Währung

Trumps Drohungen – Wie reagieren die Märkte?

Jetzt testet EUR-USD halt mal die Oberseite

Er kann’s nicht lassen. Da denkt man, der US Präsident widmet sich anderen, für ihn persönlich sicherlich wichtigeren Themen als dem Handelskrieg, da muss er wieder sticheln. Diesmal gegen Brasilien und Argentinien, auf deren Stahl- und Aluminiumimporte er wieder Zölle erheben möchte. Vielleicht will er damit vom Thema China ablenken und im gleichen Zug seine Härte beweisen, indem er gegen Dritte stänkert. Die Fed bekam dabei gestern in dem präsidialen frühmorgendlichen Montags-Tweet auch gleich ihr Fett weg, sie solle bitteschön nicht erlauben, dass andere Länder, die ihre Währung abwerten, vom starken Dollar profitieren (spricht dass deren Produkte auf dem US Markt günstiger werden), was die heimischen Produzenten und Landwirte belastet, und die Zinsen senken. Den Markt bringen Trumps Kommentare aber schon länger nicht mehr aus der Fassung. Solange es keinen großen Game Changer im Handelskonflikt gibt, betrachtet der Markt derartige Tweets als Hintergrundgeräusche, die er getrost herausfiltern kann, schließlich sind sie in der Regel alle nicht neu. Trotz allem ist natürlich die Unsicherheit wieder gestiegen, was Mitte Dezember passiert. Die Ruhe der letzten Tage und Wochen könnte sich als trügerisch erweisen.

Beunruhigender ist für den Markt kurzfristig aber eher, dass die US Daten zum Wochenauftakt nicht wirklich überzeugen konnten. Der ISM Index bleibt unter der 50-Marke und auch die Unterkomponenten (Beschäftigung, neue Auftragseingänge, Preise) enttäuschten durch die Bank. Da es EUR-USD schon in den letzten Tagen nicht schaffte, unter die 1,10-Marke zu fallen, war dies ein gefundenes Fressen für den Markt, mal wieder die Oberseite zu testen. Die Basis hierfür legte der Caixin Einkaufsmanagerindex aus China am frühen Montagmorgen, der positiv überraschte, woraufhin die Rezessionsängste zurückgingen. Tiefergehende Erklärungen gibt es wohl nicht, warum EUR-USD jetzt wieder im Bereich von 1,1070 notiert. Denn auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde bleibt wenig inspirierend. Als Fazit von ihrem Erscheinen vor dem EU Parlament gestern lässt sich eigentlich nur festhalten, dass sie sich zum jetzigen Zeitpunkt nur darauf festlegen mag, das Richtige zu tun (was eigentlich jeder möchte), und dass sie viele in die Entscheidungen der EZB (zu welchem Thema auch immer) einbinden will – vermutlich auch deshalb, weil sie ein Neuling in Sachen Geldpolitik ist. Bis sich Lagarde in ihrer neuen Rolle eingelebt hat, wird die Kommunikation mit dem Markt deshalb wohl nicht einfach sein. EUR-USD dürfte sich derweil auf den aktuellen Niveaus einpendeln und jetzt immer mal wieder die Oberseite testen, je nachdem, was der Newsflow so bereithält.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

