Rohstoffe

Silber knackt 20 USD-Marke

Energie: Kaum Bewegung am Ölmarkt

Der Ölmarkt scheint ein neues Gleichgewicht bei 40 USD für WTI bzw. 43 USD je Barrel für Brent zu finden. Auch die Schätzungen der Energieagenturen zur Lage verändern sich wenig, wenngleich die Unsicherheit insbesondere im Hinblick auf die Nachfrage hoch bleibt. Nach Einschätzung der EIA von vor zwei Wochen wird die US-Ölnachfrage das Vorkrisenniveau erst im August nächsten Jahres erreichen, nachdem sie im April mit 14,7 Mio. Barrel täglich auf den niedrigsten Stand seit den frühen 1980er Jahren gefallen ist. Obgleich die US-Rohölproduktion im 2. Quartal um 240 Tsd. Barrel täglich nach unten revidiert wurde, hat sie zugleich die Schätzungen für die kommenden Monate bis Ende 2021 allesamt nach oben angepasst, so dass die Produktion 2021 mit 11,01 Mio. Barrel rund 170 Tsd. Barrel täglich höher als vor einem Monat geschätzt ausfallen sollte. Dennoch dürfte die US-Produktion laut EIA bis zum 2. Quartal 2021 noch rückläufig sein. Die Prognose wurde übrigens noch vor der gerichtlichen Entscheidung zur Schließung der Dakota Access Pipeline gemacht, die die Produktion negativ beeinflussen könnte.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6VCallOil Brent FutureHebel: 7,4
CL98R6PutOil Brent FutureHebel: 7,3
SB9B60CallOil WTI Light FutureHebel: 7,3
CL46WAPutOil WTI Light FutureHebel: 7,2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: CO2 – wie gewonnen, so zerronnen

Der CO2-Preis ist gestern zeitweise um fast 7% unter 26 EUR je Tonne auf den niedrigsten Stand seit Ende Juni gefallen. Das technische Bild hat sich nach dem erfolglosen Versuch vor einer Woche, das Allzeithoch von 31 EUR zu überwinden, eingetrübt. Das hat wohl spekulative Anleger, die zuvor zum Preisanstieg beigetragen haben, zum Ausstieg verleitet. Außerdem sind die Gaspreise wegen der schwachen Nachfrage und hoher Lagerbestände zuletzt wieder gefallen. Die Gasspeicher in Europa sind mittlerweile zu über 84% gefüllt, in Deutschland und Österreich sogar zu rund 89%. Die Vorräte sind damit deutlich höher als zu diesem Zeitpunkt in der Vergangenheit. Günstige Gaspreise sprechen für eine stärkere Verstromung mittels Erdgas und entsprechend einer geringeren Nachfrage nach emissionsintensiver Energiekohle.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3F6NLongICE ECX EUA FutureFaktor: 2
CJ3F6RShortICE ECX EUA FutureFaktor: -2
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Edelmetalle: Silber schaltet noch einen Gang höher

