Rohstoffe

Steigende Risikoaversion bringt Ölpreise unter Druck

Energie: Steigende Risikoaversion bringt Ölpreise unter Druck

Im Zuge der steigenden Risikoaversion angesichts des stärksten Abverkaufs am US-Aktienmarkt seit Juni ist auch der Ölmarkt in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Preise für WTI und Brent sind gestern im Tagesverlauf um bis zu 3% auf den tiefsten Stand seit Anfang August gefallen. Insbesondere ein möglicher Rückgang des WTI-Ölpreises unter 40 USD je Barrel könnte eine weitere Verkaufswelle auslösen. Zwar hat sich das spekulative Interesse am Ölmarkt in den letzten Monaten deutlich gelegt. So sind z.B. die Netto-Long-Positionen der Großanleger bei WTI von rund 400 Tsd. Kontrakten im Juni nahezu ununterbrochen gefallen. Doch waren sie per Stand 25. August mit über 331 Tsd. Kontrakten historisch gesehen noch recht hoch. Neue Zahlen veröffentlicht die CFTC heute Abend. Auf fundamentaler Seite gibt es auch belastende Faktoren. So scheint der Irak die von ihm zugesagten zusätzlichen Produktionskürzungen nicht vollständig implementieren zu können. Gestern hat der Irak dies allerdings dementiert und lediglich eine Verlängerung des Umsetzungszeitraums in Aussicht gestellt. Meldungen über wahrscheinliche Preissenkungen seitens Saudi-Arabiens für die Oktober-Lieferungen sind zwar schon länger bekannt. Eine Preissenkung um ca. 1 USD je Barrel sollte man auch nicht überbewerten. Doch offenbart die Preisreduktion eine schwächere Importnachfrage aus Asien und insbesondere aus China. Die rekordhohen Corona-Neuinfektionen in Indien sollte man zwar nicht überbewerten, da die Regierung dennoch Lockerungen plant. Längere Mobilitätseinschränkungen im weltweit drittgrößten Ölverbrauchs- und Importland könnten allerdings das zerbrechliche Gleichgewicht am Ölmarkt kippen. Insgesamt scheint die Dieselnachfrage, die stark mit dem Wirtschaftszyklus verbunden ist und z.B. in Indien rund 40% der Ölnachfrage ausmacht, ins Stocken zu geraten. Deshalb ist wohl jetzt die Verarbeitungsmarge für Diesel bzw. Gasöl ggü. Brent auf nur noch 3,5 USD je Barrel gesunken, den niedrigsten Stand seit März 2004. Eine anhaltend schwache Dieselnachfrage könnte den Ölpreis auf Talfahrt schicken.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gemischtes Bild

Der Goldpreis befindet sich weiter im Konsolidierungsmodus. Gestern rutschte der Preis weiter bis auf rund 1.920 USD je Feinunze ab, womit er binnen zweier Handelstage ca. 70 USD verloren hat. Im Gegensatz zum Vortag war der Preisrückgang nicht mehr mit einem aufwertenden US-Dollar zu erklären, denn der Anstieg der US-Währung setzte sich nicht mehr fort. Der gestrige Ausverkauf bei den zuvor stark gestiegenen Tech-Aktien sowie der gleichzeitige Rückgang der Anleiherenditen hätten eher für einen steigenden Goldpreis gesprochen. Die ETF-Anleger scheint das allerdings nicht großartig zu kümmern. Diese nutzten das niedrigere Preisniveau zu weiteren Käufen. Deutlich stärker als Gold stand gestern Silber unter Druck. Dieses fiel um 3% auf 26,5 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis stieg im Zuge dessen auf 73. Anfang der Woche mussten noch weniger als 70 Silberunzen für eine Goldunze bezahlt werden. Platin rutschte unter 900 USD je Feinunze ab. Eine Ausnahme bildete Palladium, das zeitweise um 6% auf 2.380 USD je Feinunze zulegte, das höchste Niveau seit Ende März. Neben den gestern erwähnten US-Fahrzeugverkäufen gaben Aussagen eines größeren Palladiumproduzenten aus Südafrika Rückenwind. Aktuell notiert Palladium allerdings wieder 100 USD unter dem gestrigen Hoch. Heute stehen die US-Arbeitsmarktdaten im Blickpunkt. Sollten diese ähnlich enttäuschend ausfallen wie die ADP-Daten vor zwei Tagen, könnte sich die Korrektur an den Aktienmärkten fortsetzen. Die höhere Risikoaversion sollte dann für einen steigenden Goldpreis sprechen. Zudem würde dann der Druck auf Fed und US-Kongress steigen, der Wirtschaft mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen unter die Arme zu greifen. In dieser Richtung hatten sich zuletzt auch einige Fed-Vertreter geäußert. Dies spricht für bald wieder steigende Edelmetallpreise.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Spürbare, aber vielleicht nur kurzlebige Korrektur

Die Metallpreise haben gestern spürbar nachgegeben: Der LME-Industriemetallindex ist um 1,6% gefallen. Größter Verlierer war mit Abstand Nickel, das um fast 4% auf gut 15.000 USD je Tonne abrutschte. Kupfer verbilligte sich um 2% und fiel unter 6.600 USD je Tonne. Grund hierfür war zum einen der feste US-Dollar, der zunächst weiter aufwertete und so den Metallen Wind entgegen wehte. Obwohl der Dollar später fast alle Gewinne wieder abgab, blieben die Metalle auf ihren niedrigeren Niveaus. Zum anderen lasteten schwache Aktienmärkte auf den Metallpreisen: Der S&P 500 und der Nasdaq Composite verzeichneten jeweils den größten Tagesverlust seit Mitte Juni. Nun wird darüber diskutiert, ob der starke Anstieg zuvor übertrieben und die Korrektur gestern der Beginn einer Trendwende war. In den vergangenen Monaten haben sich aber sowohl die Aktienmärkte als auch die Metallpreise stets schnell von Rückgängen erholt. Da zumindest Nickel und Kupfer heute nicht weiter fallen und sich leicht erholen, könnte sich die Korrektur gestern auch diesmal nur als kurzlebig herausstellen. Denn die Stimmung an den Finanzmärkten war bis zuletzt euphorisch, ja schon fast übermütig. Dies birgt aber auch die Gefahr von Gewinnmitnahmen und damit einer deutlichen Korrektur, sollte das Pendel in die andere Richtung ausschlagen. Denn der Anstieg der Metallpreise war in vielen Fällen auch spekulativ getrieben. Zudem war er technisch getrieben, was dazu führte, dass Nickel und Zink überkauft waren. Die hohen Preise lassen sich unseres Erachtens aus fundamentaler Sicht nicht rechtfertigen, da viele Metallmärkte in diesem Jahr auf hohe Angebotsüberschüsse zusteuern. Dies blenden die meisten Marktteilnehmer jedoch bislang aus.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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