Währung

Rudert Trump in Sachen Währung zurück?

USD: Wird die US-Regierung nachsichtiger beim Währungsthema?

Die Nachricht, dass die USA China nicht mehr als Währungsmanipulateur brandmarken, lässt Gutes für das Teilabkommen hoffen, welches morgen unterzeichnet werden soll und kann entsprechend die Stimmung am Markt etwas heben. Zu sehen ist das vor allen Dingen im USD-JPY-Kurs, der weiter nach oben krabbelt.

Nun war die Beschuldigung, die chinesische Führung würde ihre Währung schwächen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, natürlich ohnehin Unsinn. Ja, die chinesische Notenbank steuert in der Tat ihren Wechselkurs, in den letzten Jahren verhinderte sie jedoch primär, dass dieser nicht zu stark abwertet. Natürlich dürfte sich die US-Regierung dem bewusst gewesen sein. Die Brandmarkung erfolgte wohl mehr als Teil ihrer Strategie im Konflikt mit China und fügte sich insgesamt in das Bild von Präsident Donald Trump ein, der die USA von ihren Handelspartnern unfair behandelt sieht – insbesondere mit Blick auf den Wechselkurs. Ist die Tatsache, dass er nun der Rücknahme der Beschuldigung zugestimmt hat, ein Zeichen dafür, dass er in diesem Bereich insgesamt zurückrudert? In der Tat ist auf seinem Twitter-Account schon seit einiger Zeit keine Beschwerde mehr über den starken Dollar und/oder die US-Geldpolitik, die nicht genügend macht, um diesen zu schwächen, zu finden. Doch auch das könnte lediglich Teil der Strategie im Handelskonflikt mit China sein. So wird es nicht in seinem Interesse sein, kurz vor Abschluss des Teilabkommens, Peking unnötig zu verärgern. Das heißt nicht, dass das Wechselkursthema und damit der starke US-Dollar für Trump gegessen ist. Dazu hat er im vergangenen Jahr zu viel Getöse darum gemacht. Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr könnte es sogar sein, dass der Dollar noch viel stärker in seinen Fokus rückt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
CU2XLB Long USD/JPY Faktor: 10
CU54YD Short USD/JPY Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

GBP: Die Zinssenkungszeichen im UK verdichten sich

Nach Bank of England Gouverneur Mark Carney haben sich mittlerweile noch zwei weitere MPC-Mitglieder taubenhaft geäußert und sich damit offen für Zinssenkungen gezeigt. Besonders explizit äußerte sich, wenig überraschend, der für seine Transparenz bekannte Gertje Vlieghe, für den schon die Daten in diesem Monat ausschlaggebend für seine Entscheidung für oder gegen eine Zinssenkung seien. So müssten die Daten eine deutliche konjunkturelle Erholung signalisieren, damit er weiterhin für unveränderte Zinsen stimmen würde. Die Daten zur Industrieproduktion sowie zum BIP im November zeigten gestern hingegen in die entgegengesetzte Richtung und setzten das Pfund entsprechend unter Druck. Nach Vlieghes Äußerungen wird der Markt auch die kommenden Konjunkturdaten nun zweifellos mit Argusaugen verfolgen und sensibel auf sie reagieren. Neben den Einzelhandelsumsätzen Ende dieser Woche und dem Arbeitsmarktbericht nächste Woche, bergen insbesondere die Einkaufsmanagerindizes Ende nächster Woche Potenzial, Bewegung in die GBP-Wechselkurse zu bringen.

Auch wenn sich noch keine Mehrheit für einen Zinsschritt bis zur nächsten BoE-Sitzung Ende Januar finden sollte, sehr viel länger wird es wohl nicht dauern. Mittlerweile sieht der Markt eine Chance von knapp über 50% für einen Zinsschritt im März, doch die Tendenz geht noch immer stärker zu einer Senkung in der zweiten Jahreshälfte. Wir rechnen mit einem Zinsschritt noch vor Mitte des Jahres und sehen daher noch Abwertungspotenzial für das Pfund.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CU54Y5 Short EUR/GBP Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CNY: Kein „Währungsmanipulator“ mehr

Dass China nicht mehr als „Währungsmanipulator“ eingestuft wird, hat der bevorstehenden Unterzeichnung des Phase-1-Handelsabkommens günstige Vorzeichen beschert. Weil die USA China nicht mehr als „Währungsmanipulator“ brandmarken, will China im Gegenzug von wettbewerbsverzerrenden Abwertungen absehen und seinen Wechselkurs nicht mehr für Wettbewerbszwecke missbrauchen. Ebenso hat sich China bereit erklärt, mehr sachdienliche Angaben zu Wechselkursen und Außenhandelsbilanzen offenzulegen. Demgemäß könnte der lange verkannte CFETS-Index mit Blick auf die Bewertung des Renminbi eine Renaissance erleben. Unterdessen sind weitere Einzelheiten zum Phase-1-Deal durchgesickert. Demnach könnte sich China fest verpflichten, mehr US-Produkte zu kaufen. Das wiederum brächte einen schrumpfenden chinesischen Handelsüberschuss und im Folgenden einen schwachen CNY mit sich. In den nächsten Tagen dürften aber die vermutlich positiven Handelsschlagzeilen und der Risk-on-Modus den Markt beherrschen. Wie nachhaltig die derzeitige Rally ist, bleibt jedoch ungewiss.

In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass die Dezember-Handelszahlen Chinas bei steigenden Importen für eine gewaltige Aufwärtsüberraschung sorgten. Die zulegenden Importe sind einerseits einem günstigen Basiseffekt geschuldet. Andererseits könnten sie aber auch signalisieren, dass China inzwischen mehr US-Waren kauft, um im Vorfeld des Handelsdeals guten Willen zu demonstrieren. Jüngsten Daten zufolge machen sich in China Anzeichen einer Stabilisierung breit.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU9PUB Call EUR/CNH Hebel: 5,3
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 4,0
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.