Rohstoffe

Saudi-Arabien dringend auf höhere Ölpreise angewiesen

Energie: Die Ölpreise legen begünstigt von einem höheren Risikoappetit an den Finanzmärkten weiter zu. Brent verteuert sich am Morgen auf 63 USD je Barrel, das höchste Niveau seit Anfang August. WTI kostet 58 USD, so viel wie zuletzt Ende Juli. Zudem hat der neue saudi-arabische Energieminister Prinz bin Salman bekräftigt, “keine radikalen” Änderung an der Förderpolitik vornehmen zu wollen. Dies überrascht nicht, schließlich hat bin Salman das aktuelle Kürzungsabkommen der OPEC+ mit ausgehandelt. Auch ein anderer Grund spricht für eine anhaltende Produktionszurückhaltung Saudi-Arabiens. Das Königreich beabsichtigt offenbar, den schon seit längerer Zeit geplanten und mehrmals verschobenen Börsengang von Saudi Aramco bis zum Jahresende in die Wege zu leiten. Zunächst sollen 1% der Aktien an der heimischen Börse gelistet werden. Bei einer angestrebten Marktbewertung von 2 Bio. USD müssten also 20 Mrd. USD bei interessierten Investoren eingesammelt werden, was bei den derzeitigen Ölpreisen ein ambitioniertes Unterfangen ist. Saudi-Arabien dürfte daher stark daran interessiert sein, dass die Ölpreise weiter steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine fortgesetzte Übererfüllung der vereinbarten Produktionskürzung unerlässlich. Die Ablösung des bisherigen Energieministers al-Falih dürfte mit den zu niedrigen Ölpreisen zusammenhängen. An dieser Messlatte wird sich auch sein Nachfolger messen lassen müssen. Wie stark Saudi-Arabien von höheren Ölpreisen abhängig ist, zeigt auch ein aktuelles Arbeitspapier des IWF. Darin wird Saudi-Arabien zu einer strafferen Fiskalpolitik aufgefordert, um sich gegen niedrigere Ölpreise abzusichern. Die Haushaltsplanung der kommenden Jahre würde auf zu hohen Annahmen für die Ölpreise beruhen. Saudi-Arabien hat dieser Feststellung widersprochen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Die Preise für Edelmetalle stehen weiter unter Druck. Nach dem Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 1.500 USD je Feinunze ist der Goldpreis heute sogar unter 1.490 USD gefallen. Man kann zwar die üblichen Faktoren wie den etwas stärkeren US-Dollar oder freundlichere Aktienmärkte nennen, das aber auch als “Rückkehr zur Normalität” betrachten, nachdem sich die Märkte zuvor eher im Panikmodus befanden. Die hohe Risikoaversion der Finanzmarktteilnehmer hatte die 30-Jahresrendite in den USA im August erstmals überhaupt unter 2% p.a. gedrückt und den Goldpreis daraufhin erstmals seit April 2013 bis auf 1.550 USD steigen lassen. Daher ist es nicht überraschend, dass der Goldpreis unter Druck kommt, wenn sich die Märkte wieder beruhigen. So haben die Gold-ETFs gestern starke Abflüsse von 5 Tonnen Gold verzeichnet. Am Freitag hatten deren Bestände noch den höchsten Stand seit Anfang 2013 erreicht. Wir haben den Goldpreisanstieg über 1.500 USD je Feinunze derzeit noch als nicht nachhaltig und stark spekulativ getrieben eingestuft. Mittelfristig gehen wir von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Gold aus. Die Verunsicherung der Anleger, der Anlagenotstand und ein von den Zentralbanken unterstützter Wertverlust der wichtigsten Währungen sprechen weiterhin für die Alternativwährung Gold.

Im Schlepptau von der Goldpreisschwäche sind auch die Preise für Silber und Platin stärker unter Druck gekommen. Auffällig bei Platin ist, dass ähnlich wie im 1. Quartal die gleichzeitigen starken Zuflüsse in die Platin-ETFs dem Preis zuletzt nicht weiter auf die Beine helfen konnten. Die Platin-ETFs haben in diesem Monat bereits Zuflüsse von 126 Tsd. Unzen auf einen Rekordwert von über 3,2 Mio. Unzen gesehen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle: Während die Exporte von Rohstoffen verhalten ausfielen, hat China im August weiterhin große Mengen Rohstoffe importiert. Daten der Zollbehörde zufolge sind die Eisenerzeinfuhren im Vergleich zum Vorjahr um gut 6% auf fast 95 Mio. Tonnen gestiegen. Dies war die größte Menge seit Januar 2018. In Brasilien und Australien wurde zuletzt wieder deutlich mehr Eisenerz produziert und exportiert. Brasilien hatte gemäß Daten des Industrie- und Handelsministeriums im Juli so viel Eisenerz exportiert wie seit neun Monaten nicht mehr. Auch im August zeigten sich die Exporte hoch. Australien hat über den Hafen von Port Hedland gemäß Angaben der Hafenbehörde mehr Eisenerz als jemals zuvor in einem August verschifft. Die chinesischen Stahlproduzenten und Händler haben die bessere Verfügbarkeit, gepaart mit den stark gefallenen Preisen, genutzt und ihre Bestände aufgestockt. Die Eisenerzvorräte in den chinesischen Häfen hatten Ende August entsprechend ein 3-Monatshoch erreicht. Die Importe von Kupfer lagen zwar knapp 4% unter dem Vorjahr, waren mit 404 Tsd. Tonnen aber noch überdurchschnittlich in diesem Jahr. Dies dürfte auf die Verschärfung der Importrestriktionen von Kupferschrott Anfang Juli zurückzuführen sein. Ebenfalls ein Ausdruck des Wandels der chinesischen Importpolitik sind die Einfuhren von Kupfererz und -konzentrat. Diese lagen zwar mit 1,82 Mio. Tonnen unter dem Rekordhoch des Vormonats, aber deutlich über Vorjahr. Das viele Erz und Konzentrat benötigt China für seine Schmelzen, deren Kapazitäten stark ausgeweitet wurden bzw. noch werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7L Long Copper Future Dec 19 Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper Future Dec 19 Faktor: -8
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