Rohstoffe

Ruhe vor dem Sturm am Ölmarkt

Energie: Die USA “helfen” der OPEC bereits

Der Markt blickt mit Spannung auf die morgige Telefonkonferenz der OPEC und ihrer Partner. Doch bei all dem Fokus auf die Strategie der OPEC und der Kooperation mit den anderen Rohölexporteuren sollte man nicht vergessen, dass mittel- bis langfristig der US-Schieferölsektor weiterhin der Grenzproduzent und damit die Preisdeterminante bleibt. Die unfreiwilligen und damit nachhaltigeren Produktionsrückgänge dort sind u.E. längerfristig gesehen wichtiger als eine mögliche Einigung der OPEC mit neuen Partnern über opportunistische Produktionskürzungen. Der massive Preisverfall der letzten Wochen hat den Anpassungsprozess in der US-Ölbranche bereits in Gang gesetzt. Gestern meldete Exxon Mobil Einschnitte bei den Investitionen in diesem Jahr von 30%. Die US-Energiebehörde EIA rechnet damit, dass die US-Ölproduktion dieses Jahr stark sinken wird. Statt den erwarteten rund 13 Mio. Barrel Tagesproduktion, mit der man noch vor einem Monat gerechnet hatte, erwartet sie jetzt eine Produktion von durchschnittlich 11,76 Mio. Barrel in diesem und 11 Mio. Barrel täglich im nächsten Jahr. Von 12,7 Mio. Barrel im März soll die Tagesproduktion bis zum 4. Quartal auf rund 11 Mio. Barrel sinken. Dadurch sollen die USA im 3. Quartal wieder zum Ölimporteur werden, weil die Rohölimporte wegen der niedrigeren US-Produktion steigen und die Exporte von Ölprodukten fallen sollen. Auf der Nachfrageseite ist der kurzfristige Ausblick sogar noch trostloser, denn der Benzinverbrauch soll im 2. Quartal um rund 25% ggü. Vorjahr auf lediglich 7,1 Mio. Barrel täglich (im April sogar auf 6 Mio. Barrel) sinken. Der Kerosinverbrauch soll im 2. Quartal sogar um ein Drittel auf lediglich 1,18 Mio. Barrel sinken. Sollten bei der morgigen Telefonkonferenz der OPEC+ keine harten Einschnitte beschlossen werden, dürfte die Stimmung am Ölmarkt wieder kippen und der Brentölpreis von gegenwärtig 33 USD je Barrel wieder eher Richtung 25 USD je Barrel rutschen. WTI könnte dann wieder auf 20 USD oder weniger zurückfallen.

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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ8EW7LongOil Brent Future Faktor: 2
CJ3D46ShortOil Brent Future Faktor: -2
CJ8EWYLongOil WTI Light Crude Faktor: 2
CJ3D4NShortOil WTI Light Crude Faktor: -2
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Edelmetalle: Lage am Gold-Terminmarkt bleibt angespannt

Gold fällt heute auf 1.645 USD je Feinunze, nachdem sich die Finanzminister der Eurozone nicht auf sogenannte Corona-Bonds verständigen konnten, was auf dem Euro lastet und den US-Dollar aufwerten lässt. Abgesehen von dieser kurzfristigen Preisreaktion spricht die Uneinigkeit der politischen Entscheidungsträger in Europa für Gold. Denn dadurch wird die EZB erst recht als Ausputzer einspringen und mehr Anleihen kaufen müssen. Gold in Euro sollte daher schon in Kürze einen neuen Anlauf auf das Allzeithoch unternehmen.

Der Terminmarkt bei Gold kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Gestern stieg der Preisaufschlag für kurzfristig lieferbares Gold an der Comex in New York gegenüber dem Kassapreis in London in der Spitze auf 50 USD je Feinunze. Damit nähert er sich fast wieder dem Niveau, das er vor zwei Wochen erreicht hatte. Damals hatte die Schließung der Goldraffinerien in der Schweiz zu Sorgen über Engpässe bei der Auslieferung geführt. Seit Montag haben die Raffinerien ihren Betrieb zumindest teilweise wieder aufgenommen. Zudem berichtete die Comex zuletzt einen massiven Anstieg der Lagerbestände auf 15,9 Mio. Unzen, das höchste Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen 1992. Vor zwei Wochen lag die entsprechende Menge noch bei weniger als 9 Mio. Unzen. Normalerweise hätte dies den Markt beruhigen müssen. Der Großteil der neu eingelieferten Barren hat allerdings nicht die erforderliche Losgröße von 100 Unzen, um für die Abwicklung der bestehenden Terminkontrakte infrage zu kommen. Physische Auslieferung kommt am Terminmarkt allerdings nur sehr selten vor. Der Großteil der Kontrakte wird vorher verkauft oder beim Auslaufen „gerollt“. Üblicherweise liegen die Preise in New York und London eng beieinander. Dass die Prämie für kurzfristig auslieferbares Gold noch immer so hoch ist (aktuell ca. 40 USD), deutet daher auf anhaltende Skepsis der Marktteilnehmer hinsichtlich der Lieferbarkeit hin.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ7RLNLongGold FutureFaktor: 3
CJ7RLHShortGold FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Lockerung des Exportverbots von Nickelerz in Indonesien gefordert

Nickel handelt seit gut zwei Wochen seitwärts zwischen 11.000 und 11.500 USD je Tonne. Gestern ist es „nur“ um 1,6% und damit halb so viel wie Kupfer gestiegen. In Indonesien, dem ehemals weltweit größten Nickelminenproduzenten, hat der Verband der Nickelminen die Regierung aufgefordert, das seit Jahresbeginn bestehende Exportverbot von unbehandelten Erzen vorübergehend aufzuheben und damit die Ausfuhr von Nickelerz zu erlauben. Dies soll laut Verbandsangaben helfen, die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft abzufedern. Wegen des Virus sind die Exporte von verarbeitetem Nickel spürbar zurückgegangen – zum einen, weil die Abnehmerländer weniger nachgefragt haben, zum anderen, weil mittlerweile in Indonesien selbst die Wirtschaftsaktivitäten zurückgefahren wurden. Der Verband der indonesischen Schmelzen schätzt, dass Indonesien seit dem Ausbruch des Coronavirus Ende letzten Jahres 20-25% weniger Nickelerz verarbeitet und Nickelprodukte exportiert hat. Sollte Indonesien tatsächlich demnächst wieder Nickelerz ausführen, stünde dies einer deutlichen Preiserholung unseres Erachtens entgegen.

Australien exportiert große Mengen Eisenerz

Der Hafenbetreiber von Port Hedland in Australien, dem weltweit größten Exporthafen für Eisenerz, hat heute rekordhohe Eisenerzausfuhren für den Monat März berichtet. Die exportierte Menge von 46,7 Mio. Tonnen war gleichzeitig eine der höchsten überhaupt. Der Großteil davon, nämlich 87%, ging nach China. China ist der mit Abstand weltweit größte Stahlproduzent und die Stahlproduktion wurde dort in den ersten beiden Monaten des Jahres trotz des Coronavirus nicht übermäßig stark gedrosselt. Erste Indizien für März deuten darauf hin, dass die Wirtschaftsaktivitäten in China mittlerweile wieder angezogen haben. Laut Angaben eines australischen Eisenerzproduzenten sind dessen Auftragsbücher voll und es warten mehrere Schiffe vor der Küste, um mit Eisenerz beladen zu werden. Der Eisenerzpreis hat sich in der Corona-Krise bislang recht gut geschlagen und notiert heute bei rund 80 USD je Tonne.

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