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Technische Verkäufe und Switch-Kandidaten

Die Kurserholung an den europäischen und deutschen Aktienmärkten, die seit dem März 2020 zunächst mit einem sehr hohen und danach mit einem reduzierten Aufwärtsmomentum ablief, verliert in den letzten Handelswochen an Dynamik. Trotz der weiter leicht sinkenden Anleiherenditen diesseits und jenseits des Atlantiks belasten die zuletzt (schlechten) Konjunkturdaten für Europa und die USA und besonders der schwächere US-Dollar die Aktienmärkte. Hierdurch werden bei einigen europäischen Sektoren und Standardwerten, die bereits an den Märkten als „Corona-Krisenverlierer“ angesehen werden, die technische Lage und die relative Schwäche noch verstärkt. Die entsprechenden Titel sind und bleiben aufgrund der eingetrübten technischen Perspektiven Verkäufe bzw. bieten sich zur Liquiditätsbeschaffung an. Bei index-orientierten Investments sollten sie untergewichtet werden. Neben den schon besprochenen Titeln kommt aus dem STOXX 50 noch die britische Vodafone hinzu. Aus dem EURO STOXX 50 sind die spanischen Titel Amadeus IT und BBVA zu nennen. Im DAX hat Covestro mit einer relativen Schwäche zu kämpfen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Vodafone: Technische Baisse setzt sich fort

Die britische Vodafone Group bietet eine umfangreiche Palette von Mobilfunkaktivitäten, wobei Geschäftsschwerpunkte in Kontinentaleuropa und Großbritannien liegen. Vodafone war vor gut 20 Jahren durch die Übernahmeschlacht um den damaligen deutschen Konkurrenten Mannesmann aus technischer Sicht mitverantwortlich für die sehr ausgeprägte Hausse im europäischen Telekomsektor zum Jahreswechsel 1999/2000. Damals entstanden mit Kursen um 571 GBp (Februar 2000) die bisherigen All-Time-High bei Vodafone. Das britische Pfund notierte damals gegenüber dem Euro noch deutlich höher. Seit gut 20 Jahren befindet sich die Aktie in einer übergeordneten Abwärtsbewegung. Seit dem Jahreswechsel 2013/2014 und Kursen um 300 GBp beschleunigt sich diese (langfristige) Baisse-Bewegung. Im Jahr 2018 war der Titel mit einem weiteren, ausgeprägten Verkaufssignal aus der noch vorliegenden, mittelfristigen Seitwärtspendelbewegung oberhalb der gestaffelten Unterstützungszone um 180 GBp unter Druck gekommen. Hierdurch wurde ein beschleunigter Baisse-Trend etabliert, wobei die aktuelle Baisse-Trendlinie bei 145 GBp liegt. Im Zuge der Corona-Baisse (Februar/März 2020) war der Titel bis auf 93 GBp eingebrochen. Danach setzte zwar eine moderate Kurserholung ein. Jedoch ist der Titel weder an den Baisse-Trend zurückgelaufen noch hat sich die mittelfristige, relative Schwäche gegenüber den wichtigen europäischen Aktienindizes abgeschwächt. Zuletzt hat sich Vodafone mit einem neuen (Trading-)Verkaufssignal aus dieser Erholung bereits wieder nach unten abgesetzt. Auch die Ankündigung von Vodafone mit der Aktienemission des Funkturmgeschäftes “Vantage Towers” mit einem geplanten Listing in Frankfurt hat bisher zu keiner Verbesserung der technischen Gesamtlage geführt. Aufgrund der intakten relativen Schwäche und der fehlenden Hinweise auf eine technische Bodenformation bleibt Vodafone ein Verkauf bzw. ein Switch.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB1MW4LongVodafone GroupFaktor: 4
SB1MVMShortVodafone GroupFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

BBVA: Euro Stoxx 50-Mitgliedschaft ist in Gefahr

Die spanische Großbank BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) ist nicht nur auf dem Heimatmarkt (iberische Halbinsel) sondern auch mit umfangreichen Geschäftsaktivitäten in den USA und Lateinamerika sowie in der Türkei tätig. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie gerade in diesen Regionen sollte es nicht überraschen, wenn sich dies auch in der aktuellen technischen Gesamtlage der Aktie wiederfindet. BBVA befindet sich seit dem All-Time-High im März 2007 (um €19,0) in einer langfristigen, technischen Baisse. Der zentrale, 13-jährige Baisse-Trend, der am All-Time-High startet und z. B. über das Zwischenhoch bei €7,9 (August 2017) läuft, befindet sich aktuell bei ungefähr €6,0. Innerhalb dieser langfristigen Bewegung war es der Aktie in den letzten Jahren wiederholt gelungen, die langfristige Support-Zone um €4,3 zu verteidigen. Im Zuge der Corona-Baisse ist der Titel aber durch diese Support-Zone gefallen und hat eine weitere Baisse-Beschleunigung etabliert. Von dem Kurseinbruch bis auf €2,45 (März 2020) erholte sich der Titel kaum, sodass sich die mittelfristige relative Schwäche zum Euro Stoxx 50 sogar noch ausgebaut hat. Als Konsequenz gehört BBVA jetzt zu den EURTO STOXX  50-Entnahmekandidaten bei der im September 2020 anstehenden regulären, jährlichen Überprüfung der Index-Zusammensetzung. Aufgrund dieser index-technischen Belastungen und der weiterhin fehlenden technischen Perspektiven bleibt BBVA ein Verkauf bzw. ein Switch.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB0CF8LongBBVAFaktor: 4
SR8WERShortBBVAFaktor: -4
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Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Covestro: Mittelfristige, moderate relative Schwäche

Der im DAX vertretene Chemiekonzern Covestro produziert, vermarktet und verkauft schwerpunktmäßig Polymere und Hochleistungskunststoffe. Die technische Kursentwicklung des Titels seit dem Jahr 2015 lässt sich in nur zwei Phasen unterteilen. Zuerst – ausgehend vom damaligen Kurstief bei €24,3 Euro (Oktober 2015; Support-Zone) – eine technische Hausse, wobei der Titel in einem Bilderbuch-Hausse-Trend bis auf das bisherige All-Time-High um €95,8 (Januar 2018) stieg. Durch diese ausgeprägte relative Stärke – in Kombination mit der Erhöhung des Streubesitzes – war es Covestro gelungen, im März 2018 in den DAX aufzusteigen. Danach ist der Kurs des Titels umgeschlagen und der Wert befindet sich – begleitet von mehreren Verkaufssignalen – in einer technischen Baisse-Bewegung. Einerseits hat sich durch die Corona-Baisse am Gesamtmarkt diese technische Baisse in Covestro mit einem Kurseinbruch bis auf €23,5 (März 2020; liegt noch im Umfeld der Support-Zone aus dem Jahr 2015) noch beschleunigt. Andererseits deutet die seitdem laufende Kurserholung zumindest die technische Chance auf den Eintritt in eine mittelfristige Bodenformation an. Trotzdem ist Covestro jetzt im DAX in einer index-technischen schwachen Position angekommen und es sollte nicht überraschen, wenn sich der Titel mit Blick auf die nächste reguläre, jährliche Überprüfung der DAX-Zusammensetzung im September 2020 der Index-Entnahmediskussion nur noch schwer entziehen kann. Aufgrund der mittelfristig moderaten relative Schwäche (gegenüber dem DAX) und der fehlenden technischen Perspektiven bietet sich auch Covestro zurzeit für einen technischen Switch an.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB0CDSLongCovestro Faktor: 4
SR8WCFShortCovestro Faktor: -4
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