Rohstoffe

Silber glänzt gerade stärker als Gold

Energie: Rekordrückgang der Cushing-Rohölvorräte

Laut API sind die Rohölvorräte in Cushing, dem Auslieferungspunkt für WTI, in der letzten Woche um 5 Mio. Barrel gefallen. Sollten die Daten des US-Energieministeriums heute ähnlich ausfallen, wäre dies der stärkste Wochenrückgang der Cushing-Bestände aller Zeiten. Noch vor wenigen Wochen wurde befürchtet, dass die dortigen Lagerkapazitäten in Kürze aufgebraucht sind – eine häufige Begründung für den WTI-Preisrutsch in den negativen Bereich vor einem Monat. Diesmal verlief der Kontraktwechsel unspektakulär. Der massive Rückgang der Vorräte ist ein weiterer indirekter Hinweis auf einen starken Rückgang der Rohölproduktion und eine eventuell höhere Nachfrage in den USA. Beim heutigen DOE-Lagerbericht rechnet der Bloomberg-Konsens mit einem Aufbau der Lagerbestände von Rohöl und Destillaten um 1,8 Mio. bzw. 1,7 Mio. Barrel und einem Abbau bei Benzin um 2,7 Mio. Barrel.

Die Einengung des US-Ölangebots hat bereits zu einem starken Rückgang der Preisdifferenz zwischen WTI und Brent unter 3 USD je Barrel geführt. Auch dürfte die unterschiedliche Positionierung der Großanleger bei diesen Ölsorten dazu beigetragen haben. Denn während die Netto Long-Positionen bei WTI an der NYMEX jüngst auf den höchsten Stand seit September 2018 gestiegen sind, liegen sie bei Brent 60% unter dem Januar-Hoch und sind zuletzt sogar gefallen. Mittel- bis längerfristig rechnet der Markt jedoch offensichtlich mit einer Ausweitung der Preisdifferenz, sprich mit einem stärkeren Preisanstieg bei Brent. Zum einen sollte sich die weltweite Nachfrage längerfristig dynamischer entwickeln. Zum anderen dürfte sich der US-Schieferölsektor dank höheren Ölpreisen wieder stärker erholen. Per Ende April waren in den USA über 7.600 (Schieferöl-)Quellen angebohrt, jedoch noch nicht fertiggestellt. Die Produzenten haben also einen größeren Bestand an Projekten, die recht schnell in Betrieb genommen werden können, wenn sich die Nachfrage und die Preise weiter erholen.

Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SR8CX1CallOil Brent FutureHebel: 5,9
CL7248PutOil Brent FutureHebel: 6,4
CL956BCallOil WTI Light FutureHebel: 5,2
CL726MPutOil WTI Light FutureHebel: 7,0
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Silber legt im Schatten von Gold deutlich zu

Gold steigt am Morgen auf 1.750 USD je Feinunze und nimmt damit wieder Kurs auf das vor zwei Tagen verzeichnete 7½-Jahreshoch. Noch stärker als Gold legten zuletzt die anderen Edelmetalle zu. Platin verteuerte sich heute auf 854 USD je Feinunze, das höchste Niveau seit dem Einbruch Mitte März. Vor einer Woche notierte Platin noch ca. 100 USD tiefer. Palladium ist gestern in der Spitze auf knapp 2.100 USD je Feinunze gestiegen. Vor einer Woche handelte der Preis zeitweise unter 1.800 USD. Besonders auffällig ist aber die Preisentwicklung bei Silber, das heute auf gut 17,6 USD je Feinunze steigt, den höchsten Stand seit Ende Februar. Gegenüber dem Niveau vor einer Woche bedeutet dies einen Preisanstieg um knapp 14%. Durch die deutliche Verteuerung von Silber ist das Gold/Silber-Verhältnis erstmals seit Mitte März wieder unter 100 gefallen. Damals war es wegen der heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten kurz darauf bis auf ein Rekordniveau von 127 gestiegen. Für eine Unze Gold bekam man also 127 Unzen Silber, jetzt noch knapp 100 Unzen. Silber ist damit aber noch immer preiswert. Denn der langjährige Durchschnitt beim Gold/Silber-Verhältnis liegt etwas über 60. Selbst während der Finanzkrise 2008 erreichte es lediglich einen Wert von 85. Als das Gold/Silber-Verhältnis dieses Niveau im letzten Sommer überschritt, setzte daraufhin ein massiver Zulauf bei den Silber-ETFs ein. Das dritte Quartal 2019 verzeichnete Rekordzuflüsse von fast 3.000 Tonnen. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich aktuell beobachten. Seit dem erwähnten Rekordhoch beim Gold/Silber-Verhältnis im März sind mehr als 3.100 Tonnen in die Silber-ETFs geflossen. Allein in den letzten beiden Tagen waren es 577 Tonnen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CJ7RL2LongSilver FutureFaktor: 3
CJ7RLXShortSilver FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Lange Durststrecke für Aluminium

Die Metallpreise haben gestern ihre hohen Gewinne vom Wochenbeginn nicht nur verteidigt, sondern in den meisten Fällen auch noch weiter ausgebaut. Kupfer ist auf ein 2-Monatshoch von rund 5.370 USD je Tonne gestiegen, Nickel handelt klar oberhalb der Marke von 12.000 USD je Tonne. Im Zuge verhaltener asiatischer Aktienmärkte legen die Metalle an der LME heute Morgen eine Verschnaufpause ein. Heute und in den kommenden Tagen veröffentlichen die International Study Groups ihre neuen Daten zu Angebot und Nachfrage an den Metallmärkten. Dies ist zwar nur ein Blick in den Rückspiegel – die Daten beziehen sich auf das erste Quartal bzw. im Falle von Kupfer auf Januar und Februar –, sie werden aber wohl zeigen, dass die Metallmärkte schon vor dem Höhepunkt der Corona-Krise überversorgt waren. Das International Aluminium Institute, das heute ebenfalls neue Daten veröffentlicht, wird wohl eine anhaltend hohe globale Aluminiumproduktion präsentieren. Diese trifft allerdings weiter auf eine schwache Nachfrage. Letzte Woche hatte das unabhängige Analysehaus CRU die Erwartung geäußert, dass die globale Aluminiumnachfrage in diesem Jahr um fast 9% fallen dürfte und einen Angebotsüberschuss von 5,25 Mio. Tonnen unterstellt. Einer der weltweit größten Aluminiumproduzenten taxiert den Überschuss auf 2-4 Mio. Tonnen. Seiner Meinung nach wird sich der Aluminiummarkt erst 2022 oder 2023 nennenswert erholt haben. Hierzu bedarf es demnach auch Produktionsdisziplin und die Schließung von defizitären und nicht effizienten Schmelzen. Mindestens 25% der Aluminiumschmelzen weltweit würden derzeit Verluste machen, aber dennoch weiterproduzieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.