Währung

Schüchterne Devisenmärkte

Schüchterne Märkte

Obwohl zuletzt aus der EZB keine Äußerungen zum EUR-Wechselkurs zu vernehmen waren – EZB-Chefin Christine Lagarde schwieg sich auch gestern hierzu aus und wird es heute wohl ähnlich halten – war gestern nicht mehr als ein schüchterner Test der 1,20-Marke in EUR-USD drin. So kurz vor der nächsten EZB-Sitzung möchte sich offensichtlich keiner richtig aus dem Fenster lehnen und den Euro nachhaltig über die 1,20-Marke treiben. Denn vielleicht kommen nächste Woche Donnerstag doch wieder EZB-Kommentare zum Euro, die zu schmerzhaften Verlusten bei Longpositionen über dieser Marke führen könnten. Also lieber mal schüchtern antesten aber sich nicht weiter trauen. Zumal natürlich auch die Dollarseite mitspielen muss. Und hier stehen gerade diese Woche die Schwergewichte auf dem Datenkalender. Heute geht’s los mit dem ISM Index, der letzten Monat positiv überrascht hatte. Dann folgen morgen und am Freitag der ADP Index und der Arbeitsmarktbericht. Es ist gut möglich, dass die Zahlen hinter den Konsenserwartungen zurückbleiben, schließlich bleibt der Weg zurück in Normalität noch ein langer. Außerdem gibt es letztlich keine historischen Vergleichsmöglichkeiten, die die Einordnung der Zahlen erleichtern würden. Aber trotz allem hält sich die US-Wirtschaft in der Krise noch recht ordentlich. Sich also auf der Dollarseite aus dem Fenster zu lehnen und den Greenback stark short zu gehen, mag ebenso vielen unangenehm sein. Und das führt dazu, das der Markt vielleicht über 1,20 will, aber nicht kann. Die Marke bleibt (noch) die vom Markt respektierte unsichtbare Linie im Sand.

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SB2EM9CallEUR/USDHebel: 7,1
SB2ESMPutEUR/USDHebel: 7,5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Die RBA im Dunstkreis Chinas

Es war Konsens, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) heute ihre Geldpolitik unverändert beibehält. Schließlich hatte sie auf ihrer letzten Sitzung Anfang November den Leitzins von 0,25% auf 0,1% gesenkt und ein Anleihekaufprogramm für 5-10-jährige Bonds über 100 Mrd. AUD für einen Zeitraum von 6 Monate aufgesetzt. Das sollte als zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen erst einmal reichen. Zumal Australien im Dunstkreis von China allmählich von der dortigen Wirtschaftserholung profitieren sollte und sich die Wirtschaft möglicherweise sogar schneller als die anderer Länder berappeln könnte. Die Q3 BIP-Zahlen, die kommende Nacht veröffentlicht werden, stehen jedoch noch ganz unter dem Aufholeffekt des scharfen Einbruchs im Vorquartal. Trotz allem wird die RBA wachsam bleiben. Denn die Arbeitslosigkeit ist für sie “nationale Priorität”. Solange die Arbeitslosenquote hoch ist, wird die RBA den Expansionsgrad ihrer Geldpolitik kaum runterschrauben, weshalb sie auch signalisiert, dass der Leitzins auf Sicht der nächsten drei Jahre niedrig bleiben wird. Im Gegenteil: sollte die Arbeitslosenquote noch steigen, würde die RBA vermutlich ihre Kaufprogramme ausweiten und verlängern, weshalb sie auch laut Statement bereit ist, mehr zu tun. Selbst einer Senkung des Leitzinses unter Null steht sie nicht mehr abgeneigt gegenüber, auch wenn sie zu diesem Mittel vermutlich nur greifen würde, wenn der australische Dollar zu stark anstiege und damit die Erholung der Wirtschaft sowie die Rückkehr der Inflation ins Zielband erschweren würde. Dazu müsste AUD-USD aber vermutlich deutlich über 0,75 in Richtung 0,80 steigen. Die RBA verabschiedet sich mit dieser Sitzung in die Sommerpause. Bis zur nächsten Sitzung Anfang Februar stehen der RBA eine Menge neuer Fundamentaldaten zur Verfügung: Q3 BIP, Arbeitsmarkt, Inflation. Da diese aber noch die Pandemie-Folgen widerspiegeln, könnten sie den AUD auf kurze Sicht noch einmal belasten. Im kommenden Jahr dürfte der Aussie hingegen von den positiven Nachrichten aus China und der langsam sinkenden Risikoaversion an den Märkten profitieren.

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CL9AV1CallAUD/USDHebel: 10,3
CJ1SDXPutAUD/USDHebel: 10,2
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