feinunze, die er vor einer Woche erstmals überwunden hatte. Gestern Nachmittag gab es noch einen Versuch, das Ende vergangener Woche verzeichnete Rekordhoch in Angriff zu nehmen. Dieser scheiterte allerdings vorzeitig bei 2.050 USD. Seither geht es mit dem Preis bergab. Wir wären nicht überrascht, wenn sich die Korrektur noch etwas fortsetzt. Denn der Preisanstieg in den letzten vier Wochen war vom Ausmaß her überzogen. Darauf deuteten der extrem hohe RSI und die starke Abweichung von der 100-Tage-Linie hin. Die Stimmung gegenüber Gold erreichte extrem positive Ausmaße, warnende Stimmen waren klar in der Minderheit. Zudem war der Preisanstieg nahezu ausschließlich auf eine robuste Nachfrage der Anleger zurückzuführen, während alle anderen Nachfragekomponenten kaum noch eine nennenswerte Rolle spielten. Dass es nun seitens der Anleger offenbar zu Gewinnmitnahmen kommt, ist nachvollziehbar. Dies zeigt sich auch bei den Gold-ETFs: Sie verzeichneten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Abflüsse. Das war zuletzt Anfang Juni der Fall. Noch stärker als Gold verliert aktuell Silber, das heute um mehr als 4% nachgibt und unter 28 USD je Feinunze abrutscht. Auch Silber unternahm gestern Nachmittag einen nochmaligen Anlauf, das 7½-Jahreshoch von letzter Woche zu erreichen, scheiterte aber ebenfalls vorzeitig. Was oben zur Überhitzung bei Gold gesagt wurde, gilt in einem noch stärkeren Maße für Silber, so dass auch hier die Korrektur nicht überraschend kommt. Der langfristige Ausblick für Gold und Silber ist aber unverändert positiv. Die Preise dürften wieder zulegen, sobald die aktuelle Korrektur abgeschlossen ist. Platin stieg gestern kurzzeitig über 1.000 USD je Feinunze, steht heute aber ebenfalls unter Druck. Palladium fällt in Richtung 2.200 USD je Feinunze. Platin und Palladium profitieren somit nicht vom gemeldeten starken Anstieg der chinesischen Autoabsätze im Juli um 8,5% gegenüber Vorjahr.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver Future Faktor: 6
SB3T6JShortSilver Future Faktor: -6
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
SB3T5GLongPlatin FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatin FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Einseitige Betrachtungsweise am Kupfermarkt

Die am Freitag und gestern Morgen zu beobachtende Korrektur bei Kupfer hat sich offenbar als kurzlebig erwiesen. Bereits im weiteren Handelsverlauf hat Kupfer einen Großteil der Verluste wettgemacht und ist um 1,4% auf 6.400 USD je Tonne gestiegen. Hinter dem neuerlichen Preisanstieg dürfte die wieder positivere Marktstimmung stehen, die sich in festen Aktienmärkten widerspiegelt. Denn Kupfer-spezifische Nachrichten hätten eher eine weitere Korrektur erwarten lassen. So hat der weltweit größte Kupferproduzent aus Chile seine Schmelzanlage im „Chuquicamata“-Minenkomplex, eine der größten Schmelzen Chiles mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 1,65 Mio. Tonnen, wieder in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurden die Konstruktionsarbeiten bei zwei großen Projekten wieder aufgenommen. Die Schmelze wie auch die Bauarbeiten wurden Ende Juni/Anfang Juli angehalten bzw. eingestellt, um das Coronavirus einzudämmen. Mittlerweile scheint der Produzent das Virus im Griff zu haben – auch dank zahlreicher Gegenmaßnahmen – und die Zahl der Neuinfektionen bei den Arbeitern geht angeblich zurück. Der Markt scheint sich für solche Nachrichten jedoch nicht zu interessieren und ist offenbar auf einem Ohr taub. Vor einigen Wochen wurde die Bekanntgabe des Produktionsstopps der Schmelze und des Baustopps bei den Projekten noch dazu genutzt, um den Kupferpreis weiter nach oben zu treiben. Die „Entwarnung“ verpufft dagegen und wird bislang nicht ausgepreist. Wir halten den Kupferpreis nach wie vor für zu hoch und erwarten eine Korrektur.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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