Marktüberblick

E.ON nach Zahlen gesucht

Der deutsche Aktienmarkt musste am Dienstag kräftige Einbußen hinnehmen. Belastend wirkten ein kräftig anziehender Euro und die Entlassung des US-Außenministers Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump. Der gemäßigte Tillerson wird durch den Hardliner Mike Pompeo ersetzt, der bislang den Geheimdienst CIA führte. Der DAX schloss 1,58 Prozent tiefer bei 12.221 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,98 und 0,69 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 21 Gewinner (19%) und 88 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 74 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 136,0 Millionen Aktien (Vortag: 141,0) im Wert von 4,81 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,35). Einzige Sektoren im Plus waren Versorger (+0,99%) und Rohstoffe (+0,66%). Am deutlichsten verloren Versicherungen (-2,12%), Chemiewerte (-2,00%) und Banken (-1,76%). E.ON konnte an der DAX-Spitze nach der Vorlage der Jahreszahlen um 3,87 Prozent zulegen. Lufthansa gewann als einziger weiterer Indexwert im grünen Bereich 0,23 Prozent hinzu. ProSiebenSat.1 Media setzte seine Talfahrt vor dem Abstieg aus dem Leitindex in den MDAX fort und verlor weitere 5,05 Prozent. Linde gab um 2,98 Prozent nach. RWE fiel trotz Vorlage solider Jahreszahlen nach Gewinnmitnahmen um 2,92 Prozent.

An der Wall Street schloss der Dow 0,68 Prozent tiefer bei 25.007 Punkten. Der Nasdaq 100 sackte um 1,18 Prozent auf 7.047 Zähler ab. 58 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Verluste. Das Abwärtsvolumen betrug 66 Prozent. Es gab 87 neue 52-Wochen-Hochs und 37 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Immobilienwerte und Versorger vorne. Die kräftigsten Verluste verbuchten Technologietitel und Finanzwerte.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index den dritten Tag in Folge nach und verlor zum Ende des New Yorker Handels 0,18 Prozent auf 89,73 Punkte. Der Euro konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD stieg um 0,43 Prozent auf 1,2388 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fielen das Pfund Sterling mit Stärke und die beiden Rohstoffwährungen Kanada-Dollar und Austral-Dollar durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab trotz des schwächeren US-Dollars um 0,21 Prozent auf 440,57 Punkte nach. Brent-Öl notierte 0,18 Prozent tiefer bei 64,83 USD. Der Preis für US-Erdgas legte um 0,36 Prozent auf 2,79 USD zu. Comex-Kupfer stieg um 0,37 Prozent auf 3,14 USD. Gold verteuerte sich um 0,45 Prozent auf 1.327 USD (1.070 EUR). Silber, Platin und Palladium gewannen zwischen 0,36 und 1,80 Prozent zu.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,41 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um einen Basispunkt auf 0,62 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,17 Prozent fester bei 157,59 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete drei Basispunkte tiefer bei 2,84 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh auf breiter Front abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,59 Prozent auf 177,92 Punkte. Die japanischen Aufträge im Maschinenbau (Core Machinery Orders) kletterten im Januar um 8,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und übertrafen damit die Konsensschätzung.

Heute sind von der Makroseite vor allem die US-Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion in der Eurozone relevant. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Geschäftszahlen unter anderem von adidas, Symrise, Brenntag, Inditex, SGL Carbon, Deutz, Sixt Leasing, Patrizia und Windeln.de. Daneben hält VW die Jahres-PK zur Marke Volkswagen ab.

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