Rohstoffe

Starke Silbernachfrage führt zu angespanntem Silbermarkt

Energie: Nachfragesorgen und Angebotsrisiken gleichen sich am Ölmarkt momentan aus

Der Brentölpreis steigt am Morgen auf knapp 66 USD je Barrel, nachdem er gestern zwischenzeitlich unter 65 USD gerutscht war. Die Nachfragesorgen sind dabei nicht weniger geworden. Gestern meldete Indien mit mehr als 330 Tsd. Corona-Neuinfektionen an einem Tag einen neuen Rekordwert. Das Energieberatungsunternehmen FGE schätzt die negative Auswirkung des Coronavirus-Ausbruchs in Indien auf die Kraftstoffnachfrage im April auf gut 300 Tsd. Barrel pro Tag und im Mai auf rund 550 Tsd. Barrel pro Tag. In Japan gilt für Tokio, Osaka und zwei weitere Präfekturen ab Sonntag bis zum 11. Mai der Ausnahmezustand. Dem stehen allerdings positive Meldungen bei der Benzinnachfrage in den USA gegenüber. Diese erreichte in der letzten Woche das höchste Niveau seit dem letzten Sommer. Daten zur Fahraktivität lassen einen weiteren Anstieg erwarten, zumal die meisten US-Bundesstaaten dank des Impffortschritts die Corona-Beschränkungen lockerten und die privaten Haushalte dank der Einkommensschecks deutlich mehr Geld zur Verfügung haben. Eine Rückkehr der US-Benzinnachfrage auf das Vorpandemieniveau scheint daher in diesem Sommer realistisch. In der letzten Berichtswoche fehlten dazu noch ca. 300 Tsd. Barrel pro Tag. Daneben geben Nachrichten aus Libyen den Preisen Unterstützung. Wegen fehlender Zahlungen durch die Zentralbank hat ein zum staatlichen Ölkonzern NOC gehörendes Subunternehmen die Ölproduktion gedrosselt. Die landesweite Ölproduktion Libyens soll inzwischen auf 1 Mio. Barrel pro Tag gesunken sein. Im letzten Monat lag die Produktionsmenge noch bei knapp 1,3 Mio. Barrel pro Tag. Der resultierende Ausfall entspricht somit in etwa dem derzeitigen Nachfrageausfall in Indien. Die NOC warnt allerdings, dass es zu weiteren Ausfällen kommen könnte. Denn inzwischen soll ein weiteres NOC-Subunternehmen in finanziellen Schwierigkeiten sein und ein Produktionsstopp daher unmittelbar bevorstehen. Für die anderen OPEC-Länder könnten die derzeitigen Probleme in Libyen sogar gelegen kommen. Schließlich planen diese, die Ölproduktion im Mai auszuweiten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SD1XKTShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Edelmetalle: Starke Silbernachfrage führt zu angespanntem Silbermarkt

Gold ist zunächst daran gescheitert, die Marke von 1.800 USD je Feinunze und die knapp darüber liegende 100-Tagelinie zu überwinden. Daraufhin gab der Preis gestern bis auf 1.780 USD nach. Auch die Bekräftigung von EZB-Präsidentin Lagarde, dass die EZB an dem PEPP-Kaufprogramm festhalten will und einen Ausstieg daraus nicht diskutiert hat, änderte daran nichts. Heute handelt Gold etwas höher bei 1.785 USD. Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine deutliche Preiserholung.