Gold hat mit über 1.820 USD je Feinunze das höchste Niveau seit fast neun Jahren erreicht. Es steht damit aber nicht im Mittelpunkt des Interesses. Diese Aufmerksamkeit wird Silber zuteil, das gestern um 3% auf 19,9 USD je Feinunze stieg. Heute Morgen setzt Silber seinen Höhenflug fort und überwindet auch im Kassa-Markt die 20 USD-Marke. Dem nächstfälligen Futures-Kontrakt war dies bereits gestern gelungen. Mit 20,4 USD handelt Silber auf einem 4-Jahreshoch. Von seinem 11-Jahrestief im März ist Silber mittlerweile um 70% gestiegen. Damit hat es Gold klar in den Schatten gestellt, das vom März-Tief um 24% zugelegt hat. Allerdings war der Preisrückgang von Silber zuvor auch wesentlich ausgeprägter, so dass sich Silber seit Jahresbeginn „nur“ um knapp 14% verteuert hat. Bei Gold steht ein Plus von rund 20% zu Buche. Silber hat zuletzt gegenüber Gold jedoch merklich aufgeholt, was sich im Gold/Silber-Verhältnis widerspiegelt: Dieses ist erstmals seit fünf Monaten unter 90 gefallen. Wie bei Gold ist auch der Preisanstieg von Silber fast ausschließlich durch die starke Investmentnachfrage getrieben. Die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs verzeichneten weitere Zuflüsse in Höhe von 120 Tonnen, die Bestände der Gold-ETFs wurden um 10 Tonnen aufgebaut. Auch die spekulativen Finanzanleger dürften auf den fahrenden Zug aufgesprungen sein und so den Preisanstieg von Silber noch verstärkt haben. Laut CFTC-Statistik hatten sie ihre Netto-Long-Positionen bereits in der letzten Berichtswoche auf ein 5-Monatshoch ausgeweitet. Sie dürften mittlerweile höher sein. Dass der Euro nach der Einigung in Brüssel zunächst nicht weiter aufwertet und einen kleinen Teil seiner Gewinne wieder abgibt, scheint dem Preisanstieg von Gold und Silber heute nicht im Wege zu stehen. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich letzte Nacht nach einem Verhandlungsmarathon auf ein historisches Wiederaufbaupaket geeinigt, um der Wirtschaft nach dem Corona-Schock unter die Arme zu greifen. Dies führt jedoch zu weiteren Schuldenaufnahmen und damit Geldentwertung. Hiervon sollten Gold und indirekt auch Silber profitieren.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Aluminiummarkt wegen anhaltend hoher Produktion überversorgt

Auch wenn auf globaler Ebene kein neues Rekordhoch erreicht wurde, wurde im Juni doch eine große Menge Aluminium hergestellt. Gemäß Daten des International Aluminium Institute (IAI) lag die weltweite Aluminiumproduktion mit täglich 175,8 Tsd. Tonnen leicht über Vorjahr und auf dem Niveau des Vormonats. Sie wurde in diesem Jahr bislang in jedem Monat gesteigert (gegenüber Vorjahr). China dominierte dabei mit einem Produktionsanteil von rund 57% weiter das Bild. Mit seinen immensen Produktionskapazitäten ist das Land hauptverantwortlich dafür, dass die weltweite Produktion während der Corona-Krise nicht zurückgegangen ist. Im ersten Halbjahr wurden den IAI-Daten zufolge 32 Mio. Tonnen Aluminium hergestellt, 1,2% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch in diesem Zeitraum war China der Produktionstreiber. Sollte die Produktionsrate in den kommenden Monaten beibehalten werden, wird 2020 mehr Aluminium hergestellt als im Vorjahr. Auch das Rekordniveau aus dem Jahr 2018 ist noch in Reichweite. Das viele Aluminium wird unseres Erachtens aber gar nicht benötigt. So erwartet zum Beispiel der Generalsekretär des IAI dieses Jahr einen Rückgang der weltweiten Aluminiumnachfrage um 5,4%. Er ist damit noch konservativ: Andere Marktbeobachter sehen die Nachfrage wesentlich stärker fallen. Ausgehend von China sollte daher auch der globale Aluminiummarkt überversorgt sein. Mittelfristig sind die Nachfrageaussichten für Aluminium laut Ansicht des IAI-Generalsekretärs wegen (teilweise staatlich unterstützter) Investitionen in die Infrastruktur, die Bauwirtschaft und den Automobilsektor wieder positiver. Das aktuelle Überangebot wird unseres Erachtens vom Aluminiumpreis nicht ansatzweise reflektiert. Der Preis ist zwar in den letzten Tagen etwas gefallen und unter die technisch wichtige 200-Tage-Linie gerutscht. Mit rund 1.670 USD je Tonne ist er aber nach wie vor ungerechtfertigt hoch.