Währung

Senkt die Fed die Zinsen trotz soliden Wachstums?

USD: Senkt die Fed die Zinsen oder nicht? Die Antwort des Marktes lautet klar “Ja”. Doch unter Ökonomen herrscht diesbezüglich noch Uneinigkeit. Jüngst waren vor allem Stimmen zu hören, die gegen eine Lockerung der US-Geldpolitik argumentierten. Als Hauptargument geben sie das nach wie vor solide US-Wirtschaftswachstum an. Und in einer Sache muss ich zustimmen: Streng genommen könnte der US-Protektionismus auf kurze Sicht sogar positive Wachstumseffekte haben, wenn US-Unternehmen sich zunehmend dazu gezwungen sehen, ihre Produktion aus dem Ausland zurückzuholen.

Doch der Markt schaut in diesem Fall eben nicht auf die kurze Sicht, sondern sorgt sich – berechtigterweise – um die langfristigen negativen Effekte, wie sich an den langfristigen Inflationserwartungen ablesen lässt, die seit einiger Zeit fallen wie ein Stein.

Auch dies mag für sich kein überzeugender Grund für eine Fed-Zinssenkung zumindest zum jetzigen Zeitpunkt sein. Bedenklich ist allerdings die Tatsache, dass trotz soliden Wirtschaftswachstums kaum nennenswerter Inflationsdruck aufkommt, wie die heutigen Preisdaten erneut unterstreichen werden – und das ganz unabhängig vom Handelskrieg. Es ist insofern die Kombination der aktuellen Umstände und Risiken, die die Fed dazu bewegen könnte, ihre Geldpolitik zu lockern. Denn viel hat sie angesichts des – nunmehr seit Jahren – fehlenden Inflationsdrucks doch nicht zu verlieren. Unsere US-Ökonomen sprechen von einer vorsorglichen Zinssenkung, was keinesfalls ein Novum wäre, auch nicht für die Fed. Also nein, liebe USD-Bullen, ich glaube nicht daran, dass der Dollar bald eine Kehrtwende zurück zu einer Aufwertung vollzieht.

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NOK: Erst runter, dann hoch. Die neusten Daten aus Norwegen habe die Krone auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Alles in allem notiert die skandinavische Währung stärker, was auch durchaus konsistent ist. Das ist aber keinesfalls trivial. So fielen die Inflationszahlen schwächer aus als erwartet. Bei einer Notenbank, die die Währung der Preisstabilität als oberste Priorität sieht – was der Regelfall ist –, wäre zu erwarten, dass sie daraufhin eine taubenhaftere Haltung einnimmt. Nicht jedoch die Norges Bank. Die hat in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie ihr Inflationsziel eher flexibel auslegt und ein viel stärkeres Augenmerk auf das Wirtschaftswachstum legt. Ausschlaggebend für die Krone war dementsprechend, dass die neuste regionale Unternehmensumfrage der Norges Bank positiv überraschte. So bewerten die Unternehmen den Ausblick so gut wie seit fast 7 Jahren nicht mehr. Angesichts der trüben globalen Stimmung ist das doch erstaunlich! Kann sich die norwegische Wirtschaft etwa vom globalen Trend entkoppeln? Wäre das der Fall, wäre der ultimative sichere Hafen nicht der US-Dollar, sondern die norwegische Krone!

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