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S&P 500 weiterhin in der technischen Führungsrolle

Bei einem Aktienindex liegt ein technischer Hausse-Zyklus vor, wenn sich dieser Index – nur unterbrochen von normalen Konsolidierungen, Korrekturen oder milden Zwischenbaissen – über viele Jahre in einer Aufwärtsbewegung befindet. Der S&P 500 bewegt sich seit März 2009 und damit seit mehr als 10 Jahren in so einem Hausse-Zyklus, wobei zuletzt wieder neue Allzeithochs erreicht wurden. Auch der DAX läuft seit März 2009 in einer vergleichbaren technischen Bewegung, auch wenn der Index jetzt seit einigen Quartalen nur noch seitwärts unterwegs ist. Im Euro Stoxx 50 ist dieser technische Hausse-Zyklus weiterhin sehr moderat, was auch damit zusammen­hängt, dass der Index seit vier Jahren in einer Seitwärtspendelbewegung festhängt. Im Nikkei 225 macht der Hausse-Zyklus mit einem mittelfristigen Trading-Markt (nur) eine Pause, wobei aber auch für das dritte Quartal 2019 wieder eine moderate relative Schwäche im Index-Vergleich anstehen sollte.

S&P 500: Auf dem Weg zu neuen All-Time-Highs

Beim S&P 500 hat der seit März 2009 (Start bei 666) laufende technische Hausse-Zyklus einen Anstieg von 345% geliefert. In der Vergangenheit haben „gute“ technische US-Hausse-Zyklen einen Kursgewinn von 450% eingebracht, so dass der aktuelle Zyklus noch technisches Potential besitzt. Ausgehend von der Support-Zone um 1810 (Februar 2016) hatte der Index die mittelfristige Seitwärtskonsolidierung unterhalb der Resistance-Zone um 2135 im Herbst 2016 in einen Hausse-Trend verlassen. Dieser führte den Index bis Januar 2018 auf 2872. Danach ergab sich im S&P 500 eine Seitwärtspendelbewegung mit deutlich erhöhter Schwankungsintensität. Bei der Zusammenfassung der Argumente hat der Index in den letzten 18 Monaten unterhalb der Resistance-Zone um 2940 eine technische Korrektur mit einem positiven Grundton durchlaufen, wobei diese Korrektur einen trendbestätigen­den Charakter innerhalb des Hausse-Zykluses aufweist. Begleitet von einer guten Marktbreite hat der S&P 500 zuletzt neue Al-Time-Highs erreicht und arbeitet damit am nachhaltigen Abschluss der Korrektur. Beim Verlassen der Korrektur, was aus tech­nischer Sicht bei 2980 bestätigt wäre, würde das neue Kaufsignal den Bereich um 3100 als Etappenziel andeuten. Insgesamt hat der S&P 500 im Vergleich der wichtigen Ak­tienindizes wieder die technische Führungsrolle innerhalb des Zykluses übernommen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ267J Long S&P500-Future Faktor: 8
CJ2676 Short S&P500-Future Faktor: -8

Nikkei 225: Mittelfristige, relative Schwäche im Indexvergleich

Der japanische Nikkei 225 befindet sich auch seit März 2009 in einem technischen Hausse-Zyklus mit einem Gesamtzugewinn von 248% (Kursanstieg von 7021 auf 24448), wobei es aber erst mit der Aufwärtsbeschleunigung ab dem Jahreswechsel 2012/2013 zu ausgeprägteren Kursgewinnen gekommen war. Der feine Hausse-Trend der Jahre 2016 und 2017 mündete ab dem Jahreswechsel 2017/2018 in eine Seitwärtsbewegung. Dies wird einerseits durch die gestaffelte Resistance-Zone von 24000 bis 24450 und gestaffelten Support-Zone von 19000 bis 20000 begrenzt. Obwohl die japanische Notenbank kontinuierlich als (Gesamtmarkt-)Käufer am japanischen Aktienmarkt tätig ist, befindet sich der Nikkei 225 seit Anfang 2018 im internationalen Index-Vergleich in einer relativen Schwäche-Position. Diese hat sich im Jahr 2019 fortgesetzt. Auch zuletzt ist es dem Index nicht gelungen, wieder über die leicht fallende 200-Tage-Linie (zurzeit bei 20660) zu steigen. Die technische Lage signalisiert eine Fortsetzung dieser relativen Schwäche auch im zweiten Halbjahr 2019.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0JSR Call Nikkei 225 Hebel: 10,8
CU3Y8D Put Nikkei 225 Hebel: 4,2

