Rohstoffe

Saudi-Arabien benötigt höheren Ölpreis

Energie: Saudi-Arabien benötigt höheren Ölpreis 

Am ersten Handelstag von Saudi Aramco steigen die Aktien des staatlichen saudi-arabischen Ölkonzerns an der lokalen Börse um das zulässige Tageslimit von 10%. Mit einem Volumen von 25,6 Mrd. USD ist Saudi Aramco der bislang größte Börsengang der Welt. Saudi-Arabien dürfte ein starkes Interesse daran haben, dass der Börsengang ein Erfolg wird, auch um in Zukunft weitere Tranchen an die Börse bringen zu können. Um dies zu gewährleisten, muss das Marktumfeld positiv sein, was nur bei einträglichen Ölpreisen möglich ist. Laut Berechnungen von Bloomberg kalkuliert Saudi-Arabien im Haushalt 2020 mit einem durchschnittlichen Brentölpreis von 65 USD je Barrel. Das ist deutlich weniger als es laut IWF-Schätzungen benötigt, um die Staatsausgaben mit Öleinnahmen zu finanzieren. Der Finanzierungsbedarf bleibt also beträchtlich. Eine deutliche Abweichung des Brentölpreises vom im Haushalt unterstellten Niveau nach unten wird Saudi-Arabien daher kaum tolerieren können. Wir gehen deshalb davon aus, dass Saudi-Arabien alles dafür tun wird, ein Überangebot am Ölmarkt zu verhindern. Falls erforderlich, wird es die Produktion stärker kürzen, unabhängig davon, ob alle OPEC-Länder ihre vereinbarten Kürzungen umsetzen.

USA werden zum Netto-Ölexporteur

Die US-Energiebehörde EIA nahm keine nennenswerten Revisionen bei ihren Prognosen für die US-Ölproduktion vor. Sie rechnet für 2019 mit einem Anstieg um 1,26 Mio. Barrel pro Tag und für 2020 um 930 Tsd. Barrel pro Tag. Aufhorchen lässt dagegen eine andere Aussage: Die EIA geht nämlich davon aus, dass die USA im nächsten Jahr erstmals auf Jahresbasis zum Netto-Ölexporteur werden. Die Netto-Exporte von Rohöl und Ölprodukten sollen sich auf durchschnittlich 570 Tsd. Barrel pro Tag belaufen. Im September waren die USA erstmals in einem Monat Netto-Ölexporteur. Die Aufgabe für die OPEC, den Ölmarkt im Gleichgewicht zu halten, wird dadurch nicht einfacher.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold tritt vor Fed-Sitzung auf der Stelle

Gold tritt vor den Notenbanksitzungen weiter auf der Stelle und handelt bei gut 1.460 USD je Feinunze. Heute werden die Marktteilnehmer auf die Fed schauen, die ihre zweitägige Sitzung beendet und über ihre zukünftige Geldpolitik informiert. Wir erwarten hier jedoch nicht viel Neues. Die Fed dürfte weiter an der Seitenlinie stehen und abwarten, ob zum Beispiel am Wochenende die US-Zölle auf chinesische Güter erhöht werden. Dies könnte dann ein Grund für eine weitere Zinssenkung im neuen Jahr sein. Aus wirtschaftlicher Sicht besteht momentan unseres Erachtens keine Notwendigkeit für die Fed, die Zinsen zu senken. Denn der US-Arbeitsmarkt ist robust, die Stimmung der Unternehmen hat sich stabilisiert und die Inflation ist in den letzten Monaten zumindest leicht gestiegen. Dass die Fed nichts macht, wird allerdings US-Präsident Trump wohl nicht gefallen. Entsprechend könnte es heute Abend von ihm Twitter-Meldungen geben, in denen er seinem Unmut Luft macht.

Stromausfälle in Südafrika geben Platin und Palladium Auftrieb

Palladium hat es erstmals über die Marke von 1.900 USD je Feinunze geschafft. Damit setzt sich der jüngste Höhenflug, der Mitte November begann und seitdem Palladium um knapp 13% gestiegen ist, fort. In den Schatten gestellt wurde Palladium gestern allerdings durch Platin, das um 3% auf über 920 USD je Feinunze zulegte. Wir führen dies auf Meldungen aus Südafrika zurück, wo es wegen Unwettern großflächige Stromausfälle gab, von denen auch einige Minen betroffen waren. Wegen technischer Probleme kann der staatliche Stromversorger den Unternehmen und Haushalten schon seit einigen Tagen nicht die benötigte Menge Strom zur Verfügung stellen. Sollten die Probleme länger andauern, dürfte Platin weiter steigen. Das Rekordhoch im März 2008 war auch auf Stromausfälle zurückzuführen. Damals war das Umfeld jedoch ein anderes.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6P Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Kupferpreis weiter im Aufwind

Ein positives Marktumfeld hat gestern dazu geführt, dass die meisten Industriemetalle gestiegen sind. Kupfer hat es an der LME in London auf ein 5-Monatshoch von über 6.100 USD je Tonne nach oben gezogen. Mittlerweile notiert der Kupferpreis seit Jahresbeginn im Plus, nachdem er sich seit dem Frühsommer größtenteils unter seinem Jahreseinstandsniveau bewegt hatte. An der SHFE in Shanghai ist Kupfer sogar auf den höchsten Stand seit über sieben Monaten gestiegen. Laut einem Bloomberg-Bericht erwarten chinesische Offizielle, dass die USA die für den 15. Dezember geplante Zollerhöhung auf chinesische Güter verschieben, um mehr Zeit für die Verhandlungen zum „Phase-1-Abkommen“ zu haben. Die US-Seite hält sich diesbezüglich noch bedeckt. Im Gegenteil, laut Aussagen von Handelsberater Navarro gebe es keine Hinweise, dass US-Präsident Trump die geplanten Zölle aussetzen werde. Und laut Wirtschaftsberater Kudlow liegen die Zölle „immer noch auf dem Tisch“. Eine Entscheidung könnte also tatsächlich erst in letzter Minute fallen. Die US-Kommentare wurden jedoch weitgehend ignoriert. Zur positiven Stimmung dürfte auch die Kreditvergabe in China beigetragen haben, die im November nach dem schwachen Vormonat wieder angezogen hat. Laut chinesischen Medienberichten ist gestern in China die Central Economic Work Conference gestartet, im Rahmen derer die Ziele für verschiedene Wirtschaftsindikatoren wie zum Beispiel das BIP, die Inflationsrate oder das Haushaltsdefizit ausgearbeitet werden. Für gewöhnlich werden die konkreten Ziele aber erst auf dem Nationalen Volkskongress Anfang März bekannt gegeben werden. Die chinesische Regierung hatte aber jüngst durchblicken lassen, dass sie die Wirtschaft stützen möchte.

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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