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Technische Favoriten für das zweite Halbjahr 2020

Durch die Kurserholungen an den internationalen Aktienmärkten in den letzten Wochen, die auch von den Programmen der Notenbanken und Regierungen unterstützt wurden, ist ein Teil der technischen Verzerrungen aus der „Corona-Baisse“ vom Februar/März 2020 wieder ausgeglichen worden. Deshalb sollte es überraschen, wenn die führenden Aktienindizes in Europa und Deutschland in den kommenden Wochen in Seitwärtsbewegung hineinlaufen. Im Regelfall haben dann Sektor- und Einzelaktienaspekte wieder einen stärkeren Einfluss auf die Kursentwicklung der Aktien. Mit Blick auf das zweite Halbjahr 2020 bieten sich als technische Favoriten im Bereich der Blue-Chips und der europäischen Mid-Caps Titel an, die sich in intakten Hausse-Bewegungen befinden und zuletzt neue (Investment-)Kaufsignale gegeben haben. Aus dem EURO STOXX 50 finden sich deshalb z.B. die französische L’Oreal und die deutsche SAP auf der technischen Kaufliste. Im Bereich der Mid-Caps sind zurzeit der schweizer Spezialchemietitel Givaudan, der niederländische Spezialchemiewert DSM und aus dem Bereich HealthCare die deutsche Gerresheimer auf der Kaufliste.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

L’Oreal: Technische Neubewertung setzt sich fort

Der französische Kosmetik-Konzern L’Oreal ist und bleibt ein Musterbeispiel für einen technischen Marathonläufer (steht für Titel in sehr langfristigen Aufwärtsbewegungen, wobei dieser Wert im Regelfall während einer Gesamtmarkthausse neue All-Time-Highs liefert). Die 40-jährige Langfristhausse der Aktie (Start: 1981 bei €0,90) besteht bisher aus nur drei technischen Phasen. Zuerst der Hausse-Trend von 1981 bis 2000 mit einem Anstieg auf €95,3. Die zweite Phase war eine Seitwärtspendelbewegung unterhalb der Resistance-Zone von €95,0 bis €100,0 bis zum Jahr 2013: Die dritte Phase ist wieder ein Hausse-Trend, der im Jahr 2009 bei €46,0 losgelaufen ist, im Jahr 2013 die Resistance-Zone um €100,0 überwunden hat und dessen zentrale, 11-jährige Trendline aktuell bei €200,0 liegt. L’Oreal war sogar in der Lage, diesen zentralen Hausse-Trend während der Corona-Baisse (Februar / März 2020) zu verteidigen. Zuletzt weitet sich die laufende mittelfristige Aufwärtsbewegung aufgrund des neuen Investment-Kaufsignals (Juni 2020; Sprung über den Resistance bei €278,5) aus und L’Oreal befindet sich mit neuen All-Time-Highs wieder in der technischen Neubewertung. Da das nächste technische Etappenziel in der Kursetablierung deutlich oberhalb von €300,0 liegen sollte, bleibt L’Oreal ein defensiver, technischer (Zu-)Kauf.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU3GJQLongL'OrealFaktor: 4
SR8WFJShortL'OrealFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

SAP: Langfristiger Hausse-Trend weiterhin intakt

Im technischen Fahrwasser einiger US-Tech-Giganten, die sich in ausgeprägten, technischen Hausse-Bewegungen befinden, ist auch der Sektorindex STOXX Technology, der zurzeit die 35 größten europäischen Technologie-Aktien umfasst, auf neue All-Time-Highs gestiegen. Der deutsche Softwarekonzern SAP führt diese Sektorentwicklung mit an. Der Titel befindet sich seit Oktober 2008 (Start bei €20,7) in einem technischen Hausse-Zyklus, wobei der seit fast 12 Jahren bestehende, zentrale Hausse-Trend mit seinem Wechselspiel aus Investment-Kaufsignalen, Aufwärtsschüben und trendbestätigenden Konsolidierungen €100,0 erreicht hat. Dieser 12-jährige Trend wurde zwar innerhalb der Corona-Baisse kurzfristig nach unten verlassen, jedoch ist dieser Trend durch die direkte Kurserholung von SAP und dem direkten “Wiedereinstieg” in den Hausse-Trend weiterhin gültig. Als Konsequenz deutet sich eine Fortsetzung der technischen Hausse bei SAP an. Hierbei hat die Aktie das seit März 2020 bei €82,1 startende “V”-Recovery (es liegt aus technischer Sicht ein „V“ vor, wenn der Wert mit der gleichen Dynamik steigt, wie er zuvor gefallen ist) ausgebaut. In den letzten Handelstagen konnte SAP die Resistance-Zone um €128,0 überwinden und All-Time-Highs erreichen. Die Gesamtlage signalisiert, dass SAP die technische Neubewertung wieder aufnimmt, wobei das nächste mittelfristige technische Etappenziel bei €140,0 bis €145,0 liegen sollte. Zusammengefasst bleibt SAP mit seiner relativen Stärke gegenüber den wichtigen europäischen Aktienindizes ein technischer (Zu-)Kauf.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9UY1CallSAPHebel: 8,8
CL0AP0PutSAPHebel: 8,8
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Gerresheimer: Technische Neubewertung kommt in Gang