Euro Stoxx 50: Resistance-Zone ab 3710

Der Euro Stoxx 50 bewegt sich – noch innerhalb des technischen Hausse-Zykluses seit März 2009 – seit April 2015 und Top-Kursen um 3836 in einer Seitwärtsbewegung. Diese weist bisher einen leicht positiven Grundton auf. Das Wechselspiel aus Auf- und Abwärtstrends lieferte von November 2017 (Hoch bei 3708) bis zum Dezember 2018 mit einem Kursrutsch bis auf 2908 (Support-Zone) sogar eine Zwischenbaisse, ohne dass sich das langfristige technische Bild verschlechtert hat. Seit dem Jahreswechsel 2018/2019 ist der Index wieder umgeschlagen und mit Hilfe eines neuen Aufwärtstrends in die alte Seitwärtspendelbewegung (Support-Zone: 3260; Resistance-Zone: 3710) gelaufen. Zuletzt ist der Euro Stoxx 50 in eine Mini-Konsolidierung (Kernzone 3200 bis 3500; leicht oberhalb der 200-Tage-Linie) eingetreten. Diese Konsolidierung hat bisher einen trendbestätigenden Charakter nach oben. Deshalb sollte es nicht überraschen, wenn der Index im zweiten Halbjahr 2019 wieder die mittelfristige Resistance-Zone ab 3710 testet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ280Q Long EURO STOXX 50-Future Faktor: 12
CU0EGC Short EURO STOXX 50-Future Faktor: -12

DAX: In der trendbestätigenden Konsolidierung

Im DAX war der fast 10-jährige Hausse-Zyklus-Trend (Start: März 2009 bei 3589) in den Jahren 2017/2018 oberhalb der Unterstützungszone von 11700 bis 11800 in eine flache Kopf-Schulter-Verkaufsformation (linke Schulter im Juni 2017 um 11950; Kopf zum Jahreswechsel 2017/2018 bei 13596; rechte Schulter um 13200 im Mai 2018) hineingelaufen. Das Verkaufssignal (Oktober 2018; Rutsch durch 11700 – 11800) hatte den Index aus dieser Trading-Top-Formation und aus dem fast 10-jährigen Hausse-Trend gedrückt. Da es sich nur um eine Trading-Top-Formation handelt hat diese – aus übergeordneter, technischer Sicht – nicht das Zeug, den Hausse-Zyklus zu beenden, sondern wird nur für eine Abschwächung der mittel- und langfristigen Aufwärtsdynamik sorgen. Seit dem Jahreswechsel 2018/2019 ist der DAX (Start bei 10279) wieder in eine mittelfristige Aufwärtsbewegung umgeschlagen und hat mit weiteren Trading-Kauf­signalen (z.B. Sprung über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 11600 liegt) nachgelegt. Die zuletzt vorhandene Konsolidierung (Handelsspanne: 11600 bis 12435) hat bisher einen trendbestätigenden Charakter nach oben. Deshalb sollte sich der DAX im zweiten Halbjahr 2019 wieder nach oben absetzen und bei moderater Aufwärtsdynamik die nächste, gestaffelte Resistance-Zone von 12950 bis 13200 testen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ7R0R Long DAX-Future Faktor: 15
CJ262E Short DAX-Future Faktor: -15
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