Rohstoffe

Starker Wochenauftakt beim Ölpreis, doch Sorgen bleiben

Energie: Starker Wochenauftakt beim Ölpreis, doch Sorgen bleiben

Der Ölmarkt startet hoffnungsvoll in die Woche. Der Brentölpreis steigt auf fast 46 USD je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit Anfang September. Hoffnungen auf eine rasche Zulassung der Impfstoffe und einen Impfbeginn in den USA bereits Mitte Dezember stimmen die Marktteilnehmer positiv für die Nachfrage. In der Woche zum 17. November haben Großanleger ihre Netto-Long-Positionen bei Brent um rund 40% auf über 175 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Zudem erwartet der Markt eine Einigung der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) in der nächsten Woche auf eine Beibehaltung der gegenwärtigen Produktionskürzungen über das Jahresende hinaus. Zwar scheinen sich die Spannungen innerhalb der OPEC+ wieder gelegt zu haben, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate ihr Bekenntnis zur Kooperation mit der Allianz bekräftigt haben. Doch am Wochenende hat Abu Dhabi, der größte Ölproduzent in den VAE, zwei riesige Ölfunde bekannt gegeben: Es wurden 2 Mrd. Barrel in konventionellen Feldern und 22 Mrd. Barrel unkonventionelles Rohöl entdeckt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Damit belaufen sich die konventionellen Ölreserven des Landes auf 107 Mrd. Barrel Rohöl. Auch deshalb will das Emirat in den nächsten fünf Jahren 448 Mrd. Dirham bzw. 122 Mrd. USD in die Exploration, Produktion und Verarbeitung von Rohöl und Erdgas investieren und die Förderkapazität in Richtung 5 Mio. Barrel täglich erhöhen. Möglicherweise pochen die VAE damit im Vorfeld des “OPEC+”-Treffens auf eine höhere Produktionsquote. Außerdem sollen die VAE laut Medienberichten darauf drängen, dass zunächst die Länder “kompensierende” Produktionskürzungen umsetzen, die ihre Produktion im Sommer unzureichend gekürzt hatten. Damit dürfte vor allem der Irak gemeint sein. Die VAE hatten dies ihrerseits durch stärkere Kürzungen im September und Oktober getan. Aus unserer Sicht ist eine Einigung der OPEC+ auf eine Verlängerung der Kürzungen aktuell noch immer wahrscheinlicher.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Verhaltenes Anlegerinteresse hält Gold in Schach

Gold handelt zum Wochenauftakt bei 1.875 USD je Feinunze. Durch die Erholung am Freitag schrumpfte das Wochenminus auf 1%, was angesichts der massiven ETF-Abflüsse von mehr als 30 Tonnen in der letzten Woche noch ein vergleichsweise geringes Minus ist. Am Freitag meldeten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs sogar einen Zufluss von gut einer Tonne, womit die Serie kräftiger Abflüsse endete. Die kommenden Tage werden zeigen, ob dies nur ein Ausreißer war oder das Vertrauen der ETF-Anleger zurückkehrt. Ohne Rückenwind durch diese Anlegergruppe dürfte es Gold schwer fallen, die Marke von 1.900 USD zurückzuerobern. Der aktuelle Optimismus hinsichtlich der Impfstoffe dürfte allerdings dagegen sprechen, dass es schon in Kürze zu einem neuerlichen Run auf die Gold-ETFs kommt. Entsprechend gedämpft ist der kurzfristige Preisausblick. Die spekulativen Finanzanleger wurden durch den Preisrutsch Mitte letzter Woche offensichtlich auf dem falschen Fuß erwischt. Denn sie weiteten ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 17. November auf gut 90 Tsd. Kontrakte aus, nachdem sie diese in der Woche zuvor reduziert hatten. Entsprechend dürfte der Preisrückgang auf rund 1.850 USD letzten Mittwoch auch durch spekulative Verkäufe begünstigt worden sein. Einen deutlichen Aufbau der Netto-Long-Positionen gab es auch bei Platin. Diese stiegen von weniger als 500 auf knapp 6 Tsd. Kontrakte. Dies ging mit einem deutlichen Preisanstieg bei Platin einher, der kurz darauf durch die Prognose eines rekordhohen Angebotsdefizits durch den World Platinum Investment Council bestätigt wurde. Hier hatten die Spekulanten also den richtigen Riecher.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Stimmungsgetriebener Anstieg der Metallpreise

Nach dem starken Anstieg in der letzten Woche legen die Industriemetallpreise zum Start in die neue Handelswoche eine Verschnaufpause ein. In diesem Fall heißt das, dass sie ihre Gewinne entweder verteidigen oder leicht nachgeben. Neue positive Nachrichten in Bezug auf Impfstoffe gegen das Coronavirus könnten ihnen aber schon bald wieder neuen Auftrieb geben. Impfstoff-Meldungen und davon abgeleitet Erwartungen an eine anziehende Metallnachfrage haben bereits letzte Woche maßgeblich zum Preissprung der Metalle beigetragen. Der LME-Industriemetallindex (LMEX) ist allein am Freitag um 1,8% gestiegen, in der gesamten letzten Woche betrug das Plus 4%. Mit fast 3.290 Punkten notiert der LMEX auf einem 2½-Jahreshoch. Entsprechend sind die im LMEX enthaltenen Metalle stark gestiegen, so zum Beispiel Kupfer auf knapp 7.300 USD je Tonne. Bei Aluminium scheint die Marke von 2.000 USD je Tonne vorerst noch eine größere Hürde zu sein: Der Preis hat diese noch nicht nachhaltig überwunden. Am Freitag berichtete das International Aluminium Institute für Oktober einen Anstieg der globalen Aluminiumproduktion gegenüber Vorjahr um 4,5% auf 5,59 Mio. Tonnen – ein Rekordhoch. Auf Tagesbasis (180,4 Tsd. Tonnen) war dies der zweithöchste jemals erzielte Wert. Die Produktionsausweitung ist fast ausschließlich auf China zurückzuführen, dessen Zahlen bereits bekannt waren. Außerhalb Chinas war die Produktion in fast allen Regionen leicht rückläufig. Selbst wenn wie von vielen Marktbeobachtern geäußert die Aluminiumnachfrage mittlerweile wieder anzieht, kann sie unseres Erachtens die Angebotsflut nicht auffangen. Wie schon so oft in den letzten Monaten spielen Fundamentaldaten an den Metallmärkten aktuell aber keine Rolle. Die Metallpreise werden vielmehr von der guten Stimmung getragen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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