Rohstoffe

Silber-Mania an den Rohstoffmärkten

Energie: Widerstand gegen Bidens Erlass zum Verbot von Bohrgenehmigungen

Die Ölpreise haben sich auf aktuellem Niveau offenbar eingependelt. Brent schwankt seit Tagen zwischen 55 und 56 USD je Barrel, WTI zwischen 52 und 53 USD je Barrel. Ein Ausbruch nach oben erwies sich gestern als kurzlebig. Im Wochenvergleich gibt es bislang keine nennenswerte Veränderung. Den Restriktionen auf der Nachfrageseite wegen der Lockdowns steht ein hinreichend reduziertes Angebot gegenüber. Dies verhindert sowohl einen stärkeren Preisrückgang als auch einen stärkeren -anstieg. Die Erwartung einer kräftigen Nachfragerholung im Jahresverlauf sollte inzwischen eingepreist sein. Abzuwarten bleibt, inwiefern sich die Erlasse von US-Präsident Biden zum Klimaschutz auf die US-Ölproduktion niederschlagen werden. Das Verbot von neuen Bohrungen auf bundeseigenen Territorien dürfte mittelfristig den Anstieg der Produktion erheblich bremsen. Laut US-Energiebehörde erfolgten im Jahr 2019 immerhin mehr als 20% der US-Ölproduktion auf Liegenschaften im Bundeseigentum. Allerdings formiert sich gegen die Erlasse von Biden bereits Widerstand seitens der Ölindustrie und der lokalen Politik. Der Gouverneur von Texas hat bereits angekündigt, gegen das Verbot von Bohrgenehmigungen gerichtlich vorzugehen. Texas ist mit einem Anteil von gut 40% an der US-Ölproduktion der mit Abstand größte Ölförderstaat der USA. Auch in seiner eigenen Partei dürften die Dekrete Bidens nicht nur auf Wohlwollen stoßen. Der demokratisch regierte Bundesstaat New Mexico ist stark von den Einnahmen aus der Vergabe von Bohrrechten abhängig. Die Gouverneurin von New Mexico will daher mit Biden sprechen, um die jeweiligen Gegebenheiten und die kurzfristigen finanziellen Realitäten zu berücksichtigen. Da die Demokraten nur über eine hauchdünne Mehrheit im Kongress verfügen, würden schon wenige Abweichler ausreichen, um die Pläne von Biden zu durchkreuzen. Biden wäre dann weiter auf Dekrete angewiesen, die von einem anderen Präsidenten später wieder aufgehoben werden könnten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Privatanleger sorgen nun auch am Silbermarkt für Verwerfungen

Der Silberpreis hat im gestrigen Handelsverlauf um bis zu 7% zugelegt, nachdem Silber-Investments in einschlägigen Diskussionsforen im Internet empfohlen wurden. In den letzten Tagen haben Privatanleger, die auf diesen Informationsplattformen Tipps ausgetauscht haben, für massive Verwerfungen bei einigen Aktien gesorgt. Doch ganz so einfach dürfte das “Spiel” bei Silber nicht verlaufen. So haben die teilweise extremen und fundamental wenig nachvollziehbaren Preisbewegungen nicht nur für Aufsehen gesorgt, sondern auch zu Handelseinschränkungen geführt; sie dürften eine strengere Aufsicht nach sich ziehen. Außerdem dürfte der Effekt bei Silber unseres Erachtens längst nicht so stark ausfallen wie von vielen erhofft, was die Zocker wieder aus dem Markt spülen sollte. Denn während bei Aktien häufig ungedeckte Leerverkäufe bestehen, die bei einem raschen Preisanstieg (teilweise zwangsweise) geschlossen werden und damit den Anstieg weiter unterstützen, ist die Situation an den Warenterminmärkten ausgeglichen. Bei Silber setzen die spekulativen Anleger tendenziell ohnehin auf steigende Preise. Eine fundamental nicht nachvollziehbare Verteuerung würde also eher Verkäufe als Käufe ihrerseits auslösen. Auch sollte man die relativ betrachtet deutlich größeren Warenterminmärkte im Vergleich zu Small Caps bei Aktien berücksichtigen, die den Einfluss seitens Privatanleger deutlich erschweren. Im Zuge des Preisanstiegs bei Silber wurde auch der Goldpreis mit nach oben gezogen und hat um gut 20 USD je Feinunze zugelegt. Anschließend hat Gold aber sämtliche Gewinne wieder abgegeben. Wir gehen davon aus, dass auch bei Silber der Einfluss der Privatanleger nicht von Dauer sein wird und letztendlich die industrielle und institutionelle Nachfrage längerfristig entscheidend ist. Allerdings dürften die jüngsten Preisanstiege die Edelmetalle wieder mehr in Fokus der Finanzmarktteilnehmer rücken. Außerdem führen die jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten u.E. die Risiken für unser Geldsystem durch die massive Liquiditätsausweitung seitens der Zentralbanken in den letzten Jahren vor Augen. Statt der Realwirtschaft zugute zu kommen, findet diese überschüssige Liquidität häufig ihren Weg in die Finanzmärkte und sorgt für Verwerfungen und eine teilweise Entkopplung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft. In dieser Situation kommen Sachwerten mit langer monetärer Geschichte wie Gold und Silber eine besondere Bedeutung zu. Die Edelmetalle dürften sich als sicherer Hafen und Kapitalschutz langfristig einer stärkeren Nachfrage erfreuen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Nachfragesorgen belasten Eisenerzpreis

Die Metallpreise bleiben insgesamt betrachtet unter Druck, auch wenn zum Beispiel Kupfer und Zink gestern Nachmittag leicht zulegten. Zum Wochenabschluss geben fast alle Preise wieder bzw. weiter nach. Eisenerz war gestern mit einem Minus von 5,6% der größte Verlierer im Bereich der Industrierohstoffe. Es ist zwischenzeitlich auf ein 6-Wochentief von 151 USD je Tonne gefallen. Dass der Preisrückgang von Eisenerz überproportional stark ausfällt, könnte auch daran liegen, dass es im letzten Jahr mit Abstand am stärksten gestiegen ist. Ausgelöst wurde der Preisrückgang unseres Erachtens durch zuletzt wiederkehrende Meldungen, wonach die chinesische Regierung die Stahlproduktion im Land einbremsen möchte. China ist mit weitem Abstand der weltweit größte Eisenerzimporteur. Der Plan des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie hat daher zu Sorgen unter den Marktteilnehmern geführt, dass die bislang robuste Eisenerznachfrage nachlässt. Auswirkungen haben offenbar auch die Mobilitätsbeschränkungen in verschiedenen chinesischen Provinzen wie zum Beispiel in Hebei, wo viel Stahl produziert wird, nachdem dort neue Fälle des Coronavirus aufgetreten sind. Die lokalen Stahlproduzenten können Meldungen zufolge ihre Produkte nur noch eingeschränkt an die Händler und Endkunden liefern. Dass die chinesische Stahlproduktion in diesem Jahr wirklich gedrosselt wird, bezweifeln jedoch viele Marktbeobachter. Denn es herrscht die Meinung vor, dass die Stahlnachfrage in China in diesem Jahr weiter anziehen wird. Aus Angst vor höheren Stahlpreisen, die vor allem die heimischen Bau- und Infrastruktursektoren treffen würden, könnten die geplanten Maßnahmen nicht strikt umgesetzt werden. Möglicherweise wird China zukünftig aber auch weniger Stahl exportieren. Details zu den Produktionskürzungen in der Stahlindustrie dürften im Rahmen des Nationalen Volkskongresses bekannt gegeben werden, der am 3. März beginnt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!