Top Charts

Technische Verkaufssignale mahnen zur Vorsicht

Die europäischen und deutschen Aktienmärkte hatten nach der ersten „Corona-Baisse“ (Februar/März 2020) mit dem Rückenwind der sehr lockeren Geldpolitik bis Mitte Juni 2020 eine kräftige Kurserholung durchlaufen. In den Folgemonaten ergab sich dann nur noch ein freundlicher Grundton mit einer differenzierten Kursentwicklung bei Sektoren und Einzelwerten. Parallel zur Verschlechterung der Nachrichtenlage rund um die Corona-Pandemie und der immer intensiveren Diskussion bzgl. Teil-Lockdowns in Europa trübt sich die technische Lage in den führenden europäischen Aktienindizes sowie bei vielen Standardwerten wieder ein. 

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Danone: Im beschleunigten Baisse-Trend

Der Lebensmittelkonzern Danone ist zurzeit im EURO STOXX 50 enthalten. Einerseits gehört diese Aktie zu den technischen Marathonläufern in Europa, da sich der Titel seit über 30 Jahren in einer Aufwärtsbewegung befindet. Im europäischen Lebensmittelsektor konnte diese Aktie aber nicht eine vergleichbar gute Kursentwicklung wie die Sektorschwergewichte oder aber spezialisierte mittelgroße Aktien erzielen. Das Unternehmen war zuletzt durch Veränderungen in der Geschäftsstrategie (Ankündigung von Portfolioüberprüfungen) und im Topmanagement aufgefallen. Innerhalb der 30-jährigen Aufwärtsbewegung hatte die Aktie einen Hausse-Trendkanal (Start: Mai 2010 bei €39,3; die Kurse einer Aktie laufen zwischen zwei parallelen Trendlinien nach oben) herausgebildet. Hierbei kam es in 2019 zu den Allzeithochs bei €82,4. Die Folgezeit ist bei der Aktie allerdings geprägt durch Eintrübungen. Zuerst sorgten Take-Profit- und Verkaufssignale für eine Kursetablierung unterhalb der 200-Tage-Linie. In der ersten “Corona-Baisse” (ab Mitte Februar 2020) folgten weitere Verkaufssignale, sodass der fast 10-jährige Hausse-Kanal im März 2020 verlassen wurde. Nach dem Kurseinbruch bis auf €50,2 (März 2020) kam es zwar zu einer technischen Erholung, jedoch wurde der neue Baisse-Trend (Baisse-Trendlinie aktuell bei €58,0) nicht beendet. Zuletzt ist der Titel mit weiteren Verkaufssignalen auf neue Baisse-Tiefs gefallen, sodass sich auch die relative Schwäche im EURO STOXX 50 verfestigt hat. Aufgrund dieser fehlenden, technischen Perspektiven bleibt Danone ein Verkauf bzw. ein technischer Tausch.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL95NWCallDanoneHebel: 6,2
SB7PW6PutDanoneHebel: 6,4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

HeidelbergCement: Technisches Recovery ist beendet

Beim Baustoffzulieferer HeidelbergCement mündete die Hausse, die im März 2009 bei €18,0 startete in den Jahren 2017/2018 in eine Seitwärtsbewegung oberhalb des Supports um €76,8. Diese erhielt den technischen Charakter einer Doppeltop-Formation. Im Sommer 2018 war der Titel mit einem übergeordneten Verkaufssignal aus der Topformation herausgefallen und hat eine Gegenbewegung auf die vorherige Hausse etabliert. Bei dieser Gegenbewegung handelt es sich um eine neue Baisse-Bewegung (zentraler, dreijähriger Baisse-Trend liegt jetzt bei €60,0), wobei sich ein Wechselspiel aus Verkaufssignalen, mittelfristigen Abwärtstrends und Kurserholungen ergeben hat. In der ersten „Corona-Baisse“ war der Kurs von HeidelbergCement mit Sell-off bis auf €29,0 eingebrochen. Es folgte – parallel zum Gesamtmarkt – eine technische Kurserholung bzw. ein neuer mittelfristiger Aufwärtstrend, der die Aktie bis in die Nähe des zentralen, dreijährigen Baisse-Trends geführt hat. Zuletzt ist der Titel mit einem neuen Take-Profit-Signal aus diesem mittelfristigen Aufwärtstrend zur Seite herausgefallen. Zwar signalisiert die technische Gesamtlage keinen neuen Kurseinbruch in Richtung der €29,0 aus dem März 2020 jedoch sollte nicht mehr als eine schwankungsintensive Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Kursniveau herauskommen. Deshalb sollte das Take-Profit-Signal auch umgesetzt werden, da sich die neue Seitwärtspendelbewegung über viele Monate hinziehen kann.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL96D8CallHeidelbergCementHebel: 4,4
CL02XSPutHeidelbergCementHebel: 4,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.