Währung

Sitzt der Markt bald zwischen zwei Stühlen?

USD: Derzeit fürchtet sich der Markt zuvorderst vor einer möglichen Rezession in den USA, weshalb er auch äußert sensibel und asymmetrisch auf US Konjunkturdaten reagiert. Selbst ein ordentlicher Arbeitsmarktbericht am Freitag konnte dem US Dollar deshalb nicht wirklich unter die Arme greifen. Ich befürchte aber, dass der Markt alsbald zwischen zwei Stühlen sitzen könnte. Nämlich ab dem Zeitpunkt, wenn US Präsident Donald Trump seine Zollwut gegen die Eurozone richten und heftige Abgaben auf Kraftfahrzeuge und Autoteile erheben sollte. Denn dann müsste sich der Markt die Frage beantworten, für wen es (wirtschaftlich) mittelfristig schlechter aussehen könnte, die USA und den Dollar oder die Eurozone und den Euro. Das würde das Leben für Anleger und Zentralbanken noch schwieriger machen, da die Unsicherheit über die zukünftige (globale) Konjunkturentwicklung wohl noch stärker zulegen würde.

Vermutlich muss sich der Markt (und natürlich auch wir) aber erst im November darüber ernsthaft Gedanken machen. Zunächst stehen die Handelsgespräche zwischen den USA und China am Donnerstag und Freitag im Rampenlicht. Der Newsflow hierzu ist nicht wirklich stimmungsaufhellend. Denn angeblich soll Trump geäußert haben, ein Abkommen müsse zu 100% seinen Bedingungen entsprechen, während chinesische Offizielle andeuteten, die Themenliste für die Gespräche sei deutlich geschrumpft. Alle hoffen auf einen Deal und damit Erlösung vom Handelsstress, aber keiner weiß, ob einer kommt (siehe unten). Wer sich vor diesem Event-Risiko von Fed-Chair Jerome Powell heute und morgen noch irgendwelche Neuigkeiten erhofft, dürfte enttäuscht werden. Von ihm sind anlässlich seines Erscheinens in Denver (heute) und Kansas City (morgen) keine grundlegend neuen Aussagen zur Konjunktur oder Geldpolitik zu erwarten. Kurzfristig bleibt folglich der Handelskonflikt der Treiber im Dollar.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

SEK & NOK: Die Währungen im hohen Norden, SEK und NOK, haben es derzeit schwer. Zum einen überzeugen die heimischen Daten nicht mehr ganz so doll wie noch vor einigen Wochen. In Norwegen hält sich der Einkaufsmanagerindex für die Industrie zwar noch über der 50-Marke, in Schweden ist er aber im September sowohl für die Industrie als auch für die Dienstleistungen unter dies Niveau gefallen. Und auch die Inflationsentwicklung sieht nicht mehr ganz so rosig aus wie noch im Sommer. Sowohl in Norwegen, etwas stärker aber noch in Schweden hat der Trend wieder nach unten gedreht – die September-Zahlen (beide werden am Donnerstag veröffentlicht) dürften hier keine Trendwende bringen, sondern den Abwärtstrend eher bestätigen. Beide Notenbanken haben sich im September deshalb schon vorsichtiger angehört. Die Norges Bank hat den Leitzins zwar angehoben, ist aber auf eine neutrale Haltung umgeschwenkt und signalisiert nun keine Zinserhöhungen mehr. Die Riksbank plant noch eine Erhöhung um den Jahreswechsel, sieht danach aber deutlich weniger Aufwärtspotential beim Leitzins als zuvor. Als Belastungsfaktor für die nordischen Währungen entpuppen sich seit einiger Zeit die im Markt grassierenden globalen Rezessionsängste. Beide Kronen reagieren deshalb empfindlich auf schwächer als erwartete Konjunkturdaten. Insbesondere die SEK kommt dabei auch bei schwachen Daten aus Deutschland aufgrund der engen Handelsbeziehungen unter Druck. Investoren müssen also die globale Risikoentwicklung, die Konjunkturdaten aus der Eurozone bzw. Deutschland sowie gleichzeitig aus Schweden und Norwegen im Auge behalten. Dabei dürfte die Reaktion in den Kronen weiterhin asymmetrisch sein: enttäuschende Daten belasten die Kronen stärker als dass gute sie stützen können.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMM Long EUR/SEK Faktor: 5
CU54ZN Short EUR/SEK Faktor: -5
CU2XMJ Long EUR/NOK Faktor: 10
CU54ZJ Short EUR/NOK Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CNY: Die voraussichtlich am Freitagmittag europäischer Zeit endenden Handelsgespräche sind ohne Frage das Topereignis der Woche. Beide Seiten dürften am kommenden Wochenende Erklärungen abgeben. Der Ausgang ist wie immer völlig offen. Denkbar ist, dass Trump „etwas erreichen will“, um vom Amtsenthebungsverfahren abzulenken. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass er seinen Ton gegenüber China verschärfen muss, um die Causa Biden zu überspielen. Indes scheint China einen Mini-Deal anbieten zu wollen, bei dem alle strittigen Punkte ausgeklammert werden. Gegenwärtig sind einige wenige Szenarios denkbar: kein Deal, aber Fortsetzung der Verhandlungen; ein Mini-Deal mit weiterer Verhandlungsbereitschaft aber auch ein Fiasko. Tritt das erste oder das zweite Szenario ein, dürfte China von den USA verlangen, die für den 15. Oktober angesetzten Zölle weiter zu verschieben. Das dürfte die kurzfristige Risikostimmung anheizen. Ein totales Fiasko entspricht meines Erachtens derzeit dem unwahrscheinlichsten Ergebnis. Sicher: Insbesondere nach den jüngst gescheiterten Nukleargesprächen zwischen den USA und Nordkorea mag der ein oder andere zwar widersprechen. Ich jedoch meine, dass hochrangige Verhandlungen in dieser Woche fehl am Platz wären, sofern ein Fiasko für wahrscheinlich betrachtet würde. Stattdessen dürften beide Seiten die Gespräche auf Arbeitsebene fortsetzen oder deren Aufschub oder Aussetzung ankündigen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ6WTF Call USD/CNH Hebel: 5,4
CJ9J54 Put USD/CNH Hebel: 6,9
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