Währung

Störgeräusche am Devisenmarkt

Keine wirklichen Impulse für EUR-USD

Man kann es drehen und wenden, wie man will, es fehlen derzeit einfach neue Impulse, um EUR-USD aus der Range von 1,16-1,19 ausbrechen zu lassen. Ja, es gab weitere hoffnungsvolle Nachrichten, was einen möglichen Impfstoff angeht. Aber die Euphorie darüber hat doch merklich nachgelassen. Für die Notenbanken ist die Unsicherheit zu groß und Vorsicht bleibt angebracht. Insofern dürfte die EZB auf ihrer Sitzung im Dezember ihre Geldpolitik weiter lockern. EZB-Präsidentin Christine Lagardes Rede gestern vor einem Ausschuss des EU-Parlaments brachte in diesem Zusammenhang nichts Neues. Sie signalisierte wie bereits andere EZB-Mitglieder, dass die bevorzugten Mittel für eine expansivere Geldpolitik PEPP und TLTRO sind. Heute stehen weitere Reden seitens EZB-Mitgliedern an, aber auch hier sind keine Neuigkeiten zu erwarten.

Auch der zuletzt aufgekommene Haushaltsstreit der EU konnte dem EUR bislang nicht schaden. Polen und Ungarn haben ein Veto gegen den neuen Haushalt, der auch unter anderem die Mittel für den Wiederaufbau-Fonds beinhaltet, eingelegt. Ihnen ist die Klausel, wonach Gelder gekürzt werden können, wenn gegen rechtsstaatliche Grundsätze verstoßen wird, ein Dorn im Auge. Sollte sich der Streit länger hinziehen, könnte dies dem EUR allerdings doch noch schaden. Schließlich hatte der Beschluss über den Wiederaufbaufonds den EUR im Sommer unterstützt. Aktuell wird natürlich nach einer Lösung des Problems gesucht. Dass der Streit eskaliert scheint im Moment kaum vorstellbar.

Auf der anderen Seite des Atlantiks gibt es im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im Grunde auch nichts Neues. Der abgewählte Präsident Donald Trump will weiterhin nicht akzeptieren, dass er die Wahl verloren hat und erschwert damit die Regierungsübergabe. An der Tatsache, dass Biden im Januar vereidigt wird, dürfte dies nichts ändern.

Alles in allem viele Störgeräusche, aber keine wirklichen Impulse für EUR-USD. Aktuell sieht es nicht danach aus, als würde sich daran bald etwas ändern.

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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Brexit-Verhandlungen: Glas halb voll oder halb leer?

Nicht auch das noch. Gestern wurde vermeldet, dass aufgrund eines Corona-Falls die Brexit-Verhandlungen zwischen den Vertretern der EU und Großbritanniens zum Teil erstmal online abgehalten werden müssen. Im Vergleich zu den wirklichen Herausforderungen, ist das sicherlich keine große Sache, aber die Zeit ist einfach knapp und die neueste Entwicklung könnte den Zeitplan etwas durcheinanderwirbeln. Zuletzt hatte es Hoffnungen gegeben, dass es zu einer baldigen Einigung zwischen den beiden Parteien kommen könnte, bevor Ende des Jahres die Übergangsfrist nach dem Brexit endet. Irgendwie ist es tatsächlich schwer vorstellbar, dass beide Seiten so unermüdlich verhandeln und die Deadline mehrfach nach hinten verschoben haben, um irgendwie noch eine Einigung erzielen zu können, nur damit am Ende die Verhandlungen doch noch scheitern. Andererseits, diejenigen, die das Glas halb leer sehen, können zu Recht argumentieren: Wenn die Parteien es bisher nicht geschafft haben, wie sollen sie es dann noch in der kurzen verbleibenden Zeit schaffen? Der Markt jedenfalls scheint das Glas halb voll zu sehen. Auch wir halten eine Einigung in letzter Sekunde immer noch für durchaus möglich. Und auch eine Verlängerung der Übergangsfrist wäre sicherlich noch eine mögliche (vorübergehende) Lösung. Da aber das Risiko, dass es am Ende schiefgeht, hoch ist, wären wir vorsichtig, auf weitere Pfund-Gewinne zu setzen.

