Rohstoffe

Trump erwägt Lockerung der Iran-Sanktionen, Ölpreise verlieren deutlich

Energie: Die Ölpreise brachen gestern am frühen Abend um bis zu 3% ein und erholten sich bislang kaum. Brent handelt am Morgen bei 61 USD je Barrel, WTI bei 56 USD. Zwar berichtete das US-Energieministerium einen unerwartet kräftigen Rückgang der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 6,9 Mio. Barrel und bestätigte damit den vom API gemeldeten Lagerabbau vom Vortag, was vom Markt allerdings kaum beachtet wurde. Schwerer wog dagegen ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach US-Präsident Trump bei einem Treffen mit engen Vertrauten im Weißen Haus am Montag eine Lockerung der Iran-Sanktionen ins Spiel gebracht haben soll, um noch in diesem Monat ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Ruhani zu erreichen. Unterstützung erhielt er dabei durch Finanzminister Mnuchin. Der kurz darauf von seinem Posten entbundene Sicherheitsberater Bolton soll sich vehement dagegen ausgesprochen haben. Durch dessen Abgang sind die Chancen gestiegen, dass Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zwischen den USA und dem Iran kommt. Eine mögliche Rückkehr der iranischen Ölexporte käme zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da dem Ölmarkt Anfang 2020 schon jetzt ein erneutes Überangebot bevorsteht. Davor warnte auch die OPEC in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht. Sie forderte deshalb alle Produzentenländer auf, ihrer Verantwortung nachzukommen, d.h. die zugesagten Produktionskürzungen strikt umzusetzen. Zuletzt hatten mehrere Länder der OPEC+ ihre Produktion deutlich über das vereinbarte Niveau erhöht, allen voran der Irak und Nigeria, aber auch Russland. Die aktuelle Debatte um stärkere Produktionskürzungen geht daher an der Realität vorbei. Vielmehr sollten zunächst die bereits geltenden Kürzungen umgesetzt werden. Auch die OPEC reduzierte ihre Nachfrageprognose für 2019. Sie erwartet nun einen Anstieg um gut 1 Mio. Barrel pro Tag.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold hat sich wieder an die Marke von 1.500 USD je Feinunze rangerobbt. Heute richtet sich der Blick der Marktteilnehmer nach Frankfurt, wo die EZB-Sitzung stattfindet. Die Erwartungen an die EZB, die Geldpolitik zu lockern, sind groß. Unsere Volkswirte erwarten, dass die EZB den Einlagesatz um 20 Basispunkte auf -0,6% senken und einen Staffelzins zur Entlastung der Banken ankündigen wird. Ebenso dürfte es eine Neuauflage der Anleihekäufe von 40 Mrd. EUR im Monat für zunächst neun Monate geben. Wir haben damit eine aggressivere Schätzung als der Markt. Sollte es tatsächlich zu diesen Maßnahmen kommen, dürfte der Euro deutlich abwerten, was Gold zunächst belasten sollte. In Euro gerechnet dürfte Gold allerdings von der Währungsentwicklung profitieren. Sollte die EZB hingegen enttäuschen, würde der Euro wohl aufwerten – und Gold im Ergebnis steigen. Grundsätzlich sehen wir die Lockerung der Geldpolitik preisunterstützend für Gold, da Gold in seiner Eigenschaft einer wertstabilen Anlage für Inflationsschutz sorgen sollte. Auch darf man nicht vergessen, dass nächste Woche die US-Notenbank Fed tagt, von der wir ebenfalls eine (weitere) Zinssenkung erwarten. Je nachdem wie sehr die EZB heute wirbelt, dürfte US-Präsident Trump weiter gegen die Fed und ihren Vorsitzenden Powell wettern und so den politischen Druck auf die Fed hochhalten. Wir erwarten folglich, dass Gold schon kurzfristig seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Entspannungszeichen im Handelsstreit zwischen den USA und China führen heute Morgen dazu, dass Kupfer auf knapp 5.900 USD je Tonne steigt. US-Präsident Trump hat als Geste des guten Willens die geplante Erhöhung von Importzöllen auf chinesische Güter im Umfang von 250 Mrd. USD vom 1. Oktober auf den 15. Oktober verschoben. Möglicherweise möchte Trump abwarten, wie die geplante Gesprächsrunde Anfang Oktober verläuft, bevor er den nächsten Schritt macht. China überlegt derweil, ebenfalls als Zeichen des guten Willens vor den Gesprächen US-Agrarprodukte zu kaufen. Gestern hatte China bereits eine Liste mit US-Gütern veröffentlicht, die von den Zöllen ausgenommen werden sollen. Wie nachhaltig diese Entspannungszeichen sind, lässt sich jetzt noch nicht sagen. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder mal Anlass zur Hoffnung, die jedoch auch stets wieder enttäuscht wurde. Die Gewinne von Kupfer könnten daher kurzlebig sein.

Die geplanten konzertierten Produktionskürzungen der chinesischen Zinnschmelzen dürften laut Einschätzung der International Tin Association (ITA) zu einem Abbau der lokalen Lagerbestände führen. Die chinesische Zinnproduktion könnte laut ITA-Schätzung in diesem Jahr auf 145-150 Tsd. Tonnen fallen, falls die Kürzungen allesamt umgesetzt werden. Dem gegenüber steht eine erwartete Zinnnachfrage von knapp 160 Tsd. Tonnen. In den Lagerhäusern der SHFE liegen aktuell 4,9 Tsd. Tonnen Zinn, die Bestände wurden seit Juli bereits deutlich abgebaut. China, das sich 2018 zum Netto-Exporteur von Zinnraffinade gewandelt hat, könnte unseres Erachtens nun wieder verstärkt Zinn am Weltmarkt nachfragen. Wo das Zinn herkommen soll, ist allerdings nicht ganz klar. Denn auch Indonesien, der weltweit größte Zinnexporteur, hatte letzte Woche angekündigt, wegen der niedrigen Preise die Ausfuhren zu begrenzen. Laut dem Verband der indonesischen Zinnexporteure sollen in diesem Jahr noch 66 Tsd. Tonnen Zinn ausgeführt werden, etwa 10 Tsd. Tonnen weniger als im letzten Jahr. Die Verknappung des Angebots sollte unseres Erachtens zu einer weiteren Erholung des Zinnpreises beitragen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7L Long Copper Future Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.