Rohstoffe

Trump befeuert die Ölpreise

Energie: Spannend, spannender, der Ölmarkt!

Die Ölmarktteilnehmer konnten sich zuletzt ohnehin nicht über Langeweile beschweren. Tägliche Hiobsbotschaften über höhere Produktion und Exporte Saudi-Arabiens, ausufernde Lagerbestände und einen beispiellosen Nachfrageeinbruch haben für extrem hohe Tagesschwankungen gesorgt. Doch die gestrige Reaktion auf die Äußerung von US-Präsident Trump, der eine Produktionskürzung von Saudi-Arabien und Russland in der Größenordnung von 10-15 Mio. Barrel (pro Tag?) in Aussicht gestellt hat, hat alles davor in den Schatten gestellt. Der Brentölpreis ist daraufhin um mehr als 40% auf gut 36 USD je Barrel nach oben geschossen.

Plötzlich sind ganz andere Töne sowohl von Russland als auch von Saudi-Arabien zu hören. Inbesondere das Königreich, das gerade noch sein Bekenntnis zum Preiskrieg unterstrichen und die Ölproduktion erstmals überhaupt auf 12 Mio. Barrel täglich erhöht hat, will ein außerordentliches Treffen der OPEC und anderen Ölproduzentenländer einberufen, das am Montag stattfinden soll. Abgesehen davon, dass Saudi-Arabien wahrscheinlich sowohl von Russland als auch von den USA (deren Ölindustrie aktuell am stärksten betroffen scheint) starke Produktionseinschränkungen fordern wird, ist eine (freiwillige) Kürzung um 10 Mio. Barrel täglich oder mehr schwer umsetzbar und damit illusorisch. In den USA hätte eventuell nur der Bundesstaat Texas eine gesetzliche Grundlage für eine vorgegebene Kürzung. Eine geringere Produktionskürzung hätte angesichts des dramatischen Nachfrageeinbruchs nicht den gewünschten Effekt. Wenngleich die Diskussionen über eine Zusammenarbeit der ölproduzierenden Länder den Ölpreis aktuell unterstützen könnte, halten wir die Realität am Ölmarkt für deutlich eingetrübter. Wir tragen der aktuellen Entwicklung Rechnung und reduzieren unsere Jahresendprognose für Brent auf 40 USD je Barrel. Das entspricht einer Abwärtsrevision um 10 USD gegenüber der bisherigen Prognose.

Europäische Gaspreise auf Rekordtief

Der europäische Gaspreis (TTF, nächster Monat) ist diese Woche auf ein Rekordtief von 6,6 EUR je MWh gefallen. Noch im Dezember lag der TTF-Preis bei über 15 EUR je MWh. Neben dem massiven Rückgang der Ölpreise belasten den Gasmarkt die rekordhohen Lagerbestände, die derzeit ein Viertel voller als zu diesem Zeitpunk im Durchschnitt der letzten fünf Jahre sind. Die rekordhohen Lieferungen über Pipeline und LNG-Terminals im Vorjahr gepaart mit einem milden Winter haben dazu geführt. Zudem dürfte aufgrund des wirtschaftlichen Stillstands derzeit deutlich weniger Erdgas verbraucht werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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CJ3D4XLongOil Brent Future Faktor: 2
CJ3D46ShortOil Brent Future Faktor: -2
CJ8EWYLongOil WTI Light Crude Faktor: 2
CJ3D4NShortOil WTI Light Crude Faktor: -2
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold profitiert von katastrophalen US-Daten

