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Technische Eintrübungen ernst nehmen

Während vor einigen Wochen an den internationalen Finanzmärkten noch die erhöhten Inflationsdaten im Mittelpunkt der Diskussion standen, sorgten zuletzt die gemeldeten „harten Wirtschaftsdaten“, sowohl für die USA als auch für China, mit Blick auf das zweite Halbjahr 2021 und für 2022 für reduzierte Wirtschaftserwartungen. Auch die neuste Entwicklung bei der Corona-Pandemie verdeutlicht wieder Unsicherheiten für die weltweite Wirtschaftserholung. Dies verfestigt an den Märkten die „Sichere Hafen“-Strategie, wobei z.B. Anleihen deutliche Kursgewinne erzielen konnte. Die Aktienmärkte haben – nach Monaten des Kursaufschwungs – ebenfalls mit moderaten technischen Eintrübungen zu kämpfen. Hier sollte aber mit Blick auf Einzelaktien unterschieden werden, ob es z.B. nach einem vorherigen Bilderbuch-Hausse-Trend jetzt zu „Take-Profit-Signalen“ gekommen ist, oder ob neue Verkaufssignale eine Verfestigung des bereits bestehenden Abwärtstrends andeuten. Bei diesen Titeln mahnt die technische Eintrübung zur Vorsicht (bedeutet technischer Verkauf bzw. Switch). Aus dem STOXX 50 sind hier die britischen BP und Vodafone sowie die niederländische Prosus NV zu nennen. Aus dem EURO STOXX 50 sind die italienischen Enel und ENI, die spanischen Amadeus IT und Inditex, die niederländische Philips und aus Frankreich Engie und Vivendi negativ aufgefallen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Philips: Mittelfristige relative Schwäche

Philips hat sich durch die Konzerntransformation der letzten Jahre zu einem “Medizintechnik-Unternehmen” verändert. Deshalb findet sich dieser Titel in vielen Index-Systemen auch eher in den sogenannten „Health-Care“-Sektoren, die im Regelfall die Bereiche Pharma, Biotechnologie sowie Medizin-Technik umfassen. Während es sich hierbei um defensive, technische Wachstumssektoren handelt, die zuletzt oft auch neue Allzeithochs erreicht haben, findet sich bei einigen Sektorwerten wie Philips zurzeit keine attraktive technische Lage. Aus langfristiger technischer Sicht kann Philips seit September 2011 (Start bei €11,7) eine Hausse-Bewegung aufweisen, die sich ab Juni 2016 (Ausgangsniveau: €20,5) nach oben beschleunigt hatte. Aus mittelfristiger Sicht war diese Hausse-Bewegung ab Anfang 2020 – abgesehen von der zwischenzeitlichen “Corona-Baisse” (Februar / März 2020; Ausverkauf bis auf €28,4) – unterhalb der Resistance-Zone um €46,0 in eine Trading-Range hineingelaufen. Zwar konnte Philips diese Resistance-Zone Anfang 2021 mit einem Kaufsignal überwinden, jedoch endete der neue, kurzfristige Aufwärtstrend bereits bei €51,0 (neuer Resistance). Nach dem ersten „Take-Profit-Signal“ (Abschluss dieses kurzfristigen Aufwärtstrends) ist Philips – begleitet von der damals negativen Berichterstattung – mit einem Verkaufssignal durch die alte (Support-)Zone um €46,0 gerutscht, wobei gleichzeitig die 200-Tage-Linie gecrosst wurde. Seitdem befindet sich die Aktie in einer Abwärtsbewegung und weist eine ausgeprägte relative Schwäche ggü. dem EURO STOXX 50 auf. Aktuell fehlen Anzeichen dafür, dass sich die technische Lage in den kommenden Monaten verbessert. Aufgrund dieser Situation stellt Philips einen technischen Verkauf bzw. einen Switch dar.

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WKNTypBasiswertMerkmale
SB0CG0LongPhilipsFaktor: 4
SR8WFGShortPhilipsFaktor: -4
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Vodafone: Intakter Abwärtstrend

Die Börsenzeiten, als die britische Vodafone nach der Übernahme von Mannesmann im Jahr 2000 im europäischen Telekom-Sektor noch die – nach Marktkapitalisierung im Streubesitz – größte Aktie war, sind aufgrund der schlechten Kursentwicklung in der letzten Jahren, der Abspaltung der US-Aktivitäten (in Jahr 2014) und der Schwäche des britischen Pfundes (ggü. dem Euro seit dem Jahr 2000) vorbei. Diese Entwicklung hat mit dazu geführt, dass der Titel im STOXX 50 bereits auf Pos. 48 (Index-Anteil ca. 0,88%) angekommen ist. Da sich für den September 2021 mindestens zwei (eventuell sogar drei) automatische Aufnahmekandidaten für den Index andeuten, wird es auch Vodafone immer schwerer fallen, die STOXX 50-Entnahmediskussion noch loszuwerden. Aus langfristiger technischer Sicht war Vodafone ausgehend von 240,0 GBp (Januar 2018) in einem Baisse-Trend bis zum Ausverkauf bei 93 GBp (März 2020; Corona-Baisse) abgerutscht. Danach setzte eine moderate technische Erholung ein, wobei auch der alte Baisse-Trend im Januar 2021 zur Seite verlassen wurde. Da der Titel aber weiterhin mit einer relativen Schwäche ausgestattet ist, etablierte die Aktie – im Gegensatz zum Gesamtmarkt – nur eine Seitwärtspendelbewegung. Hierbei wurde der Resistance-Zone um 142,0 GBp wiederholt getestet. Ab Mai 2021 hat Vodafone – begleitet von mehreren (Trading-)Verkaufssignalen – bereits wieder einen neuen Abwärtstrend (Abwärtstrendlinie bei 123,0 GBp) etabliert, wobei es auch zu einer Kursetablierung unterhalb der 200-Tage-Linie gekommen ist. Hier sollte es nicht überraschen, wenn Vodafone in der aktuellen Abwärtsbewegung und in der relativen Schwäche (sowohl im STOXX 50 als auch im Sektor) verharrt. Der Titel bleibt ein technischer Verkauf bzw. ein Switch.

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WKNTypBasiswertMerkmale
SB1MW4LongVodafone GroupFaktor: 4
SB1MVMShortVodafone GroupFaktor: -4
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