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CJ4VF0CallEUR/GBPHebel: 7,4
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RBA kann sich zwar etwas zurücklehnen, wird aber wachsam bleiben

Der Arbeitsmarktbericht in Australien für den Monat Oktober fiel überraschend positiv aus. Am Markt wurde netto mit einem Stellenabbau um rund 30.000 gerechnet, stattdessen konnten rund 180.000 neue Stellen geschaffen werden. Die Arbeitslosenquote stieg leicht von 6,9% auf 7% an. Für die geldpolitischen Entscheidungen der RBA (Reserve Bank of Australia) ist in der jüngsten Pandemie laut eigenen Angaben die Entwicklung am Arbeitsmarkt entscheidend. Nachdem sie auf ihrer letzten Sitzung unter anderem ihren Leitzins gesenkt und weitere expansive geldpolitische Maßnahmen beschlossen hat, deutet der gestrige Arbeitsmarktbericht darauf hin, dass die Notenbank sich erstmal ein wenig zurücklehnen kann. Auch vor dem Hintergrund, dass sich die Pandemielage in Australien und insbesondere im Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne in den letzten Wochen etwas entspannt hat. Wachsam wird die RBA allerdings bleiben, denn schließlich ist die Pandemie nicht ausgestanden, wie der 6-tätige Lockdown in Südaustralien verdeutlicht. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter entwickelt, wenn die Regierung die fiskalpolitischen Hilfen zurückfährt. Daher machte die RBA nach ihrer letzten Sitzung klar: Sie ist bereit mehr zu tun, falls nötig. Insofern wundert es nicht, dass der AUD von den guten Zahlen vom Arbeitsmarkt nicht profitieren konnte. Die Unsicherheit bleibt groß und weitere expansive Maßnahmen sind daher noch nicht vom Tisch, daran kann ein positiver Arbeitsmarktbericht nichts ändern. Kein Grund also, dem AUD zu neuen Höchstständen in diesem Jahr zu verhelfen.

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CL9BMUCallAUD/USDHebel: 8,2
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CNY: Keine Abkopplung laut Xi

Für den CNY und die asiatischen Währungen war der gestrige Tag interessant, da sie gegenüber dem EUR und dem USD durchweg nachgaben. Einige Marktteilnehmer vermuteten, dass möglicherweise die überraschenden Zinssenkungen in Indonesien und den Philippinen den Rückgang verursacht hatten. Dabei wird die Kursauswirkung auf den CNY aber möglicherweise überschätzt. USD-CNY stieg um über 230 Pips bzw. beachtliche 0,4% auf knapp unter 6,5840. Andererseits war dies womöglich nur eine Gegenbewegung nach dem starken Rückgang um 500 Pips zu Beginn der Woche. Sowohl Indonesien als auch die Philippinen senkten die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75% bzw. 2%. Die jüngste Aufwertung der indonesischen Rupiah (IDR) und des philippinischen Peso (PHP) ebnete den Weg für diese Zinssenkungen. Dies wirft auch einen weiteren interessanten Punkt hinsichtlich der geldpolitischen Divergenz zwischen China und dem Rest Asiens auf. Während Indonesien und die Philippinen noch Spielraum für weitere Zinssenkungen haben, wartet Asien ansonsten überwiegend ab oder ist neutral eingestellt, wie Singapur und Malaysia. China neigt jedoch dazu, die extreme geldpolitische Unterstützung zu beenden. Die chinesische Zentralbank (PBoC) testete in diesem Zusammenhang bereits die Stimmung, indem sie sagte, dass die Diskussionen über ein Ende der Unterstützung begonnen haben. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie unmittelbar handeln wird. Beispielsweise behielt die PBoC heute ihre Loan Prime Rates für 1 Jahr auf 3,85% und für 5 Jahre auf 4,65% bei. Auf diesem Stand befinden sich diese beiden Zinsen nun schon seit sieben Monaten.

Ansonsten erläuterte Präsident Xi gestern auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC), dass sich China nicht von der Weltwirtschaft abkoppeln wird. Er sagte, dass China bereits seit Langem in die Weltwirtschaft integriert sei und „keine Kehrtwende machen oder sich gegen den historischen Trend bewegen wird, indem es sich abkoppelt oder einen kleinen geschlossenen Kreis bildet, um andere auszuschließen.“ Er versicherte den Anlegern auch, dass die Strategie des „dualen Kreislaufs“ in China nicht bedeute, dass China seine Märkte abschotten wird. Vielmehr handle es sich um „einen offenen Kreislauf, der sowohl den Binnenmarkt als auch die internationalen Märkte unterstützt“. Der „duale Kreislauf“ ist der neue Modebegriff in China. Wir können uns getrost darauf vorbereiten, dass er bis zum Nationalen Volkskongress im März und auch während der nächsten fünf Jahre immer wieder auf vielerlei Arten ausgelegt und erwähnt wird.

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CU91APCallUSD/CNHHebel: 11,7
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