Währung

Sorgen nehmen zu, FX-Volatilität fällt?

Negativzinsen kein Argument für steigende FX-Volatilität

Die US-Daten (Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion, Empire Index) könnten den globalen Konjunkturängsten am Markt heute weiteren Vorschub leisten und den US-Dollar stärken. Allerdings würde ich nicht zu große Erwartungen haben. Denn selbst wenn sich abzeichnen würde, dass die Coronakrise die Wirtschaft noch viel schlimmer und vor allem nachhaltiger treffen würde, als bereits angenommen wird, wären die Konsequenzen für die Wechselkurse doch letztlich eher gering. Schließlich haben die Notenbanken – zumindest im G10-Universum – ihr Zinsinstrument und damit den wesentlichen Wechselkurstreiber, so ziemlich verpulvert. Ja, es wird hier und da noch die Möglichkeit von Negativzinsen diskutiert. Aber klar ist: Selbst dann gäbe es nicht viel Raum nach unten. Dass sich jetzt schon so viele Notenbanken vor einem solchen Schritt zieren, wie die Fed, Bank of England oder gar die Riksbank, die Negativzinsen sogar bereits in der Vergangenheit angewendet hat, beweist, dass wir vielleicht von Zinssenkungen um 25, maximal 50 Basispunkten reden. Diese Größenordnung ist kein Argument für große Wechselkursbewegungen. Und daher erscheint mir der anhaltende Rückgang der impliziten Wechselkursvolatilitäten gerechtfertigt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Anfälliger Euro

Vergangene Woche gaben die Euroraum Finanzminister grünes Licht für Corona-Hilfen über den ESM-Fond. Aber das Geschachere ist damit noch nicht vorbei, nicht zuletzt da einige Mitgliedsländer die Höhe der bisher vereinbarten Hilfen als unzureichend bemängeln. Und auch der Markt zeigte sich bislang wenig überzeugt, wie sich an den anhaltend hohen Risikoprämien auf Anleihen von besonders angeschlagenen Ländern und der zunehmenden Anfälligkeit des Euro bei erhöhter Risikoaversion zeigt. Der Druck auf die Finanzminister ist angesichts des jüngsten Urteils des Bundesverfassungsgerichts, welches den Handlungsspielraum der EZB einschränken könnte, zuletzt gar noch größer geworden. Schließlich ist nun kein Verlass mehr darauf, dass die EZB weiterhin den Ausputzer spielen kann. Heute findet die nächste Gesprächsrunde der Eurogruppe statt, in dem eines der kritischsten Themen – die Höhe und Finanzierung eines Wiederaufbaufonds – im Fokus stehen dürfte. Eigentlich sollte die EU-Kommission bereits vergangene Woche einen Plan für diesen vorstellen, was sie jedoch aufschieben musste. Die Wahrscheinlichkeit ist entsprechend hoch, dass auch heute noch keine Einigung diesbezüglich zustande kommt. Die anhaltende Unsicherheit bleibt für den Euro somit eine Belastung, insbesondere wenn die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise weiter zunehmen (siehe oben).

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CHF: Geister der Vergangenheit

Der EUR-CHF-Kurs krebst weiter nach unten und erreichte gestern kurzzeitig neue Krisentiefs. Es ist ein Zeichen dafür, wie groß der Aufwertungsdruck auf den Franken ist und wie massiv die Schweizerische Nationalbank in den letzten Wochen gegen diesen vorgegangen sein muss. Denn im Gegensatz zum Yen oder dem Dollar, die beide ebenfalls als sichere Häfen gefragt sind, war dem Franken bislang keine wirkliche Verschnaufpause vergönnt. Die Tatsache, dass der Druck trotz der Interventionsaktivität der Notenbank immernoch derart hoch ist, ist natürlich selbstverschuldet. Dass die SNB im Jahre 2015 ihre Interventionen einstellte und den Mindestkurs aufgrund ihrer Ängste vor einer exzessiven Bilanzaufblähung aufgab, das wird der Markt so schnell nicht vergessen und wird die SNB nun umso mehr kosten.

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CNY: Trumps neue Drohung?

Einige Beobachter mögen denken, dass das jüngste Fernsehinterview von US-Präsident Donald Trump den Grundstein für neue Spannungen zwischen den USA und China legt. Andere werden erkennen, dass er kaum etwas Neues gesagt hat. Trump behauptete erneut, ein gutes Verhältnis zum chinesischen Präsidenten Xi zu haben, und sagte: „Im Moment möchte ich einfach nur nicht mit ihm reden.“ Nun ja, im Moment will ich einfach kein Bier trinken, obwohl ich Bier eigentlich sehr mag. Nach fast vier Jahren hat sich der Markt allmählich an solche Aussagen gewöhnt und auch die chinesische Seite äußert sich inzwischen aggressiver. Die Marktstimmung schien das jedoch nicht zu beeinträchtigen, da sowohl die Aktienmärkte als auch die Ölpreise im nächtlichen Handel im Plus schlossen. Am Devisenmarkt ist bereits seit einer Weile eine allgemeine Stabilität zu beobachten, was besonders für asiatische Währungen gilt.

In diesem Zusammenhang fielen die chinesischen Konjunkturzahlen für den April uneinheitlich aus. Die Industrieproduktion war zwar unerwartet hoch, die Einzelhandelsumsätze überraschten den Markt jedoch erneut negativ. Insgesamt fährt die Wirtschaft noch immer zweigleisig.

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