Rohstoffe

Sorgen vor (weiteren) Angebotsausfällen am Ölmarkt

Energie: Angebotsausfälle dämpfen Abwärtsdruck am Ölmarkt

Die Ölpreise gerieten gestern trotz der Angebotsausfälle in der Nordsee wegen des Streiks in der norwegischen Ölindustrie und im Golf von Mexiko wegen Hurrikan Delta zunächst unter Druck. Brent fiel bis auf 41,5 USD je Barrel, WTI unter 40 USD. Im späten Handel erholten sich die Preise wieder. Heute handeln sie rund 1 USD über ihren gestrigen Tiefs. Denn die Probleme auf der Angebotsseite sind nicht länger von der Hand zu weisen. Am Dienstag waren bereits 30% der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko geschlossen. Mit dem Näherrücken von Delta an die Ölplattformen dürfte dieser Anteil weiter steigen. Der Landgang ist für morgen an der Küste von Louisiana erwartet. Dann dürfte es auch für die Raffinerien in der Küstenregion kritisch werden. In Norwegen könnte nun auch das größte Ölfeld Johan Sverdrup mit einer täglichen Produktionskapazität von 470 Tsd. Barrel vom Streik betroffen werden. Laut dem Betreiber müsste die Produktion eingestellt werden, falls der Streik nicht bis zum 14. Oktober beendet ist. Dadurch würden die Produktionsausfälle auf allen bestreikten Feldern insgesamt 941 Tsd. Barrel pro Tag erreichen. Das US-Energieministerium berichtete gestern einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 501 Tsd. Barrel. Das API hatte am Vortag einen fast doppelt so starken Aufbau gemeldet. Die Lagerbestände von Ölprodukten fielen hingegen deutlich. Die US-Benzinbestände liegen damit erstmals seit März wieder unter dem 5-Jahresdurchschnitt. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Netto-Rohölimporte blieben die USA auch letzte Woche noch knapp Netto-Ölexporteur.

Energie: EU-Emissionshandel goutiert 60%-Ziel des EU-Parlaments nur temporär

Der CO2-Preis sprang im gestrigen Handel um einen Euro auf fast 28 EUR je Tonne nach oben, nachdem das EU-Parlament überraschend für eine Anhebung des Klimaziels auf 60% votiert hatte. Dass das ambitionierte Ziel, welches das Kommissionsziel von (mindestens) 55% übersteigt, die Zustimmung aller Mitgliedsländer findet, ist jedoch alles andere als sicher. Die Gewinne wurden entsprechend im Handelsverlauf wieder abgegeben. Bevor im EU-Rat weiter verhandelt wird, muss heute nochmal das Parlament über das gesamte Klimagesetz abstimmen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Zentralbanken waren im August Netto-Goldverkäufer

Gold ist es trotz eines schwächeren US-Dollar gestern nicht gelungen, die Verluste vom Vortag nennenswert aufzuholen. Es handelt heute Morgen bei rund 1.890 USD je Feinunze. Das Protokoll der Fed-Sitzung vom September brachte wie erwartet keine neuen Erkenntnisse zur Politik der US-Notenbank. Das FOMC betrachtet die Fortsetzung der Anleihekäufe im aktuellen Tempo als angemessen und erwartet weitere Impulse seitens der Fiskalpolitik. Wie der World Gold Council (WGC) gestern berichtete, haben die Zentralbanken im August netto 12,3 Tonnen Gold verkauft. Dies waren die ersten Netto-Goldverkäufe in einem Monat seit über 1½ Jahren. Maßgeblich verantwortlich hierfür war die usbekische Zentralbank, die fast 32 Tonnen veräußert hat. Dies hat kleinere Goldkäufe anderer Zentralbanken klar überkompensiert. Der WGC erwartet aber, dass die Zentralbanken insgesamt betrachtet in diesem Jahr Netto-Goldkäufer bleiben. Demnach haben sie in diesem Jahr bislang 210 Tonnen Gold erworben. Die Menge wird aber wohl nicht einmal halb so hoch sein wie die der letzten beiden Jahre. Dies liegt unter anderem daran, dass China und Russland schon seit Monaten kein Gold mehr kaufen. Auf den Goldpreis haben die Zentralbankkäufe schon lange keine Auswirkungen mehr. Dieser wird seit Monaten fast ausschließlich von der Investmentnachfrage bestimmt, zumal die physische Goldnachfrage in Asien weiter äußerst verhalten ist. So sind die indischen Goldimporte im September laut einer Regierungsquelle um 59% gegenüber Vorjahr auf nur noch rund 11 Tonnen gefallen. Der weitere Rückgang des Goldpreises in lokaler Währung von seinem Rekordhoch hat somit nicht zu mehr Kaufinteresse geführt. Offenbar erwarten die Konsumenten noch niedrigere Preise. Damit hat sich auch die zu beobachtende Erholung der Goldnachfrage im August nur als Strohfeuer erwiesen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Streik in chilenischer Kupfermine, Angebotsausweitung in Peru

Kupfer und die anderen Industriemetalle haben sich gestern unbeeindruckt vom vorläufigen Ende der Verhandlungen über ein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft gezeigt und am Nachmittag spürbar zugelegt. Der LME-Industriemetallindex stieg um 1,5%. Dies ging einher mit einem schwächeren US-Dollar und freundlichen US-Aktienmärkten. Daneben dürfte eine Rolle gespielt haben, dass US-Präsident Trump von seinen ursprünglichen Aussagen etwas zurückruderte. Er twitterte, dass er gewillt ist, Hilfen für Fluggesellschaften und Kleinunternehmen zu genehmigen. Kupfer sprang gestern zeitweise um 2,6% auf 6.700 USD je Tonne nach oben. Es hat damit alle Verluste seit Bekanntwerden der Coronavirus-Infektion von Trump wettgemacht. In der „Candelaria“-Mine in Chile wird ab heute gestreikt. Es beteiligen sich aber „nur“ rund 350 Arbeiter am Streik und der Minenbetreiber erwartet zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Produktion.

In Peru, einem großen Minenproduzenten, stehen die Weichen weiter auf Angebotsausweitung. Laut Aussagen des Energie- und Bergbauministers erholt sich die Minenproduktion weiter und ist auf dem Weg, Ende des Jahres das Niveau des Vorjahres möglicherweise sogar zu übertreffen. Mittlerweile seien alle großen und mittelgroßen Minen wieder in Betrieb. Im nächsten Monat sollen auch alle Arbeiter wieder in die Minen zurückgekehrt sein. Der Minister äußerte sich zugleich optimistisch für das nächste Jahr: Die Minenindustrie werde 2021 einer der am schnellsten wachsenden Sektoren im Land sein. Dies spricht unseres Erachtens für ein höheres Angebot von zum Beispiel Kupfer und Zink. Einhergehend mit der Erholung der Produktion in anderen Ländern deutet dies zudem auf wieder bzw. anhaltend gut versorgte Metallmärkte hin.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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