Gerresheimer, deren Geschäftsmodel die Entwicklung und Fertigung von Spezialprodukten (inkl. Behältern) aus Kunststoff und Glas ist, die z.B. in der Kosmetik-Industrie sowie für Arzneiprodukte verwendet werden, wird von Aktienmarkt aktuell als ein „Corona-Krisengewinner“ angesehen. Der seit 2007 wieder am deutschen Aktienmarkt gelistete Titel hat einen defensiven technischen Wachstumscharakter. Ausgehend vom dem Kurstief bei €13,0 (März 2009) befindet sich der Wert in einer technischen Hausse. Diese besteht auch nur aus drei Phasen. Zuerst der Kursaufschwung bis zum Juni 2017 mit einem Anstieg bis auf fast €80,0. Die zweite Phase, die zum Jahresanfang 2016 startete und bis zum Juni 2020 dauerte, war eine Seitwärtspendelbewegung mit der gestaffelten Support-Zone von €50,0 bis €55,0 und der gestaffelten Resistance-Zone von €76,6 bis €80,0. Diese Seitwärtspendelbewegung war aus übergeordneter technischer Sicht eine Pause bzw. Konsolidierung im Hausse-Zyklus, wobei diese Konsolidierung einen trendbestätigenden Charakter (nach oben) aufwies. Auch in der Corona-Baisse konnte sich die Aktie in dieser Seitwärtspendelbewegung halten. In den letzten Tagen etablierte die Aktie einen neuen, mittelfristigen Aufwärtstrend, wobei der Titel zunächst in die gestaffelte Resistance-Zone (€76,5 – €80,5) geführt wurde. Zuletzt ist die Aktie in die dritte technische Phase, eine neue Aufwärtsbewegung hineingelaufen. Mit dem übergeordneten Investment-Kaufsignal (Sprung über die Resistance-Zone) steht bei Gerresheimer eine technische Neubewertung an. Zwar sollte sich die zuletzt gesehene kurzfristige Aufwärtsdynamik wieder normalisieren, jedoch deutet die technische Gesamtsituation ein Kurspotential bis in den Bereich von €95,0 bis €100,0 an. Da sich der technische Hausse-Zyklus weiter fortsetzen sollte, bleibt Gerresheimer weiterhin ein defensiver, technischer (Zu-)Kauf.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ2346LongGerresheimer Faktor: 4
SR8WCVShortGerresheimer Faktor: -4
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DAX: In H2 2020: Fokus auf die Resistance 13.000 – 13.800

Der DAX, ein Performance-Index startete im März 2009 seinen Hausse-Zyklus, der bis zum Februar 2020 und Kursen um 13.795 insgesamt einen Anstieg von +270% im eingebracht hat. Ab dem Jahr 2015 hat dieser Hausse-Zyklus im DAX im internationalen Vergleich an Aufwärtsdynamik verloren, sodass der Kursaufschwung bis zum Februar 2020 das vorherige Kurshoch nur noch moderat überbieten konnte. Die Corona-Baisse drückte den DAX – begleitet von mehreren Verkaufssignalen – bis auf ein Kursniveau um 8.255, wobei dieser technischen Sell-off letztendlich erst an der alten, 13-jährigen Support-Zone im Bereich um 8.150, die von März 2000 bis zum Jahr 2013 als Widerstandszone gearbeitet hatte, endete. Seitdem arbeitet im DAX eine technische „V“-Erholung, wobei der Index – begleitet von mehreren Kaufsignalen – wieder über die 200-Tage-Linie (zurzeit bei 12.130) gesprungen und von unten bis an die Widerstandszone um 13.000 herangelaufen ist. Vor dem Hintergrund der überkauften, technischen Lage sollte auch im DAX eine Seitwärtspendelbewegung unterhalb bzw. in der mittelfristigen, gestaffelten Resistance-Zone von 13.000 bis 13.795 in den kommenden Monaten anstehen. Beim DAX mit seiner relativen Stärke im internationalen Indexvergleich sollte sich hierbei aber ein freundlicher Grundton herausbilden. Auch beim DAX besteht aus technischer Sicht weiterhin die Option, dass es im zweiten Halbjahr zu einem erneuten Test der All-Time-High bzw. zur Wiederaufnahme des alten Hausse-Zykluses kommt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ2632LongDAX FutureFaktor: 4
CJ2624ShortDAX FutureFaktor: -4
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