Gold stieg gestern um gut 1% auf 1.620 USD je Feinunze und trotzte damit dem weiter aufwertenden US-Dollar. Gold in Euro näherte sich im Zuge dessen wieder der Marke von 1.500 EUR je Feinunze. Auftrieb gaben desaströse Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist in der letzten Woche auf 6,7 Mio. nach oben geschnellt. Damit haben sich in den letzten beiden Wochen 10 Mio. Menschen arbeitslos gemeldet. Dies zeichnet ein katastrophales Bild der wirtschaftlichen Lage in den USA. Die heutigen Arbeitsmarktdaten für März werden dies allerdings noch nicht widerspiegeln, da die letzten beiden Wochen darin noch nicht enthalten sind. Umso schlechter dürfte der Bericht für April ausfallen. Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht. Die Zahl der bestätigten mit dem Coronavirus infizierten Menschen weltweit liegt inzwischen laut Daten der Johns Hopkins Universität bei mehr als 1 Mio. Davon entfallen knapp ein Viertel auf die USA. Insbesondere dort steigt die Zahl der Infizierten rasant. Vom ursprünglichen Ansinnen, die Wirtschaft nach Ostern wieder hochzufahren, hat US-Präsident Trump inzwischen Abstand genommen. Selbst das neue Zieldatum Ende April scheint ambitioniert. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für weitere billionenschwere Stimulierungsmaßnahmen seitens der US-Regierung und der US-Notenbank. Die Nachfrage nach Gold sollte hiervon profitieren. Die Gold-ETFs verzeichneten auch gestern Zuflüsse. Unterdessen befinden sich die Goldraffinerien in der Schweiz in Gesprächen mit den lokalen Behörden, die Produktion in der nächsten Woche schrittweise wieder aufzunehmen. Dies würde helfen, die Knappheit von physischem Gold zu verringern.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ7RLNLongGold FutureFaktor: 3
CJ7RLHShortGold FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Starke Produktionsausweitung von Kupfer angekündigt

Der sprunghafte Anstieg der Ölpreise (siehe Energie oben) hat gestern zwar einen weiteren Rückgang der Metallpreise verhindert, Auftrieb hat er ihnen aber kaum gegeben. Kupfer legte immerhin auf 4.900 USD je Tonne zu. In den letzten Tagen haben große asiatische Kupferproduzenten angekündigt, in diesem Jahr ihre Produktion von Kupferraffinade deutlich steigern zu wollen. Demnach will sie der größte chinesische Kupferschmelzer um 6% auf 1,65 Mio. Tonnen ausweiten, der zweitgrößte japanische sogar um fast 11% auf 450 Tsd. Tonnen. Der japanische Produzent hat seinen Produktionsplan aber noch vor der Coronavirus-Krise aufgestellt und kann eigenen Angaben zufolge den Einfluss der Pandemie noch nicht ganz abschätzen. Der chinesische Kupferschmelzer sieht lediglich Risiken für die Nachfrage durch das Coronavirus. Beide Produzenten sind unseres Erachtens aber abhängig von Importen von Kupfererz und -konzentrat, das zu Raffinade verarbeitet wird. Und da zeichnet sich unserer Meinung nach ein Engpass ab, weil viele Minenunternehmen aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen mussten. Dies macht sich schon in den Schmelz- und Verarbeitungsgebühren (sog. TC/RCs) bemerkbar, die bereits in der zweiten März-Hälfte zumindest in China gefallen sind. Auch die Preise für Schwefelsäure, ein Nebenprodukt in der Kupferproduktion, fallen bereits wieder. Die Pläne der beiden Produzenten hören sich daher für uns aus heutiger Sicht optimistisch an. Dass Chile als weltweit größter Kupferminenproduzent im Februar deutlich mehr Kupfer produziert hat, spielt keine Rolle. Denn im Februar war das Coronavirus noch nicht in Chile angekommen. Der Anstieg um über 8% gegenüber Vorjahr war in erster Linie der niedrigen Vergleichsbasis vor einem Jahr geschuldet. Mittlerweile wurde die Produktion dort stark gedrosselt, da viele Arbeiter nach Hause geschickt wurden, um Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Ebenso könnten einige Anlagen wegen des Kupferpreisverfalls seit Jahresbeginn (-21%) ganz geschlossen werden.

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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7GLongCopper FutureFaktor: 3
CU54EWShortCopper FutureFaktor: -3
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