Rohstoffe

Rohstoffpreise zeigen Stärke

Energie: Anlegeroptimismus beflügelt den Ölpreis

Nach dem schwachen Handelsstart haben sich die Ölpreise um über 3% erholen können. Ausschlaggebend war der größere Anlegeroptimismus nach den besseren Wirtschaftsdaten, der die Aktienmärkte in die Höhe trieb. Das fundamentale Umfeld bleibt dagegen nach wie vor schwierig, wobei die steigende Produktion der OPEC+ auf eine schwache Nachfrage trifft. Die Umfragen zur OPEC-Produktion im Juli zeigen, dass die Golfstaaten ihre zusätzlichen Reduktionen vom Juni wieder rückgängig gemacht und die anderen Staaten, insbesondere die “Nachzügler”, die im Mai-Juni mehr als vereinbart produzierten, keine Extra-Kürzungen vorgenommen haben. Auch Russland scheint neuesten Meldungen zufolge seine Produktion vorzeitig und stärker als vereinbart erhöht zu haben. Eine schwächere Förderdisziplin seitens der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) dürfte angesichts einer ins Stocken geratenen Nachfrageerholung für einen Angebotsüberschuss sorgen und damit auf den Ölpreisen lasten.

Energie: Kohle global auf Rückzug, US-Erdgas mit Preissprung

Laut Global Energy Monitor ist die Kapazität der Kohlekraftwerke weltweit in der ersten Jahreshälfte erstmals überhaupt zurückgegangen. Der Rückgang mit 2,9 GW bzw. 0,1% mag zwar gering ausfallen, doch hat es durchaus eine psychologische Wirkung. Mehr Kraftwerke gingen in Europa und den USA vom Netz als in der restlichen Welt gebaut wurden. Man kann zwar noch nicht von einer endgültigen Trendwende bei Kohlekraft sprechen. Viele Projekte wurden wegen der Pandemie lediglich aufgeschoben und werden in den nächsten Monaten realisiert. Nichtsdestotrotz wird ein immer größerer Teil des steigenden Energiebedarfes in der Zukunft wohl durch erneuerbare Energie, Erdgas und Atomstrom gedeckt.

Der US-Erdgaspreis ist gestern um 17% (!) auf über 2,1 USD je MMBtu gestiegen und hat damit nahezu alle Verluste seit Jahresbeginn wettgemacht. Auslöser für den Preissprung waren Prognosen für heißes Wetter in den USA, Nachrichten über höhere US-LNG-Exporte und eine fallende US-Erdgasproduktion sowie Konjunktur- und Anlegeroptimismus. Die Großanleger haben zuletzt ihre Netto-Long-Positionen weiter ausgebaut. Noch im Juni, als der US-Gaspreis auf ein 25-Jahrestief fiel, waren sie per saldo negativ gestimmt. Die hohen Bestände – diese liegen 15% über den Fünfjahresdurchschnitt – stehen jedoch deutlich höheren Preisen im Wege.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB3T6WLongGas Oil FutureFaktor: 6
SB3T6QShortGas Oil FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold im Schlepptau des US-Dollar, indische Goldimporte stabilisiert

Der Goldpreis nähert sich am Morgen wieder 1.980 USD je Feinunze, nachdem er gestern zwischenzeitlich auf 1.960 USD gefallen war. Grund für den Rücksetzer war ein etwas festerer US-Dollar im Zuge freundlicher US-Konjunkturdaten. Beides erwies sich abermals als kurzzeitig: Mit der neuerlichen Abwertung der US-Währung legte auch der Goldpreis wieder zu. Die deutlichen ETF-Zuflüsse gestern von 9 Tonnen machen zudem deutlich, dass Preisrückgänge bei Gold als Kaufgelegenheit erachtet werden. Angesichts weiterhin hoher Neuinfektionszahlen mit Covid-19, der anhaltenden Hängeparty im US-Kongress hinsichtlich eines weiteren Konjunkturhilfspakets, sich ausweitenden negativen Realzinsen und hochbewerteten Aktienmärkten stellt dies keine Überraschung dar. Die schwache Schmucknachfrage ist momentan kein Hindernis für höhere Goldpreise. Zudem scheint hier eine gewisse Stabilisierung einzusetzen. Die indischen Goldimporte fielen im Juli einer regierungsnahen Person zufolge “nur” noch um 24% gegenüber dem Vorjahr. Die Rückgänge in den Monaten zuvor waren erheblich größer (in der Spitze -99% im April). Die für Juli berichteten 30 Tonnen wären zudem die höchsten monatlichen Importe seit Februar, also seit dem Lockdown. Dies macht Hoffnung, dass sich die indische Schmucknachfrage in der nachfragestarken Zeit im Herbst erholen könnte. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine Wiederöffnung der Juweliergeschäfte, also eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen.

Silber hat sich oberhalb von 24 USD je Feinunze etabliert. In den letzten beiden Tagen kam es allerdings zu ETF-Abflüssen von 150 Tonnen. Offensichtlich nehmen erste Anleger Gewinne mit, was nach einem Preisanstieg um mehr als 30% im Juli nicht überraschend kommt. Allein im Juli haben ETF-Anleger fast 3.000 Tonnen Silber erworben, was dem 1,4-fachen der monatlichen Minenproduktion entspricht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: 6
SB3T60LongSilver Future Faktor: 6
SB3T6JShortSilver Future Faktor: 6
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Industriemetalle: Preise legen in der Breite zu

Der LME-Industriemetallindex ist gestern um über 1% auf den höchsten Stand seit April 2019 gestiegen. Dieser Umstand ist umso erstaunlicher, wenn man berücksichtigt, dass dabei keins der LME-Industriemetalle ein 15-Monatshoch wie der Index selbst verzeichnet hat und die meisten seit dem Jahresbeginn sogar im Minus notieren. Der jüngste Preisanstieg ist also vor allem der Breite der Erholung aller Metalle geschuldet und könnte als Hinweis auf eine allgemeine Konjunkturerholung interpretiert werden. Im Umkehrschluss könnte man jedoch meinen, dass die eigentlichen metallspezifischen fundamentalen Entwicklungen derzeit eine geringere Rolle bei der Preisgestaltung spielen und der Preisanstieg um über 30% seit dem Tief im März vor allem vom Konjunkturoptimismus getragen wurde. Auch gestern waren es wohl die externen Faktoren wie die Aktienmärkte – der Nasdaq Composite hat gestern einen neuerlichen Rekord aufgestellt – und der schwache US-Dollar, die maßgeblich zum Preisanstieg beigetragen haben. Auch haben die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in China, Europa und den USA für Juli positiv überrascht, was auf eine Fortsetzung der industriellen Nachfrageerholung hindeutet. Doch sehen wir aktuell viele Risiken, ob politischer oder wirtschaftlicher Natur in allen drei Wirtschaftsräumen, die wenig Beachtung finden. Daher erachten wir den Konjunkturoptimismus bei Metallen als überzogen. Angesichts dessen und des hohen spekulative Interesses – so sind die Netto-Long-Positionen der Großanleger bei Kupfer an der COMEX zuletzt auf den höchsten Stand seit Juni 2018 gestiegen – rechnen wir mit einer kurzfristigen Preiskorrektur bei den Metallpreisen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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