Rohstoffe

Rohstoffpreise: Weiter aufwärts

Energie: Keine Verlangsamung der Ölpreis-Rally

Die Ölpreis-Rally hat sich gestern beschleunigt, wobei sich Brentöl seit dem Schlusskurs am Freitag um rund 4 USD bzw. 6% verteuert hat. Dabei ist auffällig, dass sich der Markt in einer ausgeprägten Backwardation befindet, sprich die Terminkurve stark fallend ist. Der Brent-Future für April 2022 an der ICE handelt mit unter 60 USD je Barrel rund 10% tiefer als der nächstfällige Kontrakt (April 21). Man könnte diese Konstellation als Hinweis auf eine aktuelle Verknappung interpretieren, die sich im Laufe der Zeit wieder entspannen wird. Anlass zur Sorge gibt die Lage in Texas, wo sich viele Ölproduktions- und Verarbeitungsanlagen befinden. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und die dadurch erzwungenen Strom- und Gaskürzungen haben praktisch sämtliche Raffinerien in Texas mit einer Tagesproduktion von bis zu 5,1 Mio. Barrel bzw. mehr als ein Viertel der gesamten Raffineriekapazität der USA lahmgelegt. Davon wurden bis jetzt weniger als die Hälfte wieder in Betrieb genommen, was die Versorgung im Bundesstaat und darüber hinaus belasten sollte. Noch länger dürfte die Normalisierung der texanischen Ölproduktion in Anspruch nehmen. Doch vor allem dürfte die anhaltend positive Stimmung der Anleger im Hinblick auf die guten Konjunkturprognosen und die sehr optimistischen Ölpreisprognosen seitens führender US-Broker zum jüngsten Preisanstieg beigetragen haben. Wir sehen die Stimmung und den Preisanstieg selbst als stark überzogen und rechnen mit einer Preiskorrektur. Zum einen bleiben wir in Bezug auf die Nachfrage eher skeptisch. Zum anderen dürfte die Förderdisziplin der OPEC+ angesichts hoher Preise bröckeln. Auch sehen wir Chancen für eine Rückkehr der iranischen Ölexporte an den Markt im Falle einer Einigung mit den USA und der Rücknahme der Sanktionen. So hat nun die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einen “temporären” Deal mit dem Iran ausgehandelt, um ihren Inspektoren weiterhin Zugang zu Irans Atomanlagen für drei Monate zu ermöglichen. Die Vereinbarung kam zustande, obwohl der Iran heute ein neues Gesetz eingeführt hat, das die Zusammenarbeit mit der IAEA formell einschränkt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold erobert 1.800 USD-Marke zurück

Trotz des Gegenwinds vor allem von weiter steigenden Anleiherenditen hat Gold gestern die psychologisch wichtige Marke von 1.800 USD je Feinunze zurückerobert. Es handelt heute Morgen bei 1.815 USD. Gold erwehrte sich dabei auch anhaltenden, starken ETF-Abflüssen. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten gestern einen Rückgang ihrer Bestände um 13,8 Tonnen. Dies war der bislang größte Tagesabfluss in diesem Jahr und der sechste in Folge. Die Finanzinvestoren haben offenbar noch nicht wieder Vertrauen in Gold zurückgefunden, was auch die CFTC-Statistik zur Marktpositionierung zeigte. Unterstützung erhielt Gold dagegen vom US-Dollar, der abwertete. Schwächere US-Aktienmärkte gestern Abend dürften ebenfalls geholfen haben. EZB-Präsidentin Lagarde hatte gestern zudem Sorgen bezüglich einer Verschlechterung der Finanzierungskonditionen nach dem jüngsten Renditeanstieg geäußert, welche die Konjunkturerholung bremsen könnte. Heute richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die halbjährliche Anhörung des Fed-Vorsitzenden Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Wir, wie auch der Markt, gehen davon aus, dass er taubenhafte Töne anklingen lässt: Powell dürfte wohl darauf hinweisen, dass die US-Notenbank noch weit von ihren Zielen Vollbeschäftigung und Preisstabilität entfernt ist und somit auch kein Zurückfahren der Anleihekäufe („Tapering“) in Betracht gezogen wird. Im Fahrwasser von Gold ist vor allem Silber gestern gestiegen – und zwar um 3%, also überdurchschnittlich. Es handelt wieder bei 28 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daraufhin auf gut 64 gefallen. Die Unterbewertung gegenüber Gold hat Silber mittlerweile komplett aufgeholt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Hohes Angebotsdefizit am Kupfermarkt, rekordhohe Aluminiumproduktion

Nach dem fulminanten Handelsstart gestern Morgen sind die Metallpreise im weiteren Handelsverlauf unter Druck gekommen und es sah kurzzeitig so aus, als könnte selbst Kupfer ins Minus rutschen. Am Nachmittag änderte sich das Bild aber erneut und es ging wieder nach oben. Heute Morgen markiert Kupfer mit 9.300 USD je Tonne bereits ein neues Hoch. Wie die International Copper Study Group (ICSG) gestern Abend berichtete, war der globale Kupfermarkt von Januar bis November unterversorgt. Das Angebotsdefizit taxiert die ICSG auf 589 Tsd. Tonnen (saisonbereinigt 548 Tsd. Tonnen). Das Defizit war damit deutlich größer als im Vorjahr. Die ICSG führt das hohe Defizit vor allem auf eine stark gestiegene augenscheinliche Nachfrage Chinas zurück (+14%). Das World Bureau of Metal Statistics hatte letzte Woche bereits ein noch deutlich höheres Defizit für das Gesamtjahr 2020 berichtet.

Aluminium ist mittlerweile auf 2.180 USD je Tonne gestiegen, der höchste Stand seit Oktober 2018. Dass der Preisanstieg vor allem stimmungsgetrieben ist, zeigt ein Blick auf die gestern veröffentlichten Zahlen des International Aluminium Institute (IAI). Demnach ist die globale Aluminiumproduktion im Januar gegenüber Vorjahr um 4,3% auf ein Rekordhoch von 5,7 Mio. Tonnen gestiegen. Auf Tagesbasis wurden dabei erstmals mehr als 184 Tsd. Tonnen hergestellt. Die Zahlen für China wurden allerdings nur geschätzt und könnten noch revidiert werden, da das Nationale Statistikbüro wegen der Neujahrsfeiertage bislang keine Daten veröffentlicht hat. Das IAI hat die rekordhohe Produktionsrate vom Dezember fortgeschrieben. Sollte dieser Wert bestätigt werden, hätten die Produzenten außerhalb Chinas erstmals mehr als 2,4 Mio. Tonnen Aluminium in einem Monat hergestellt. Nennenswert mehr wäre dann vor allem in den asiatischen Ländern ex China produziert worden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!