Rohstoffe

Saudi-Arabien droht seinem engsten Verbündeten

Energie: Saudi-Arabien sorgt für Ölpreissprung

Trotz der erneuten Sorgen wegen des Coronavirus – mit mittlerweile über 300 Tsd. Neuansteckungen täglich, insgesamt 30 Mio. Infizierten sowie fast 1 Mio. Toten hat das Virus keinesfalls an Schrecken verloren – und fallender Aktienmärkte sind die Ölpreise gestern im Tagesverlauf von ihren jeweiligen Tiefs um über 4% gestiegen. Der wesentliche Grund waren deutliche Warnungen des saudischen Energieministers auf dem Treffen des Beobachtungskomittees (JMMC) der OPEC+ in Richtung der Länder, die mehr Rohöl produzieren als vereinbart. Im Zeitalter der Technologie könne man den Markt nicht (durch falsche Produktionsdaten) überlisten, und solche Versuche seien kontraproduktiv. Damit würde man nicht nur die kurzfristige Balance am Ölmarkt, sondern auch das langfristige Ansehen und Bestehen der Allianz gefährden. Die Kritik ist wohl vor allem in Richtung der VAE, eines traditionellen Verbündeten Saudi-Arabiens, zu verstehen. Das Land hat zuletzt unabhängigen Daten zufolge nicht nur deutlich mehr produziert als vereinbart, sondern auch mehr exportiert. Aber auch andere Länder, wie der Irak, Nigeria und Angola haben trotz der zuletzt guten Förderdisziplin zwischen Mai und Juli mehr produziert als vereinbart und müssen bis Ende September dafür “Kompensationskürzungen” vornehmen. Diese Frist dürfte man nun bis Ende November oder sogar Dezember verlängern. Wenn sie umgesetzt werden, könnten der befürchtete Produktionsüberschuss am Ölmarkt vermieden und die Lagerbestände stark abgebaut werden. Dabei spielt auch die Produktion außerhalb der OPEC+ eine Rolle, die sich laut JODI nach dem Einbruch im Frühjahr wieder stark erholt hat. Demnach ist die US-Ölproduktion vom Mai-Tief bei 10 Mio. Barrel täglich bereits auf über 11 Mio. Barrel täglich im Juli nach oben geklettert, was über der Schätzung der US-Energiebehörde liegt. Die größere Gefahr droht allerdings von der Nachfrageseite. Hier kann man die Äußerung des russischen Energieministers, dass sich die Weltölnachfrage bereits im 2. Quartal 2021 normalisiert, wohl als Wunschdenken abtun.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Leichte Belebung des Goldhandels zwischen der Schweiz und Indien/China

Der US-Dollar hat gestern seine unverdienten Gewinne nach der Fed-Sitzung wieder abgegeben, wovon die Edelmetalle allerdings nur unterproportional profitierten. Gold holte zwar einen Teil seiner anfänglichen Verluste auf, beendete den Handel aber noch im Minus. Heute Morgen legt es leicht auf gut 1.950 USD je Feinunze zu. Die niedrigeren Preise haben jedoch wie erwartet zu einem verstärkten Kaufinteresse bei ETFs geführt: Diese verzeichneten gestern Zuflüsse von knapp drei Tonnen. Wie die Schweizer Zollbehörde gestern berichtete, hat die Schweiz im August etwas mehr Gold nach Indien und China exportiert. Demnach stiegen die Ausfuhren nach Indien auf 20,2 Tonnen. Dies war die bislang größte Menge in diesem Jahr. Vorläufige Daten des indischen Finanzministeriums zu Monatsbeginn hatten bereits auf eine anziehende Goldnachfrage in Indien hingedeutet. Nachdem die Schweiz fünf Monate in Folge kein Gold nach China exportiert hatte, wurden dorthin im August immerhin zehn Tonnen ausgeführt. Obwohl sich der Goldhandel zuletzt etwas belebt hat, bleibt die Nachfrage in beiden Ländern noch sehr verhalten. In den ersten acht Monaten des Jahres hat Indien 66% weniger Gold aus der Schweiz importiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, China sogar 76% weniger. Das heißt aber auch, dass hier großes Potenzial besteht, sollte sich die Goldnachfrage in den beiden asiatischen Ländern, die zusammen normalerweise über 50% der weltweiten Goldnachfrage auf sich vereinen, spürbar erholen. Denn dann wäre der Goldpreis nicht nur durch die Investmentnachfrage, sondern auch wieder durch die physische Goldnachfrage unterstützt. Der von uns erwartete weitere Goldpreisanstieg würde dann auf einer breiteren Basis stehen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Metallmärkte weiter zumeist überversorgt

Nach Lesart des World Bureau of Metal Statistics (WBMS) waren die Metallmärkte in den ersten sieben Monaten des Jahres zumeist überversorgt. An der Tendenz hat sich im Vergleich zur letzten Monatsstatistik an keinem Markt etwas verändert. Den Angebotsüberschuss am globalen Aluminiummarkt beziffert WBMS auf 1,15 Mio. Tonnen, den bei Zink auf 210 Tsd. Tonnen. Am globalen Bleimarkt übertraf demnach das Angebot die Nachfrage um 72 Tsd. Tonnen und im Falle von Nickel um 33 Tsd. Tonnen. Dagegen war der globale Kupfermarkt von Januar bis Juli mit 229 Tsd. Tonnen im Defizit. Für Zinn weist WBMS ein Defizit in Höhe von 18,5 Tsd. Tonnen aus. Die International Study Groups dürften in der Tendenz mit WBMS übereinstimmen, wenn sie nächste Woche ihre neuen Monatsdaten veröffentlichen. Wie schon das Nationale Statistikbüro (NBS) für China könnte das International Aluminium Institute für die Welt eine rekordhohe Aluminiumproduktion im August berichten. Nach den Produktionsdaten für Aluminium und Stahl am Dienstag hat das NBS gestern mit Daten für Kupfer, Zink und Blei nachgelegt. Demnach wurde die Produktion dieser Metalle im August gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert. In allen drei Fällen wurde die bislang größte Menge in einem Monat in diesem Jahr ausgebracht. Die Kupferproduktion ist dabei mit knapp 900 Tsd. Tonnen nahe an ihr Rekordhoch von letztem Dezember herangelaufen. Auch die Bleiproduktion hat sich ihrem Rekordhoch genähert. Die sehr hohen Produktionsraten sprechen unseres Erachtens für gut versorgte chinesische Metallmärkte, was vom staatlichen Research-Institut Antaike zuletzt wiederholt bestätigt wurde. Auch auf globaler Ebene sind große Angebotssorgen unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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