AUD: Die Reserve Bank of Australia wartet jetzt erstmal ab

Nach den drei Zinssenkungen in diesem Jahr wird die Reserve Bank of Australia (RBA) erst einmal abwarten und den Leitzins auf absehbare Zeit unverändert lassen. Denn die Wirtschaft hat laut RBA offensichtlich den Wendepunkt erreicht. Sie rechnet für die kommenden Quartale mit einem wieder etwas stärkeren Wachstum und infolgedessen auch mit steigender Inflation und sinkender Arbeitslosigkeit. Eine Einigung zwischen den USA und China scheint möglich, was die Risiken für die australische Wirtschaft verringern würde. Zwar bleibt die RBA weiterhin vorsichtig und wachsam, aber sie möchte erst einmal den Effekt der vorangegangenen Zinssenkungen abwarten, deren Auswirkungen sich angesichts der langen Transmissionsmechanismen der Geldpolitik nur langsam entfalten werden. Es steht und fällt alles mit der Einigung zwischen den USA und China. Lediglich in dem Fall, dass sich der Handelskonflikt wieder verschärft und sich damit die Aussichten für Wachstum, Inflation und Beschäftigung eintrüben, dürfte die RBA eine Fortführung des Zinssenkungszyklus erwägen. Angesichts dessen konnte der AUD nach der Zinsentscheidung der RBA aufwerten. Aber auch für den AUD steht und fällt alles mit einem Deal zwischen den USA und China.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU83ZA Call EUR/AUD Hebel: 4,8
CU8EL3 Put EUR/AUD Hebel: 4,7
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CNY: Die neuen Handelssorgen

Die Verbesserung der chinesischen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) vermochte die Risikostimmung am Markt nicht zu stützen. Denn die PMI-Freude steht in gewisser Weise im Schatten der Handelssorgen. Da die USA die sogenannte „Hong Kong Bill“ durchgewunken haben, kündigte China gestern einige Vergeltungsmaßnahmen an. Letztere ließen die Befürchtung aufkommen, dass dem „Phase-1-Deal“ noch weitere Faustschläge drohen. Indes scheinen Trumps neue Zolldrohungen gegen Brasilien, Argentinien und Frankreich nahezulegen, dass eine Welle von Handelsspannungen unvermeidlich ist. Vor diesem Hintergrund ist völlig unsicher, ob die für den 15. Dezember angekündigten Zölle auf chinesische Waren, so wie vom Markt erwartet, aufgeschoben werden. US-Handelsminister Wilbur Ross erklärte gegenüber den Medien: „Der Präsident hat deutlich gemacht, dass er die Zölle, d. h. die erhöhten Zölle, in Kraft setzt, wenn bis zum 15. Dezember nichts mehr passiert.“ Der Markt hat also neue Unsicherheiten zu verdauen. Bleibt zu hoffen, dass das Licht am Ende des Tunnels nicht zu lange auf sich warten lässt.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU9PUB Call EUR/CNH Hebel: 4,9
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 4,2
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Trumps Drohungen können BRL nichts anhaben

Laut US-Präsident Donald Trump sollen die Importzölle für Stahl und Aluminium aus Brasilien und Argentinien wieder erhoben werden. Dabei kritisiert Trump, dass in beiden Ländern die Währung stark abgewertet habe, was US-Farmer benachteilige. Dieser Vorwurf erscheint etwas bizarr, bedenkt man, dass die brasilianische Notenbank erst kürzlich erneut am Devisenmarkt interveniert hat, um den BRL zu stützen. Auf die gestrige Meldung reagierte der BRL kaum. Insgesamt war es sogar ein freundlicher Tag für die brasilianische Währung. Möglich, dass Trumps Ankündigungen an Durchschlagskraft verloren haben. Oder aber der Markt hält die Auswirkungen der angedrohten Zölle auf die brasilianische Wirtschaft für überschaubar. Schließlich exportiert Brasilien vor allem Agrarprodukte, und der wichtigste Handelspartner ist China.

Heute richtet sich der Blick mit der Veröffentlichung des BIP für das dritte Quartal auf die heimischen Konjunkturdaten. Zuletzt hatte es Hinweise auf eine mögliche Erholung der brasilianischen Wirtschaft gegeben. Möglicherweise können die heutigen Daten dies bestätigen. Es wird mit einem Plus von 0,4% gegenüber Vorquartal gerechnet. Fallen die Daten tatsächlich positiv aus, dürften Spekulationen, dass die Notenbank auf ihrer Sitzung nächste Woche nur um 25 Bp senken oder vielleicht sogar überhaupt nicht senken wird, zunehmen, was den BRL stützen sollte.