Das Silver Institute äußerte sich in seinem gestern veröffentlichten World Silver Survey sehr optimistisch zur Silbernachfrage in diesem Jahr. Diese soll um 15% auf 1.033 Mio. Unzen steigen, das höchste Niveau seit sechs Jahren. Alle Nachfragesegmente sollen einen Beitrag dazu leisten. Für die Industrienachfrage erwartet das Silver Institute ein Plus von 8% auf ein Rekordniveau von 524 Mio. Unzen. Der Bereich elektrische und elektronische Anwendungen soll begünstigt durch einen weiteren Zuwachs bei Photovoltaik, einer Erholung der Automobilproduktion und einer starken Nachfrage nach Haushaltselektronik einen Nachfrageanstieg von 7% verzeichnen. Die Nachfrage nach Schmuck und Silberwaren soll zwar zweistellige Zuwachsraten aufweisen, mit 184,4 Mio. Unzen bzw. 43,1 Mio. Unzen aber noch unter dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie bleiben. Die Nachfrage nach Barren und Münzen soll auf 252,8 Mio. Unzen steigen, das höchste Niveau seit 2015. Dem steht ein um 8% auf 1.056 Mio. Unzen steigendes Silberangebot gegenüber. Die Minenproduktion soll auf 848 Mio. Unzen zulegen und sich damit von ihrem coronabedingten Einbruch im letzten Jahr vollständig erholen. Das Angebot an Altsilber soll mit 196,2 Mio. Unzen ein 9-Jahreshoch erreichen. Der physische Silbermarkt bleibt somit das sechste Jahr in Folge überversorgt. Der Angebotsüberschuss fällt mit 23,3 Mio. Unzen allerdings deutlich geringer aus als 2020 mit 80,1 Mio. Unzen. Dieser wird zudem durch eine robuste ETF-Nachfrage mehr als absorbiert, die sich laut Silver Institute auf 150 Mio. Unzen belaufen soll. Gegenüber dem außergewöhnlichen Vorjahr bedeutet das zwar eine Halbierung. Allerdings wäre das im historischen Vergleich noch immer ein ausgesprochen hoher Wert.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ULongGold FutureFaktor: 3
SB3T9SShortGold FutureFaktor: -3
SB3Q60LongSilver FutureFaktor: 3
SB3T9DShortSilver FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Aluminiumpreise eher im Seitwärtstrend

Die Preiskorrektur an den globalen Aktienmärkten hat die Industriemetallpreise nicht sonderlich belastet, wobei der LME-Industriemetallindex mit über 4.000 Punkten weiterhin in der Nähe der Höchststände seit August 2011 notiert. Neben dem schwachen US-Dollar und dem optimistischen Konjunkturausblick tragen auch zahlreiche rohstoffspezifische Nachrichten zur breit angelegten Preisstärke im Industriemetallbereich bei.

So notiert der Aluminiumpreis aktuell abgesehen vom starken Anstieg 2018, der damals von den Sanktionen gegen einen der weltgrößten Aluminiumproduzenten ausgelöst wurde, mit rund 2400 USD je Tonne auf dem höchsten Stand seit 2011. Vom Tief im letzten Mai hat sich der Preis bereits mehr als 50% erholt. Trotz der rekordhohen Produktion in China und der extrem hohen Profitmargen chinesischer Schmelzen bleiben auch die chinesischen Aluminiumpreise durch Produktionsbeschränkungen in der Inneren Mongolei und den Abbau der Vorräte gut unterstützt. Die Lagerbestände sind letzte Woche nach Einschätzung von SMM um 45 Tsd. Tonnen gefallen und haben den Rückgang diese Woche wohl fortgesetzt. Dabei sind die (Primär-)Aluminiumimporte im März um fast 50% auf 87,9 Tsd. Tonnen gestiegen und dürften auch im April weiter steigen. Ab Juni dürften die Importe wegen sehr hoher Preise wieder fallen. Nach Einschätzung des chinesischen staatlichen Analystendienstes Antaike dürften die gesamten Primäraluminiumimporte in diesem Jahr mit 450 Tsd. Tonnen zwar einen der höchsten Werte seit 2009 aufweisen. Doch im Vergleich zum Vorjahr würden sie sich wiederum um bis zu 60% reduzieren. Gleichzeitig gehen die chinesischen Importe von Tonerde wegen hoher Preise für Material und die Fracht zurück. Sie sind im März um 20,8% ggü. Vorjahr gefallen. Die Bäume wachsen auch am Aluminiummarkt nicht in den Himmel, wobei wir aktuell nur ein geringes Potenzial für die Aluminiumpreise nach oben sehen.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.