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STOXX Europe 600: Der ewige Kasten

Der Chart des Tages analysiert die technische Lage vom: STOXX Europe 600

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Der STOXX 600 ist ein Kursindex und gilt aus index-technischer Sicht als Pendant zum S&P 500 (ebenfalls ein Kursindex). Der STOXX 600 (Start Ende 1991 bei 100,0) durchlief zunächst eine Bilderbuch-Hausse und erreichte im März 2000 bei 408 (Resistance) die damaligen Tops. Seitdem bewegt sich der Index in dem “ewigen technischen Kasten” (fast 20-jährige gestaffelte Resistance-Zone: 400 bis 415; gestaffelte Support-Zone: 155 bis 160). In den letzten 20 Jahren gab es innerhalb dieses “Kastens” ein Wechselspiel aus “normalen” technischen Baisse- und Hausse-Trends, die den STOXX 600 jeweils an die Ränder geführt hat. In den letzten Jahren wies der STOXX 600 (währungsbereinigt) eine ausgeprägte, relative Schwäche gegenüber dem S&P 500 auf. Während der US-Index einen hohen Anteil an Tech-Unternehmen aufweist, machen diese im STOXX 600 nur ca. 5,2% aus. Dafür enthält der STOXX 600 viele Value- (und Bank-)Titel. Seit 2015 und dem Top um 415 läuft der STOXX 600 – unterhalb der langfristigen Resistance-Zone – in einer Seitwärtsbewegung mit dem technischen Charakter eines Aufwärtsdreiecks. In dieser Zeit hat die gute Performance der Schweizer und französichen Schwergewichte die Unterperformance der britischen Index-Titel ausgeglichen. Aus technischer Sicht “lungert” der STOXX 600 in einer neutralen technischen Position unterhalb der 20-jährigen Resistance-Zone. Der Index arbeitet damit am Ausbruch nach oben. Gelingt ihm dies in den nächsten Quartalen (Kurse über 420), so sollte auch die relative Schwäche gegenüber dem S&P 500 enden. Dies wäre aus technischer Sicht bei Investments gleichbedeutend mit einem Wechsel von (US-)Tech (Growth) auf (European) Value. Damit empfiehlt sich für den STOXX 600 eine technische Doppelstrategie. Aufbau von Anfangspositionen auf dem aktuellen Kursniveau, die im Fall eines technischen Ausbruchs (Kurse über 420) deutlich ausgebaut werden sollte.