Rohstoffe

Steigende Anleiherenditen lassen Gold abrutschen

Energie: Hurrikan Ida führt zu kurzfristig stärker angespanntem Ölmarkt

Die Ölpreise gerieten gestern aufgrund eines festeren US-Dollar und wiederkehrender Nachfragesorgen unter Druck. Brent verlor rund 1 USD auf 71,5 USD je Barrel, steigt am Morgen aber wieder auf gut 72 USD. WTI gab gestern bis auf 68 USD nach, notiert aktuell jedoch wieder knapp 1 USD höher. Unterstützung erhalten die Ölpreise weiterhin durch die anhaltend hohen Produktionsausfälle im Golf von Mexiko. Auch gestern, neun Tage nach dem Landgang von Hurrikan Ida, waren noch immer knapp 80% der dortigen US-Ölproduktion lahmgelegt. Insgesamt sind durch die Folgen von Ida bislang 17,5 Mio. Barrel an Rohölproduktion „verloren“ gegangen. Da bis zur vollständigen Normalisierung der Produktion noch einige Wochen vergehen könnten, dürfte der kumulierte Ausfall noch deutlich größer werden. Einige Marktteilnehmer sprechen von bis zu 30 Mio. Barrel. Das entspräche einer Tagesproduktion von 1 Mio. Barrel für einen ganzen Monat, die dem Markt fehlt. Der globale Ölmarkt dürfte wegen dieses Ausfalls auf der Angebotsseite kurzfristig stärker unterversorgt sein als bislang erwartet. Laut OPEC beläuft sich das Angebotsdefizit im dritten Quartal auf etwas mehr als 1 Mio. Barrel pro Tag, laut IEA auf knapp eine halbe Mio. Barrel pro Tag. Allerdings wird der Einfluss auf die Marktbilanz dadurch geschmälert, dass auch die Verarbeitungskapazitäten bei den Raffinerien nach wie vor beeinträchtigt sind. Möglicherweise gibt die US-Energiebehörde in ihrem heute zur Veröffentlichung anstehenden Kurzfristigen Energieausblick (STEO) erste Hinweise darauf, wie sie die Auswirkungen von Ida auf Ölangebot und Ölnachfrage einschätzt. Die kommenden US-Lagerdaten werden in jedem Fall massiv durch Ida beeinflusst sein. Den Anfang machen die API-Daten heute Abend nach Handelsschluss, gefolgt von den offiziellen Daten des US-Energieministeriums morgen Nachmittag. Die Markterwartungen eines kräftigen Lagerabbaus bei Rohöl, Benzin und Destillaten in der letzten Woche sind mit großer Vorsicht zu genießen. Bei Rohöl reicht die Spanne der Bloomberg-Umfrage von -12,3 Mio. Barrel bis zu +4 Mio. Barrel.

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SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SD2TARShortOil Brent FutureFaktor: -3
SB3T5XLongOil WTI Light Future Faktor: 4
SD265JShortOil WTI Light FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Steigende Anleiherenditen lassen Gold abrutschen

Gold ist gestern um 1,6% unter 1.800 USD je Feinunze gefallen, wo es auch heute Morgen noch notiert. Gestern wurden gleich drei charttechnisch wichtige Marken nach unten durchbrochen: Zunächst die 100-Tage-Linie, kurz danach die 200-Tage-Linie und schließlich die „runde“ 1.800 USD-Marke. Dies dürfte zu technischen Anschlussverkäufen geführt und den Preisrückgang verstärkt haben. Belastet wurde Gold durch den festen US-Dollar und insbesondere durch die gestiegenen Anleiherenditen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen kletterte gestern in der Spitze auf 1,38%. Die Realrendite, berechnet aus der Nominalrendite abzüglich der marktbasierten Inflationserwartungen, ist daraufhin erstmals seit Mitte Juli auf über -1% gestiegen. Nachdem in den vergangenen Wochen zahlreiche spekulative Finanzinvestoren in den Goldmarkt zurückgekommen waren, dürften einige gestern durch den Rutsch von über 30 USD wieder herausgeschüttelt worden sein. Die ETF-Anleger haben ebenfalls Anteile verkauft, wenn auch im moderaten Stil. Unterdessen sind die von der London Bullion Market Association (LBMA) erfassten Goldbestände im August den vierten Monat in Folge auf ein Rekordhoch von 9.718 Tonnen gestiegen. Die Daten umfassen den LBMA-Angaben zufolge sechs Depotbanken, die LBMA-Mitglieder sind, sowie die Bank von England.

Gold hat gestern auch die anderen Edelmetalle mit nach unten gezogen, die genauso stark nachgegeben haben (Silber und Palladium) oder noch mehr gefallen ist (Platin). Wie Gold erholen auch sie sich heute Morgen nicht nennenswert. Platin handelt nur marginal über der 1.000 USD-Marke, unter die es gestern vorübergehend gefallen war. Bei Platin haben sich die ETF-Abflüsse der letzten Wochen und Monate auch diese Woche fortgesetzt.

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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ELongGold FutureFaktor: 2
SB3T70ShortGold Future Faktor: -2
SD49EBLongSilver Future Faktor: 5
SD3ALZShortSilver Future Faktor: -5
SF2RVALongPlatinum Future Faktor: 7
SF2RTVShortPlatinum Future Faktor: -7
SB42XBLongPalladium Future Faktor: 5
SD5NLUShortPalladium Future Faktor: -5
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Industriemetalle: China hat viel Aluminium, aber weniger Stahl exportiert

Nachdem wir gestern hier die Importseite der chinesischen Handelsstatistik beleuchtet haben, werfen wir heute einen Blick auf die Exportdaten. Gemäß Angaben der Zollbehörde hat China im August 490 Tsd. Tonnen Aluminium exportiert. Dies war die größte Menge seit März 2020, der vierte Monatsanstieg in Folge und 24% mehr als im Vorjahr. In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Aluminiumausfuhren 14% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Die Stromversorgungsengpässe, die in manchen Provinzen zu einer geringeren Produktion geführt hatten, sowie die Anordnung zur Senkung der Energieintensität haben sich bislang nicht in den Exportdaten widergespiegelt. Die Produktionsausfälle wurden wohl entweder durch Steigerungen in anderen Provinzen aufgefangen oder die Aluminiumnachfrage in China war zuletzt doch nicht ganz so stark wie oftmals behauptet. Allerdings sind die börsenregistrierten Aluminiumvorräte in China in den letzten Monaten deutlich gefallen. Daten zur Aluminiumproduktion veröffentlicht das Nationale Statistikbüro nächste Woche. Da die LME-Aluminiumpreise in den letzten Monaten bis in den August hinein etwas stärker gestiegen waren als die SHFE-Preise, haben einige chinesische Händler womöglich auch opportunistisch gehandelt und größere Mengen auf dem Weltmarkt verkauft. Anders gestaltet sich die Lage bei Stahl: Im August hat China nur noch gut 5 Mio. Tonnen Stahlprodukte exportiert, so wenig wie zuletzt im Februar. Dies dürfte an den gestrichenen Steuervergünstigungen für die Exporte und an den angeordneten (und teilweise umgesetzten) Produktionskürzungen gelegen haben. Wegen der sehr niedrigen Vergleichsbasis lagen die Ausfuhren von Januar bis August aber noch mehr als 30% über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Dieser Vorsprung dürfte in den kommenden Monaten abschmelzen.

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